Yakin verrät den Nati-Plan gegen Bosnien
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«Versuchen, dagegenzuhalten»:Yakin verrät den Nati-Plan gegen Bosnien

Der Lazio-Held lebt in Graubünden
Darum drückt Senad Lulic Bosnien die Daumen gegen die Schweiz

Senad Lulic war einer der WM-Pioniere in der bosnischen Fussballgeschichte. Gross geworden ist er in Schluein GR. Sein Herz schlägt aber weiterhin für Bosnien: «Nun haben wir gegen die Schweiz ein Bonusspiel.»
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Senad Lulic (l.) an der WM 2014 gegen Argentiniens Maxi Rodríguez. Da wurde der Bündner zum bosnischen Pionier, ja zur Legende.
Foto: freshfocus
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Alain KunzReporter Fussball

Der Dialekt ist unverkennbar. Steinbock-Deutsch. Senad Lulic (40) ist der mit Abstand erfolgreichste Bündner Fussballer: Er hat es bei Lazio Rom zum Legendenstatus geschafft. Und dies als Flüchtlingskind, dessen Familie durch den Bosnienkrieg verarmt floh und in Schluein GR landete, wo Lulic eine Lehre als Automonteur machte.

Um dann mit dem Ausgangspunkt Chur 97 eine ganz grosse Karriere zu machen. In der Schweiz spielte er für Bellinzona, GC und YB. Den Höhepunkt fand die Laufbahn mit dem Siegtor für Lazio im Cupfinal gegen den Stadtrivalen AS Rom. Seither ist Lulic unsterblich in Rom. Zumindest bei denen in Himmelblau.

Aber auch in seiner Heimat wurde er ein grosser Spieler. Er macht 57 Länderspiele, schiesst aber nur vier Tore. Höhepunkt: die allererste WM-Teilnahme Bosniens 2014 in Brasilien. Lulic bestreitet die beiden ersten Spiele, die in Niederlagen enden, und sitzt dann beim 3:1 gegen den Iran auf der Bank. Aber jeder, der da gespielt hat, ist in den Augen der Bosnier ein Pionier. Oder mehr.

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Lulic spielt bei den Senioren, Dzeko an der WM

Heute ist Lulic 40 und überlegte es sich, in die USA zu fliegen. «Aber zwölf Stunden Flug? Da schaue ich lieber fern.» Wenn er Zeit hat, spielt er mit den Senioren 30+ von Chur 97. Lulic ist gleich alt wie Bosniens Superstar Edin Dzeko. Und der trainiert in Salt Lake City für sein 149. Länderspiel, das er gegen die Schweiz auf der grösstmöglichen Bühne absolvieren dürfte.

Lulic muss lachen. «Na ja, ich habe es auch geschafft, bis 36 zu spielen. Doch weil ich meinen Knöchel drei Mal operieren lassen musste, habe ich mir die letzten Jahre gewissermassen versaut. Aber heute kann ich beschwerdefrei Sport treiben, was nicht allen ehemaligen Profis vergönnt ist.»

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Bei Dzeko wird auch Lulic, immerhin langjähriger Weggefährte in der Nationalmannschaft, zum Fan: «Er war immer und ist immer noch der absolute Vorzeigeprofi und das Aushängeschild eines ganzen Landes. Nur Cristiano Ronaldo, Luka Modric und er spielen als Feldspieler mit über vierzig an dieser WM. Das sagt schon alles aus über die Einmaligkeit, diesen absoluten Willen zu haben. Portugal hat CR7, Argentinien Messi – und wir Dzeko. Er ist der Grösste aller Zeiten. Ich bewundere ihn.»

Die Bosnier begleitet ein Gewissensprozess

Einer wie Dzeko, der in Sarajevo geboren wurde und dort aufwuchs, ist im bosnischen Team die Ausnahme. Bosnien und Herzegowina ist ein Vielvölkerstaat, in dem verschiedene Ethnien zusammenleben: Bosniaken, Kroaten und Serben. Dieser Umstand führte denn auch zum Krieg. Heute leben die drei Gruppen mehrheitlich friedlich zusammen. Mit gewissen Einschränkungen: Ein Nationalstadion im kroatischen Mostar in der Herzegowina ist undenkbar. Und im Team? «Das war nie ein Problem und ist auch jetzt keines», sagt Lulic. Die Spieler seien über die ganze Welt verteilt. Einzig Ersatzgoalie Mladen Jurkas spielt in der heimischen Liga bei Meister Borac Banja Luka. «Uns eint ein Gedanke: Erfolg zu haben. Das einzige Problem, das wir kennen: Wie gewinnen wir?»

