«Wollten neue Reize setzen»
Seoane erwischt FCL-Frick mit Fünfer-Experiment auf falschem Fuss

Plötzlich steht YB mit einer Fünferkette auf dem Platz – und selbst Luzern-Coach Mario Frick reibt sich verwundert die Augen. Der mutige Systemwechsel bringt den Bernern in Luzern einen schmeichelhaften, aber enorm wichtigen Auswärtssieg.
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Gerardo Seoane dürfte das Minimalziel Championship Group erreicht haben.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • YB gewinnt nach vier Monaten wieder auswärts, 2:1 gegen Luzern
  • Trainer Seoane setzte überraschend auf eine ungewohnte Fünferabwehr
  • FCL-Coach Frick wird von neuem YB-System überrascht
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Carlo Emanuele FrezzaReporter Fussball

Vier Monate nach dem letzten Mal feiert YB wieder einen Auswärtssieg. Der 2:1-Erfolg in der Luzerner Swissporarena ist zwar schmeichelhaft, doch das dürfte den Bernern egal sein. Mit dem Dreier ist der Strichkampf so gut wie entschieden – das Minimalziel rückt in greifbare Nähe.

Entsprechend gross ist die Erleichterung bei Gerardo Seoane (47). «Zwei Siege in Folge geben der Mannschaft Vertrauen», sagt er. In dieser Phase gehe es jedoch um mehr als nur Resultate: «Wir wollen wieder zu unserem Spiel und zu unseren Vorstellungen finden, wie wir auftreten wollen.»

Frick nimmts mit Humor

Allerdings hatte der YB-Auftritt in Luzern wenig mit dem zu tun, wofür Seoane und die Berner eigentlich stehen. Die taktische Ausrichtung überraschte nicht nur die Fans und Beobachter auf den Rängen oder vor den Bildschirmen, sondern auch FCL-Trainer Mario Frick (51).

Der Liechtensteiner lässt sich dabei wie gewohnt humorvoll zitieren: «Ich muss mich bei meinen Spielern entschuldigen. Ich habe ihnen gesagt, dass bei YB unter Seoane das 4-2-3-1 in Stein gemeisselt ist. Und dann beginnt das Spiel – und YB steht plötzlich in einer Fünferkette», erzählt ein sichtlich erstaunter Frick.

«Ein Entscheid des gesamten Staffs»

Tatsächlich setzte Seoane auf eine Fünferabwehr – und liess Offensivpower mit insgesamt 58 Skorerpunkten auf der Bank, darunter Christian Fassnacht (32) und Chris Bedia (29), die gemeinsam 40 davon beigesteuert haben. Ein mutiger Entscheid, der letztlich auch dank Luzerner Fehlern aufging.

«Dass wir so defensiv aufgetreten sind, war ein Entscheid des gesamten Staffs. Wir haben die Fünferkette weder trainiert noch sind wir sie gewohnt. Es ging darum, neue Reize zu setzen», erklärt Seoane. Dass nicht alles reibungslos funktionieren würde, habe man bewusst in Kauf genommen.

Hat die Fünferkette Zukunft?

Trotzdem zeigt sich der YB-Coach zufrieden: «Mit einem Verteidiger mehr – auf Kosten eines Offensivspielers – haben wir defensiv an Stabilität gewonnen. Auch wenn nicht alles gut verteidigt war.» Gleichzeitig betont er: «Wenn Resultate oder Leistungen nicht stimmen, grübelt man im Trainerteam.»

Ob die Fünferkette eine Zukunft bei YB hat? «Es ist eine Variante. Aber in unserer Kaderplanung und in unserer Grundidee ist klar die Viererkette vorgesehen.» Viel spricht daher dafür, dass YB am kommenden Wochenende gegen Thun wieder im gewohnten System aufläuft – zumal die Berner zu Hause traditionell dominanter auftreten als zuletzt in der Fremde.

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33
16
52
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3
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0
40
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