Darum gehts
- Ist das der Bedia-Plan? Ihn für 1,2 Mio. kaufen und profitabel weiterverkaufen
- YB liegt sechs Punkte hinter Basel und braucht im Kampf um Europa einen Sieg
- Ausschreitungen nach Cupspiel in Aarau: Polizei droht mit Internet-Pranger
Die News der Woche
Liegt der Bedia-Plan am Ursprung des Reservisten-Daseins von Chris Bedia (30), dem Co-Torschützenleader der Liga (gemeinsam mit Teamkollege Christian Fassnacht und St. Gallens Alessandro Vogt)? Der könnte so aussehen: YB nimmt die unilaterale Kaufoption gegenüber Union Berlin wahr und überweist den Köpenickern die rund 1,2 Millionen Franken, die der Franko-Ivorer kosten dürfte. Obwohl YB keinen Bedarf mehr für dessen Dienste hat. Dann wird Bedia sogleich verkauft, denn für einen Super-League-Torschützenkönig (oder fast) wird man sicher einen Abnehmer finden, der rund das Doppelte bezahlt. Die grosse Frage ist nun: Ist dieser Deal vielleicht schon durch? Denn dann würde es für YB nur darum gehen, Bedia verletzungsfrei durch den Rest der Saison zu bringen. Und die Option wird erst eingelöst, wenn dies gelungen ist. Also im letzten Moment. Vielleicht ist das aber auch nur graue Theorie auf der Suche nach ein bisschen Logik.
Die grosse Frage
Kann YB den Anschluss an einen europäischen Platz halten? Es ist seit Wochen eigentlich immer dieselbe Frage. Doch der Stand ist unverändert der, dass YB den Gegnern hinterherhechelt. Im Moment liegt Basel mit sechs Punkten Vorsprung auf die Berner auf Platz vier. Doch auch Sion, das zwei Punkte vor YB ist und gegen Lausanne zu Hause zu favorisieren ist, muss überholt werden, soll das mit dem Europaplan aufgehen. Klar ist: Ein Dreier gegen das ambitionslose Servette ist ein absolutes Muss!
Gesagt ist gesagt
«Servette befindet sich in einer sehr guten Verfassung. Wir müssen eine starke Leistung zeigen, um die drei Punkte zu gewinnen. Ein Sieg wäre für uns sehr wichtig vor dem zweiwöchigen Unterbruch der Meisterschaft und vor den letzten fünf Partien der Saison.» – Gezeichnet: Gerardo Seoane, YB-Coach.
Mögliche Aufstellung
Keller; Valery, Wüthrich, Lauper, Benito; Fernandes, Gigovic; Fassnacht, Sanches, Monteiro; Bedia.
Wer fehlt?
Verletzt sind Jaouen Hadjam, Facinet Conte und Ryan Andrews.
Neben dem Platz
Jetzt könnte es einigen weiteren Berner Hooligans an den Kragen gehen. Dies im Nachgang zu den massiven Ausschreitungen rund um das YB-Cupout in Aarau im September. YB-Fans hatten im Stadion massiv Feuerwerk gezündet, wodurch sich einige Zuschauer Verbrennungen zuzogen. Und nach dem Spiel gingen Berner auf die Polizei los und sorgten für einen Sachschaden von 200’000 Franken. Sollten sich die Fehlbaren nicht bis 15. April stellen, werde das Bildmaterial der Taten veröffentlicht, droht nun die Polizei. In einem ersten Schritt verpixelt. In einem allfälligen zweiten unzensiert. Wie hatte YB-Präsident Marcel Brülhart an dieser Stelle gefordert? Es müsse viel mehr in Sachen Täter-Ermittlung gemacht werden. Die Aargauer nehmen ihn beim Wort.
Hast du gewusst, dass …
… YB 33 Prozent seiner Spiele gegen Servette verloren hat, nämlich 13 von 40? Eine höhere Niederlagenquote haben die Berner nur gegen Basel mit 39 Prozent. Die Berner sind jedoch seit fünf Spielen gegen Servette ungeschlagen: drei Siege, zwei Unentschieden. Das ist ihre längste Ungeschlagenheitsserie gegen die Grenats überhaupt. Servette ist also nur noch Ex-Angstgegner.
Aufgepasst auf
Chris Bedia. Keine Ahnung, ob er von Beginn weg spielt. Es wäre seit der Ankunft von Samuel Essende Mitte Februar erst das zweite Mal. Wenn er in der Startelf stand, hat er fast in jedem zweiten Spiel getroffen. Gegen Lugano blieb er torlos. Also ist ein Treffer des Franko-Ivorers fällig.
Die Klassenbesten
Blick-Notenschnitt nach 32 Runden:
- Sanches 4,2
- Keller 4,1
- Hadjam 3,9
Hier gehts zu allen Berner Noten.
Der Schiedsrichter
Schiri ist Nico Gianforte, der VAR ist WM-Teilnehmer Fedayi San.
Der Gegner
«Ich habe Jo sofort geschrieben», sagt Servette-Goalie Jérémy Frick. Das Goalie-Urgestein der Grenats wird wieder in der Startelf stehen. Er spricht über die bittere Verletzung von Joël Mall und ihr Verhältnis als Positions-Konkurrenten. Hier erscheint das Servette-Inside.
Runde 33
Sa., Winterthur – GC, 18 Uhr
Sa., FCZ – Lugano, 18 Uhr
Sa., Thun – Basel, verschoben
So., Luzern – St. Gallen, 16.30 Uhr
So., YB – Servette, 16.30 Uhr
So., Sion – Lausanne, 16.30 Uhr
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Thun | 32 | 36 | 71 | |
2 | FC St. Gallen | 32 | 24 | 59 | |
3 | FC Lugano | 33 | 12 | 57 | |
4 | FC Basel | 32 | 8 | 53 | |
5 | FC Sion | 32 | 13 | 49 | |
6 | BSC Young Boys | 32 | 5 | 47 | |
7 | FC Luzern | 32 | 3 | 39 | |
8 | Servette FC | 32 | 0 | 39 | |
9 | FC Lausanne-Sport | 32 | -7 | 39 | |
10 | FC Zürich | 33 | -18 | 34 | |
11 | Grasshopper Club Zürich | 33 | -25 | 27 | |
12 | FC Winterthur | 33 | -51 | 19 |