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Um Teil dieses Teams zu sein, mussten viele Spieler einen Gewissensprozess durchlaufen. Wohin gehöre ich? Mehr zur Heimat meiner Eltern? Oder doch zum Land, in welchem ich aufgewachsen bin, das mir alles ermöglicht hat? Auch deshalb bezeichnet Lulic das Thema als «schwierig». «Aber am Ende des Tages wird niemand gezwungen. Und alle, die sich für Bosnien entscheiden, haben einen echten Bezug zum Land.»

«Die Schweiz muss gewinnen, wir dürfen»

Trotz der Kriegserinnerungen – Lulic hat ja den gesamten Krieg in Bosnien erlebt – sei es immer schön, in die Heimat zurückzukehren. Wie wars bei ihm? «Die Frage stellte sich nicht. Als ich das erste Nati-Aufgebot bekam, hatte ich den Schweizer Pass noch nicht. Den erhielt ich erst nach mehr als zehn Länderspielen für Bosnien.»

Auch darum drückt er «seinen» Bosniern am Donnerstag die Daumen. «Ich bin Bosnier, der in der Schweiz lebt.» Die neue Ausgangslage nach dem 1:1 der Schweiz gegen Katar hält er für prickelnd: «Wir sind mit diesem Punkt gegen Kanada voll auf Kurs. Wenn wir gegen die Schweiz gewinnen, sind wir durch. Bei einem Unentschieden oder einer Niederlage müssen wir gegen Katar gewinnen. Was wir schaffen dürften.»

Die Schweiz habe viel mehr Druck. «Sie muss gewinnen. Wir dürfen, weshalb es für uns nun das Bonusspiel ist.» Was aber an einem Umstand nichts ändert: «Die Schweiz war und ist immer noch der klare Favorit, das steht ausser Frage.»

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WM 2026 Gruppe A
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Mexiko
Mexiko
1
2
3
2
Südkorea
Südkorea
1
1
3
3
Tschechien
Tschechien
1
-1
0
4
Südafrika
Südafrika
1
-2
0
K.o.-Phase
Gruppe B
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Schweiz
Schweiz
1
0
1
2
Kanada
Kanada
1
0
1
3
Katar
Katar
1
0
1
4
Bosnien und Herzegowina
Bosnien und Herzegowina
1
0
1
K.o.-Phase
Gruppe C
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Schottland
Schottland
1
1
3
2
Marokko
Marokko
1
0
1
3
Brasilien
Brasilien
1
0
1
4
Haiti
Haiti
1
-1
0
K.o.-Phase
Gruppe D
Mannschaft
SP
TD
PT
1
USA
USA
1
3
3
2
Australien
Australien
1
2
3
3
Türkei
Türkei
1
-2
0
4
Paraguay
Paraguay
1
-3
0
K.o.-Phase
Gruppe E
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Deutschland
Deutschland
1
6
3
2
Elfenbeinküste
Elfenbeinküste
1
1
3
3
Ecuador
Ecuador
1
-1
0
4
Curacao
Curacao
1
-6
0
K.o.-Phase
Gruppe F
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Schweden
Schweden
1
4
3
2
Japan
Japan
1
0
1
3
Niederlande
Niederlande
1
0
1
4
Tunesien
Tunesien
1
-4
0
K.o.-Phase
Gruppe G
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Neuseeland
Neuseeland
1
0
1
2
Iran
Iran
1
0
1
3
Belgien
Belgien
1
0
1
4
Ägypten
Ägypten
1
0
1
K.o.-Phase
Gruppe H
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Uruguay
Uruguay
1
0
1
2
Saudi Arabien
Saudi Arabien
1
0
1
3
Spanien
Spanien
1
0
1
4
Kap Verde
Kap Verde
1
0
1
K.o.-Phase
Gruppe I
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Norwegen
Norwegen
1
3
3
2
Frankreich
Frankreich
1
2
3
3
Senegal
Senegal
1
-2
0
4
Irak
Irak
1
-3
0
K.o.-Phase
Gruppe J
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Argentinien
Argentinien
1
3
3
2
Österreich
Österreich
1
2
3
3
Jordanien
Jordanien
1
-2
0
4
Algerien
Algerien
1
-3
0
K.o.-Phase
Gruppe K
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Kolumbien
Kolumbien
1
2
3
2
Demokratische Republik Kongo
Demokratische Republik Kongo
1
0
1
3
Portugal
Portugal
1
0
1
4
Usbekistan
Usbekistan
1
-2
0
K.o.-Phase
Gruppe L
Mannschaft
SP
TD
PT
1
England
England
1
2
3
2
Ghana
Ghana
1
1
3
3
Panama
Panama
1
-1
0
4
Kroatien
Kroatien
1
-2
0
K.o.-Phase
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