Darum gehts
Ob er seine Goalie-Handschuhe am Saisonende tatsächlich an den Nagel hängt, hat sich Marwin Hitz (38) offengelassen. Seit Mitte Januar ist aber bekannt, dass der Ostschweizer seinen auslaufenden Vertrag in Basel nicht mehr verlängern wird. Und was damit ebenfalls klar ist: Der FCB braucht nach vier Jahren eine neue Nummer eins.
Bei den Fans ganz zuoberst auf der Wunschliste steht wenig überraschend der Name von Yann Sommer (37). Der Inter-Goalie wäre im Sommer ablösefrei zu haben und wird vom Bruder von FCB-Trainer Stephan Lichtsteiner (42) beraten. Doch es gibt mehrere Argumente, die gegen eine Sommer-Rückkehr nach Basel sprechen.
Sommer-Vertrag wohl zu teuer
Zum einen ist fraglich, ob sich der langjährige Nati-Schlussmann schon jetzt eine Rückkehr in die Schweiz vorstellen kann. Zuletzt berichteten italienische Medien über geplante Gespräche zwischen Inter Mailand und Sommer, um dessen Zukunft zu klären. Die Klasse für eine Top-Liga bringt er nach wie vor mit.
Es gibt aber auch Punkte, die aus Basler Sicht gegen eine Sommer-Verpflichtung sprechen. Zum Beispiel, dass man mit Xherdan Shaqiri (34), der noch bis 2027 unter Vertrag steht, bereits den mit Abstand bestbezahlten Spieler der Liga auf der Lohnliste hat.
Der FCB dürfte sich darum für eine etwas günstigere Alternative entscheiden. Anfang Jahr berichtete der «Kicker» vom Basler Interesse an zwei ausländischen Goalies: Lukas Jungwirth (21) von LASK und Jonas Krumrey (22) von Holstein Kiel.
Sion will Racioppi behalten
Nach Blick-Infos hat der FCB bei der Suche nach einem Hitz-Nachfolger aber auch zwei Super-League-Keeper ins Visier genommen. Einer davon ist Lausannes Karlo Letica (29). Der Vertrag des Kroaten läuft im Sommer aus, er selbst sieht seine Zukunft nicht im Waadtland.
Der zweite Kandidat heisst Anthony Racioppi (27), der im Tor des FC Sion eine richtig starke Saison hinlegt. Gemäss Blick-Infos hat es sogar bereits Gespräche zwischen FCB-Sportchef Daniel Stucki (44) und dem Beraterteam des Genfers gegeben. Das Problem: Racioppi steht im Wallis noch bis Sommer 2029 unter Vertrag. Und man ist nicht bereit, den ehemaligen U21-Nationalspieler nach Basel ziehen zu lassen.
Selbstverständlich hat man beim FCB auch das wohl grösste Schweizer Goalie-Talent Silas Huber (20) auf dem Radar. Der neue FCZ-Stammkeeper dürfte aber noch mindestens bis 2027 in Zürich bleiben.
Lichtsteiner lobt FCB-Nachwuchskeeper
FCB-Trainer Stephan Lichtsteiner (42) bei der Suche nach einem neuen Goalie involviert. «Es ist wichtig, dass wir in der Kaderplanung für die kommende Saison die gleiche Sprache sprechen. Dass wir Profile und Mentalitäten kennen, die wir im Kader haben möchten», erklärt Lichtsteiner.
Eher unwahrscheinlich, aber nicht komplett ausgeschlossen, dass am Ende mit Tim Pfeiffer (20) ein Eigengewächs das Rennen um die Nummer eins macht. «Ich kenne ihn schon aus dem Nachwuchs und sehe ihn sehr weit», sagt zumindest Lichtsteiner. Letztmals konnte sich in Basel vor 15 Jahren ein FCB-Junior den Stammplatz im Tor sichern. Auf Franco Costanzo folgte ... Yann Sommer.
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Thun | 27 | 33 | 64 | |
2 | FC St. Gallen | 27 | 20 | 50 | |
3 | FC Lugano | 27 | 11 | 46 | |
4 | FC Basel | 27 | 6 | 43 | |
5 | FC Sion | 27 | 9 | 41 | |
6 | BSC Young Boys | 27 | 3 | 39 | |
7 | FC Luzern | 27 | 2 | 33 | |
8 | FC Zürich | 27 | -14 | 31 | |
9 | FC Lausanne-Sport | 27 | -4 | 30 | |
10 | Servette FC | 28 | -7 | 30 | |
11 | Grasshopper Club Zürich | 27 | -12 | 24 | |
12 | FC Winterthur | 28 | -47 | 15 |

