Darum gehts
- Servette spielt erneut unentschieden, zuletzt am Dienstag in Winterthur
- Seit 25. Januar kein Sieg mehr, Trainer kritisiert Teamleistung
- Nur drei Punkte Vorsprung auf Barrage-Platz, falls GC am Donnerstag gewinnt
Bei Servette geht langsam aber sicher doch noch die Angst um. Spätestens nach dem schwachen Torlos-Remis gegen Sion vom Samstagabend und nun dem erneuten Unentschieden am Dienstag in Winterthur ist die Championship Group endgültig abgehakt. Der Blick geht jetzt nach hinten – und macht nicht nur Mut.
«Wenn man zum Letzten geht, denkt scheinbar jeder, dass es nur schon reicht, sich das Servette-Trikot überzuziehen», schimpft Trainer Jocelyn Gourvennec (53) über die Leistung im Spiel auf der Schützenwiese.
Es reichte ganz offensichtlich nicht. In den meisten Zweikämpfen war Servette gegenüber Winti unterlegen (95 verloren, 49 gewonnen), im Mittelfeld und in der Verteidigung überfordert, in der Offensive ideenlos – sowohl bei elf gegen elf als auch später bei elf gegen zehn (zwei Schüsse auf das Tor gegen die schlechteste Verteidigung der Super-League-Geschichte). Es sind Zahlen eines Teams, das nochmals Gefahr läuft, tief im Abstiegsstrudel zu versinken.
Servette-Trainer mit vielsagenden Worten
Gourvennec, der kurz nach Saisonstart für den geschassten Thomas Häberli (51) in Genf übernommen hatte, hat sichtbar zu kämpfen mit dem Dargebotenen seiner Grenats. Während des Spiels an der Seitenlinie und auf seiner Bank wirkte er frustriert, fast ratlos. Danach sagt er Sätze wie: «Ich tue, was ich tun muss.» Oder: «Ich habe immer noch den Biss, aber spielen kann ich nicht mehr. Ich kann nicht die Freistösse für uns treten oder die Ecken ausführen.» Das alles kann als klare Kritik an das eigene Team verstanden werden.
Seit dem 25. Januar warten die Genfer nun schon auf einen Sieg in der Liga. Gewinnt GC am Donnerstag in Basel, schrumpft der Vorsprung auf den Barrage-Platz auf drei Punkte. Und das bei dem Klub, der letzte Saison noch auf Platz 2 abgeschlossen hatte. Captain Steve Rouiller (35) will aber deswegen nicht in Panik verfallen. «Wir müssen positiv bleiben. Die Mannschaft ist bereit, zu kämpfen und den Kopf aus der Schlinge zu ziehen.» Rouiller appelliert auch an die Servette-Fans, dass sie weiter an das Team glauben und unterstützen sollen.
Am kommenden Samstag gegen den FCZ (ab 18 Uhr live im Ticker) wird das allerdings schwierig. Wegen Pyro-Vorfällen im Spiel gegen Sion vom letzten Wochenende wird die Heim-Kurve im Stade de Genève geschlossen bleiben. Alles keine guten Vorzeichen für Servette im Tabellenkeller.
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Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Thun | 27 | 33 | 64 | |
2 | FC St. Gallen | 27 | 20 | 50 | |
3 | FC Lugano | 27 | 11 | 46 | |
4 | FC Basel | 27 | 6 | 43 | |
5 | FC Sion | 27 | 9 | 41 | |
6 | BSC Young Boys | 27 | 3 | 39 | |
7 | FC Luzern | 27 | 2 | 33 | |
8 | FC Zürich | 27 | -14 | 31 | |
9 | FC Lausanne-Sport | 27 | -4 | 30 | |
10 | Servette FC | 28 | -7 | 30 | |
11 | Grasshopper Club Zürich | 27 | -12 | 24 | |
12 | FC Winterthur | 28 | -47 | 15 |

