«Der FCB ist zu seinem Glück gezwungen worden»
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Lösung nach Transfer-Debakel:«Der FCB ist zu seinem Glück gezwungen worden»

Neue Talente, Lernfähigkeit, Europa-Chancen
Fünf Punkte, die dem FCB Hoffnung machen

Trotz einer sportlich enttäuschenden Saison gibt es beim FC Basel auch einige Dinge, die die Fans positiv stimmen dürfen. Eigene Nachwuchstalente bekommen endlich wieder eine Chance. Und Trainer Stephan Lichtsteiner scheint aus seinen Fehlern zu lernen.
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Giacomo Koloto gelingen gegen Lausanne seine ersten beiden Super-League-Tore.
Foto: Pascal Muller/freshfocus

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Der FCB siegt erneut unter Lichtsteiner und hofft auf Saisonerfolge
  • Jungstar Giacomo Koloto erzielt seine ersten beiden Super-League-Tore
  • Drittplatziertes Lugano liegt in der Tabelle nur drei Punkte vor Basel
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Lucas WerderReporter Fussball

Meistertitel und Cupsieg sind längst futsch. Und trotzdem gibt es nach dem zweiten Sieg unter Stephan Lichtsteiner (42) einige Dinge, über die man sich in Basel bis zum Saisonende freuen darf. 

Nachwuchsspieler bekommen Chance

Der FCB hat wieder einen Stürmer! Gegen Lausanne erzielt Giacomo Koloto (18) in seinem sechsten Einsatz seine ersten beiden Super-League-Tore. Damit hat der junge Zürcher in der Liga bereits doppelt so oft getroffen wie Moritz Broschinski (25), für den die Basler im Sommer knapp zwei Millionen Franken an Bochum überwiesen haben. Doch würde Broschinski nicht wie Albian Ajeti (29) seit Monaten im Formtief feststecken, hätte Koloto im Januar wohl gar nicht erst mit den Profis ins Trainingslager mitreisen dürfen.

Die Sturm-Entdeckung ist nicht der einzige Nachwuchsspieler, der von der sportlich schwierigen Basler Saison profitiert. Verletzungen und Winterabgänge haben dafür gesorgt, dass Marvin Akahomen (18) nach fast über einem Jahr endlich wieder zu Super-League-Einsätzen gekommen ist. Bis auf Leon Avdullahu (22) hat sich beim FCB in den vergangenen Jahren kein einziges Eigengewächs durchsetzen können. Unter dem ehemaligen Junioren-Trainer Stephan Lichtsteiner (42) haben nun schon zwei eine Chance bekommen.

Lichtsteiner lernt aus Fehlern

Es wird nicht allein an seiner neuen, etwas luftigeren Stoffhose liegen, dass Lichtsteiner gegen Lausanne an der Seitenlinie deutlich entspannter wirkt als bei seinen vorherigen Auftritten. Nachdem der FCB-Trainer vor einer Woche gegen Luzern komplett die Nerven verloren hatte, zeigte er sich selbstkritisch. «Das war unglücklich. Da war auch viel Frust dahinter und die Kritik empfinde ich als gerechtfertigt», so Lichtsteiner über seinen Taktiktafel-Ausraster gegen Marin Soticek (21).

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Gleichzeitig lässt er aber keine Zweifel aufkommen, dass er weiterhin von seinen eigenen Qualitäten überzeugt ist. «Eigentlich müsste ich dafür einen Orden bekommen, wenn wir im nächsten Spiel nach einer Minute in Führung gehen», scherzt er nach dem Auswärtssieg gegen Lausanne, nachdem er zuletzt die fehlende Mentalität seiner Spieler angeprangert hatte. Lichtsteiner: «Es ist wichtig, dass ich als Chef Dinge einfordern darf. Ich bin schliesslich auch der, der die Verantwortung trägt.»

Der nächste Millionen-Transfer

Der nächste grosse Basler Millionen-Segen dürfte im kommenden Sommer ausbleiben. Bis auf Flügelspieler Bénie Traoré (23) und Mittelfeld-Motor Metinho (22) gibt es kaum einen Kandidaten für einen grossen Auslandswechsel. Einen Spieler, der in etwas entfernterer Zukunft eine hübsche Summe in die Kassen spülen könnte, hat der FCB aber mit Andrej Bacanin (18) dennoch im Kader. Gegen Lausanne zeigt der serbische U19-Nationalspieler, warum Sportchef Daniel Stucki im letzten Sommer rund zwei Millionen für Bacanin locker gemacht hat. Das erste Basler Tor bereitet er mit einem Lauf in die Tiefe vor, später glänzt er mit einem perfekten Zuspiel auf Duranville.

Nachdem man Bacanin beim FCB mit einigen Einsätzen in der Promotion League langsam an die erste Mannschaft herangeführt hat, gehört er dort seit November zum Stammpersonal. Kein jüngerer Spieler in der Liga kommt in dieser Saison auf mehr Super-League-Minuten als der zentrale Mittelfeldspieler. Bleibt er verletzungsfrei, wird sich das bis Saisonende auch nicht mehr ändern.

Unabhängigkeit von Shaqiri

Wie wichtig Xherdan Shaqiri (34) für den FCB ist, zeigt alleine der Fakt, dass der Topskorer auch in dieser Saison an 20 der 41 Basler Ligatreffer direkt beteiligt gewesen ist. Auf dem Lausanner Kunstrasen bekommt der Captain vor der bevorstehenden englischen Woche trotzdem eine Startelf-Pause. Und seine Teamkollegen zeigen, dass es auch ohne den erst in der Schlussphase eingewechselten Shaqiri gehen kann. Erst zum zweiten Mal in dieser Saison gewinnt der FCB ein Ligaspiel ohne Shaqiri-Skorerpunkt.

Intakte Europa-Chancen

Gewinnt der FCB am Donnerstag gegen GC, hätten die Basler nach 28 Runden genauso viele Punkte auf dem Konto wie zum gleichen Zeitpunkt in der Vorsaison. Damals sorgten acht Siege in Serie für den unerwarteten Meistertitel. So weit wird es in dieser Saison nicht mehr nach vorne reichen, Leader Thun liegt 21 Zähler vor dem FCB. Die europäischen Plätze sind aber weiterhin in Reichweite.

Das haben die Basler unter anderem der schwächelnden Konkurrenz zu verdanken. Das drittplatzierte Lugano kommt nur auf einen Sieg aus den letzten sechs Spielen. Nach dem 0:1 gegen GC liegen die Tessiner nur noch drei Punkte vor dem FCB. Und sollte sich St. Gallen den Cupsieg sichern, würde am Ende sogar Platz vier für die Teilnahme an der Qualifikation der Conference League reichen.

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Brack Super League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Thun
FC Thun
27
33
64
2
FC St. Gallen
FC St. Gallen
27
20
50
3
FC Lugano
FC Lugano
27
11
46
4
FC Basel
FC Basel
27
6
43
5
FC Sion
FC Sion
27
9
41
6
BSC Young Boys
BSC Young Boys
27
3
39
7
FC Luzern
FC Luzern
27
2
33
8
FC Zürich
FC Zürich
27
-14
31
9
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
27
-4
30
10
Servette FC
Servette FC
27
-7
29
11
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
27
-12
24
12
FC Winterthur
FC Winterthur
27
-47
14
Meisterschaftsrunde
Abstiegsrunde
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