«Verstehen es selbst nicht»
FCZ kassiert viele späte Gegentore – und wirkt ratlos

Der FC Zürich hat ein grosses Problem: Viele späte Gegentore sorgen immer wieder für einen Punktverlust, Trainer Dennis Hediger findet keine wirkliche Erklärung dafür. Gegen Servette kann er immerhin wieder auf seinen Captain Lindrit Kamberi zählen. Das Inside.
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Dennis Hediger ist mit dem Auftritt seiner Mannschaft in dieser englischen Woche bislang nicht komplett zufrieden.
Foto: Nico Ilic/freshfocus

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • FCZ-Captain Kamberi nach Einspruch vorerst nicht gesperrt, er spielt gegen Servette
  • Zürich kassierte 18 Gegentore nach der 80. Minute, verlor 13 Punkte
  • FCZ holte bisher 69 Gelbe und 8 Rote Karten, Platz zwei
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Andri BäggliRedaktion Sport

Die News der Woche

Nach seinem Foul gegen YB-Stürmer Samuel Essende wurde FCZ-Captain Lindrit Kamberi für drei Spiele gesperrt. Ein Spiel seiner Strafe hat der Verteidiger bereits bei der 1:2-Niederlage gegen Lausanne unter der Woche abgesessen und wurde von seinem Trainer Dennis Hediger schmerzlich vermisst. «Vor allem über die rechte Seite sind wir nicht gut im Spiel gewesen», so der Coach der Zürcher. Für das Spiel gegen Servette am Samstag (18 Uhr) darf Kamberi wieder auf dem Platz seine Mannschaft unterstützen. Der FC Zürich hat Einsprache gegen das Urteil eingelegt – somit ist bis zum Entscheid des Präsidenten der Disziplinarkommission der SFL die Sperre vorerst aufgehoben. «Im Normalfall kommt dieser Entscheid nicht am Freitagnachmittag, also werden wir ihn auch dabei haben», gibt sich Hediger in der Pressekonferenz vor der Partie in Genf optimistisch.

Die grosse Frage

Kassiert der FC Zürich wieder ein spätes Gegentor? Bereits 18 Gegentreffer kassierten die Zürcher nach der 80. Minute – wären diese nicht gefallen, hätte der FCZ 13 Punkte mehr auf dem Konto und wäre im Rennen um die europäischen Plätze voll im Geschäft. «Manchmal verstehen wir es selbst nicht, warum der Ball in den letzten Minuten immer bei uns reingeht», sagt Hediger etwas ratlos. Im Lausanne-Spiel sei das Momentum zugunsten der Waadtländer gekippt. «Wir sind nicht im Mindset gewesen, alles dafür zu geben den Punkt zu verteidigen, sondern waren immer noch im Flow die Partie zu gewinnen.»

Gesagt ist gesagt

«Carlos hat viele Elemente, die mir und dem FC Zürich helfen, deswegen wollte ich ihn dabei haben. Wie immer muss es sich natürlich noch ein bisschen einspielen, wir haben deshalb vor dem Spiel gegen Lausanne bewusst nichts am Ablauf geändert. Er hat sehr viel Erfahrung, sieht bereits sehr viele Sachen und gibt wichtige Feedbacks, über die wir gemeinsam sprechen. Ich wollte eine starke Persönlichkeit, die mir in gewissen Momenten auch mal den Spiegel vorhalten kann», erklärt Hediger, warum Carlos Bernegger als Co-Trainer verpflichtet wurde. Er sei sehr froh, dass Bernegger verfügbar und sehr motiviert gewesen sei.

Mögliche Aufstellung

Huber; Kamberi, Hack, Sauter, Kablan; Di Giusto, Palacio, Berisha, Cavaleiro; Reverson, Kény. 

Wer fehlt?

Cheveyo Tsawa (gesperrt), Jill Stiel (U21), Matthias Phaëton (fraglich), David Vujevic (fraglich, krank).

