Ich bin froh, dass ich meinen Flug nach Kansas City frühzeitig gebucht hatte. Irgendetwas in mir war überzeugt, dass die Schweizer Nationalmannschaft Historisches schaffen und in den Viertelfinal einziehen würde.
Fünf Tage vorher, am Tag des Achtelfinals gegen Kolumbien, war ich als Trauzeugin in Italien bei guten Freunden auf den Beinen. Natürlich wurde ich während des Abends immer wieder über das Spiel informiert. Genau dann, als die Hochzeitstorte angeschnitten wurde, gewann die Schweiz das Penaltyschiessen. Mir liefen Freudentränen übers Gesicht. Was für Emotionen!
Dieser Artikel wurde erstmals in der «Schweizer Illustrierten» publiziert. Blick+ Nutzer haben exklusiv Zugriff im Rahmen ihres Abonnements. Weitere spannende Artikel findest du auf www.schweizer-illustrierte.ch. Weitere WM-Geschichten in der aktuellen SI-Ausgabe: Wie Manzambi die Schweiz entzückt, die Familien unserer Nati-Stars und zu Besuch beim Coiffeur unserer Nati-Spieler.
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Lautstarke Unterstützung
Natürlich waren meine Gedanken auch bei Silvan und seinem Team. Wir feierten bis in die frühen Morgenstunden – die Liebe und vielleicht auch ein bisschen die Schweizer Nati.
Die Reise nach Kansas verlief erstaunlich entspannt. Alissa und Zoé machten grossartig mit und durften bei unserer Ankunft den Hotelpool, das Sea Life und die Shopping Mall geniessen. Am Tag des Spiels gegen Argentinien pilgerten wir ins Stadion – in dem es sich anfühlte, als ob die Schweiz zu einem Auswärtsspiel antreten müsste. Umso mehr gaben wir als Schweizer Fans alles! Nach dem Spiel erzählte mir Silvan, dass sie uns auf dem Platz tatsächlich gehört hatten. Das hat mich unglaublich berührt.
Endlich wieder Familienzeit
Was für eine Achterbahn der Gefühle dieses Spiel bot! Gegen den amtierenden Weltmeister Argentinien ist die Schweiz nicht untergegangen – im Gegenteil. Sie hat mutig gespielt und sich den Respekt der Fussballwelt verdient. Ich sagte Silvan nach dem Spiel, dass sie als Mannschaft trotz Niederlage mit erhobenem Haupt nach Hause reisen dürften. Nicht weil das Resultat keine Rolle spielt, sondern weil sie bis zur letzten Sekunde alles gegeben haben.
Die Anerkennung aus der ganzen Welt zeigt, dass diese Mannschaft weit mehr hinterlassen hat als ein Resultat. Nun geht es zurück in die Schweiz. Nach sieben Wochen dürfen wir endlich wieder Zeit als Familie geniessen. Sieben Wochen ohne unseren geliebten Mann und Papa waren lang – aber jeder einzelne Tag war es wert. Ich bin unendlich stolz auf meinen Mann Silvan. Und genauso stolz, Schweizerin zu sein.
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