Darum gehts
- Basel schlägt Lausanne auswärts dank Koloto, der zwei Tore erzielt
- Koloto ist mit 18 drittjüngster Spieler mit Super-League-Doppelpack
- In 383 Saisonminuten erzielt Koloto drei Tore für den FCB
Xherdan Shaqiri nur auf der Bank, Dominik Schmid gar nicht erst im Kader – und trotzdem kommt der FCB auswärts bei Angstgegner Lausanne (nur ein Sieg aus den letzten acht Gastspielen) zu einem kleinen Befreiungsschlag. Und diesen haben die Basler vor allem einem Mann zu verdanken: Giacomo Koloto (18).
Nach nur 40 Sekunden schiesst das Sturmjuwel den FCB nach einem schnellen Gegenstoss mit einem platzierten Flachschuss in Führung. Nach dem zwischenzeitlichen Lausanner Ausgleich legt er mit einem satten Abschluss aus spitzem Winkel seinen zweiten Treffer nach. Damit ist Koloto, der Ende Januar seinen 18. Geburtstag feierte, hinter Fabrizio Zambrella und Breel Embolo der drittjüngste Spieler, der in einem Super-League-Spiel mehrfach getroffen hat.
Doch viel wichtiger aus Basler Sicht: Der Noch-Meister hat endlich wieder einen Mittelstürmer, der regelmässig zu treffen scheint. In seinen 383 Saisonminuten in Liga und Cup bringt es Koloto auf drei Tore. Seine beiden Konkurrenten Albian Ajeti und Moritz Broschinski kommen in allen Wettbewerben gemeinsam auf sieben Treffer – in über 2800 Minuten.
Der Youngster spricht noch nicht, dafür sein Trainer
Nur zum Interview darf Koloto noch nicht, weil der FCB sein Talent etwas schützen möchte. Dafür spricht sein Trainer. Und dieser hält ein grosses Extralob für Koloto bereit. «Er macht auch abgesehen von den Toren das, was ich von einem Stürmer erwarte», so Stephan Lichtsteiner (42), der Koloto bereits aus seiner Zeit als U16-Coach beim FCB kennt.«Er ist ein Spieler mit einem enorm guten Mindset, der in jedem Training Vollgas gibt. Einer, der sich auch selbst immer wieder hinterfragt, weil er besser werden möchte.»
Nach seinem fünften Startelf-Einsatz in den letzten sechs Ligaspielen scheint sich Koloto nun tatsächlich den Platz im Sturmzentrum gesichert zu haben. Zumindest macht sich Lichtsteiner keine Sorgen, den Youngster zu verheizen. «Ich bin kein Fan davon, junge Spieler auszubremsen. Es wird sicher Phasen geben, in denen er nicht so performen wird», so Lichtsteiner, «aber das gehört dazu und heisst nicht, dass ein Spieler verbrannt ist.»
Joker Shaqiri lobt ebenfalls
Auch von Xherdan Shaqiri (34) gibts ein Kompliment für den Doppeltorschützen. «Er ist sehr präsent und läuft viel. Am Schluss wird er dafür belohnt», so der Basler Captain, der aufgrund der bevorstehenden englischen Woche auf dem Lausanner Kunstrasen erst ab Mitte der zweiten Halbzeit mittun darf. «Das war so abgesprochen. Sie haben auch ohne mich ein gutes Spiel gemacht. Diese drei Punkte sind sehr wichtig für das Selbstvertrauen», findet Shaqiri.
Er hält aber auch fest, dass seine Mannschaft dringend noch einige Dinge verbessern müsse. Vor allem unmittelbar vor und nach der Pause haben die Basler Mühe und profitieren am Ende auch davon, dass die Lausanner drei Tage nach dem Conference-League-Out übermüdet wirken. Lichtsteiner stuft die Partie trotzdem als «intensives Spiel» ein, in dem der Basler Sieg am Ende so in Ordnung gehe.
Über den Sieg wird sich auch Dominik Schmid (28) freuen, der die Reise ins Waadtland gar nicht erst angetreten hat. Allerdings aus einem erfreulichen Grund: Der Linksverteidiger wird in diesen Tagen erstmals Vater.
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Thun | 27 | 33 | 64 | |
2 | FC St. Gallen | 27 | 20 | 50 | |
3 | FC Lugano | 27 | 11 | 46 | |
4 | FC Basel | 27 | 6 | 43 | |
5 | FC Sion | 27 | 9 | 41 | |
6 | BSC Young Boys | 27 | 3 | 39 | |
7 | FC Luzern | 27 | 2 | 33 | |
8 | FC Zürich | 27 | -14 | 31 | |
9 | FC Lausanne-Sport | 27 | -4 | 30 | |
10 | Servette FC | 27 | -7 | 29 | |
11 | Grasshopper Club Zürich | 27 | -12 | 24 | |
12 | FC Winterthur | 27 | -47 | 14 |