Neben dem Platz

Der chilenische Fussballverband hat ein Auge auf Miguel Reichmuth geworfen. Der 22-Jährige und sein Bruder Nils (FC Thun) dürfen für das Heimatland ihrer Mutter auflaufen. Eine Delegation von Verantwortlichen des Verbands ist vor den Testspielen gegen Kap Verde und Neuseeland in die Schweiz gereist, um die Brüder von einem Engagement zu überzeugen. Allerdings ist Miguel in den letzten beiden Spielen aufgrund einer Verletzung, die er sich im WK zugezogen hat, nicht zum Zug gekommen. Die Verletzung ist nun auskuriert und einem Einsatz gegen Servette steht grundsätzlich nichts mehr im Weg. Von Blick darauf angesprochen sagt Hediger: «Er hat mich darüber informiert, es ist eine der schönen Geschichten. Wir sind froh, ist er früher als erwartet zurück. Man sieht das Potenzial, das Migi hat. Es wäre eine schöne Story, wenn beide Brüder in der Nationalmannschaft stehen würden.»

Hast du gewusst, dass ...

... der FC Zürich in dieser Saison insgesamt bisher am meisten Karten geholt hat? 69 Gelbe und 8 Rote – in beiden Statistiken liegt man damit auf Platz zwei. Ein Blick auf die Zweikampfstatistik zeigt, dass die Zürcher oft einen Schritt zu spät sind. Was die gewonnenen Zweikämpfe angeht, ist man vor YB und Sion auf dem drittletzten Platz – dafür ist man auf Rang drei, was die verlorenen Duelle angeht. Von einer Gelb-Sperre bedroht sind Mohamed Bangoura, Livano Comenencia, Nevio Di Giusto – und Lindrit Kamberi.

Aufgepasst auf

Miroslav Stevanovic. Der rechte Flügel und Spielmacher der Genfer kommt in dieser Saison bereits auf acht Tore und fünf Assists. Hediger lobt die Qualitäten des 35-Jährigen. Der FCZ ist gut beraten, Stevanovic so gut wie möglich aus dem Spiel zu nehmen.

Die Klassenbesten

Blick-Notenschnitt nach 28 Runden:

  1. Huber 4,14
  2. Hack 4,0
  3. Kény 4,0

Hier gehts zu allen Zürcher Noten. 

Der Schiedsrichter

Mirel Turkes ist als Schiedsrichter für die Partie im Stade de Genève angesetzt. Aus dem VAR-Raum unterstützt wird der 34-Jährige von Fedayi San.

Der Gegner

«Es ist interessant, dass man gleiche Dinge sieht. Auch sie sind noch auf der Suche nach dem System und haben immer wieder Spielerwechsel», sagt Hediger auf Servette angesprochen. Eine weitere Gemeinsamkeit mit dem FCZ ist die Punkteausbeute. Beide Teams kommen auf sechs Punkte aus den letzten sechs Partien – allerdings liegt der letzte Sieg der Genfer weit zurück. Ende Januar gab es auswärts in St. Gallen zum letzten Mal drei Punkte. Nichtsdestotrotz ist Hediger vorgewarnt: «Sie haben individuelle Klasse mit Stevanovic und Cognat. Es ist eine Mannschaft, die Fussballspielen kann. Sie sind sehr gut auf stehende Bälle und sind schwer zu schlagen. Wir müssen den Fight annehmen.» Hier erscheint das Servette-Inside

29

Runde

Sa., Servette - FCZ, 18 Uhr
Sa., Sion - Winterthur, 18 Uhr
Sa., Lugano - Luzern, 20.30 Uhr
So., St. Gallen - Basel, 14 Uhr
So., GC - Lausanne, 16.30 Uhr
So., YB - Thun, 16.30 Uhr

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Brack Super League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Thun
FC Thun
28
33
65
2
FC St. Gallen
FC St. Gallen
28
20
51
3
FC Lugano
FC Lugano
28
12
49
4
FC Basel
FC Basel
28
7
46
5
BSC Young Boys
BSC Young Boys
28
4
42
6
FC Sion
FC Sion
28
8
41
7
FC Luzern
FC Luzern
28
1
33
8
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
28
-3
33
9
FC Zürich
FC Zürich
28
-15
31
10
Servette FC
Servette FC
28
-7
30
11
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
28
-13
24
12
FC Winterthur
FC Winterthur
28
-47
15
Meisterschaftsrunde
Abstiegsrunde
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