«Sich nicht alles gefallen lassen»
FCL-Frick stachelt seinen Goalie an

Kann der FC Luzern beim Ausswärtsspiel gegen Sion am Samstagabend (20.30 Uhr) das Ruder herumreissen? Trainer Mario Frick hat ein unangenehmes Problem erkannt: «Wir sind zu lieb.» So erklärt er seine Worte – hier im FCL-Inside zur 21. Runde.
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Staucht er seine Vorderleute nun öfter zusammen? FCL-Goalie Pascal Loretz.
Foto: Freshfocus

Darum gehts

  • Frick ist wieder einmal wenig zimperlich mit seinem Team
  • Vize-Captain Knezevic zurück in Elf? Klare Antwort von Frick
  • Ebenfalls zurück ist Abe – das betrifft auch Owusu
Die künstliche Intelligenz von Blick lernt noch und macht vielleicht Fehler.
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Carlo Emanuele FrezzaReporter Fussball

Die News der Woche

Die 2:5-Niederlage gegen Lugano hat Luzern-Trainer Mario Frick (51) zu schaffen gemacht. Auch aus diesem Grund kam es am Dienstag zu einer Aussprache im Team. «Die Fehler haben wir knallhart angesprochen», sagt der Liechtensteiner an der Pressekonferenz vor dem Sion-Spiel. Vor allem in der Defensive gibt es Besserungsbedarf. Welches gemäss dem Trainer die Hauptbaustellen sind? «Wir sind zu naiv, erkennen Gefahren zu spät, unterschätzen sie, sind nicht immer unter Strom, schützen den Raum zu wenig und gehen zu lieb mit den Gegenspielern um.» Frick geht mit seinen Spielern wie gewohnt wenig zimperlich um. Die Fakten: Luzern hat von den letzten zehn Ligaspielen nur zwei gewonnen – und sieben davon verloren.

Die grosse Frage

Kehrt Stefan Knezevic (29) in die Startelf zurück? «Definitiv», antwortet Trainer Frick. Der Vize-Captain war im Spiel gegen Lugano der grosse Abwesende. Ein Entscheid, der zu reden gab. Offenbar aber nicht in der Kabine. «Es war mit ihm abgesprochen, dass wir auf die Viererkette setzen, die in Lausanne ohne Gegentor geblieben ist», erklärt Frick.

Gesagt ist gesagt

«Das grösste Problem dieser Mannschaft ist, dass wir zu lieb sind – und das ist genau das Gegenteil von dem, was ich mir von ihr wünsche.» Das sagt Trainer Frick. Er nimmt seine ältesten Spieler in die Pflicht, um den berühmten Karren aus dem Dreck zu ziehen. «Unsere besten Spiele haben wir immer dann gemacht, wenn wir eckig und unangenehm waren, wenn wir provoziert haben und der Gegner sich über uns aufgeregt hat. Sobald wir aber zu brav auftreten, machen wir es dem Gegner zu einfach.» So geschehen am vergangenen Wochenende gegen Lugano, als man keine einzige Gelbe Karte gesehen hat.

Frick will aber auch, dass die Spieler auf dem Platz untereinander lauter werden. Zum Beispiel Goalie Pascal Loretz: «Ich habe ihm gesagt, dass er sich nicht alles gefallen lassen soll, sondern seine Vorderleute auch mal zusammenstauchen muss. Er soll unangenehmer sein. Genau das wird jetzt ein Schlüssel sein: dass wir untereinander ehrlicher, fordernder und auch ein Stück weit gemeiner werden.»

Mögliche Aufstellung

Loretz; Dorn, Knezevic, Freimann, Ciganiks; Abe, Owusu, Ferreira, Di Giusto; Von Moos, Grbic

Wer fehlt?

Jesper Löfgren, Mio Zimmermann, Erblin Sadikaj (alle verletzt), Sandro Wyss (krank)

Neben dem Platz

Ex-FCL-Juwel Ardon Jashari (23) überzeugt bei der AC Milan. Beim 1:0-Sieg gegen Lecce, bei seinem zweiten Serie-A-Spiel in der Startelf, steht der Schweizer Nationalspieler 87 Minuten auf dem Platz, erhält Lob von Trainer Allegri und schwärmt von Mitspieler Luka Modric. Mehr dazu hier

Hast du gewusst, dass ...

... Luzern ligaweit am meisten Gegentore von ausserhalb des Strafraums bekommt? Es sind bisher sieben, gleich viele wie Winterthur. Von innerhalb des Strafraums gibt es drei Teams, die mehr Gegentore erhalten (Winterthur, YB und GC).

Aufgepasst auf

Taisei Abe (21). Der Japaner kehrt nach seiner abgesessenen Sperre zurück ins Team. Frick haltet viel von seinem Sechser und ist entsprechend froh, dass er zurück ist. Freuen wird es auch Tyron Owusu, der damit wieder als Achter auflaufen darf.

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Die Klassenbesten

Blick-Notenschnitt nach 20 Runden:

1. Di Giusto 4,2
2. Owusu 4,2
3. Dorn 4,0

Hier gehts zu allen Luzerner Noten.

Der Schiedsrichter

Nico Gianforte

Der Gegner

Gegner Sion wirkt sehr gefestigt, hat im neuen Jahr einen Sieg und ein Unentschieden geholt und von den letzten zehn Spielen nur zwei verloren. Wie geben sich die Walliser vor dem Duell mit dem FCL? Hier erscheint das Sion-Inside.

21

Runde

Sa., Lausanne – GC, 18 Uhr
Sa., Lugano – Winterthur, 18 Uhr
Sa., Sion – Luzern, 20.30 Uhr
So., Thun – YB, 14 Uhr
So., FCZ – Basel, 16.30 Uhr
So., St. Gallen – Servette, 16.30 Uhr

Brack Super League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Thun
FC Thun
20
18
43
2
FC St. Gallen
FC St. Gallen
19
16
37
3
FC Lugano
FC Lugano
20
8
36
4
FC Basel
FC Basel
20
8
33
5
FC Sion
FC Sion
20
6
31
6
BSC Young Boys
BSC Young Boys
20
-2
29
7
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
20
3
27
8
FC Zürich
FC Zürich
20
-7
25
9
FC Luzern
FC Luzern
20
-3
21
10
Servette FC
Servette FC
20
-7
21
11
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
20
-11
17
12
FC Winterthur
FC Winterthur
19
-29
10
Meisterschaftsrunde
Abstiegsrunde
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