Nach Ausschreitungen
Sektorsperren für den FC Sion und Lausanne-Sport

Bei den nächsten beiden Spielen zwischen Sion und Lausanne bleiben die Gästesektoren geschlossen. Grund dafür sind die Ausschreitungen rund um das Duell vom letzten Sonntag.
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Beim Spiel zwischen Sion und Lausanne flogen Pyros aus dem Gästesektor auf den Rasen.
Foto: Pascal Muller/freshfocus

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Sion und Lausanne-Fans lieferten sich am Sonntag gewalttätige Auseinandersetzungen
  • 100 Lausanne- und 60 Sion-Fans beteiligt, mehrere Verletzte und Sachschäden
  • Klubs unter Bewährung, bei weiteren Vorfällen drohen Geisterspiele
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Carlo SteinerRedaktor Sport

Die Ausschreitungen beim Spiel zwischen Sion und Lausanne am Sonntag haben Konsequenzen. Die Behörden der Kantone Waadt und Wallis haben beschlossen, dass die Gästesektoren bei den nächsten beiden Duellen der beiden Klubs geschlossen bleiben. Weil Sion in der Meisterrunde steht, Lausanne aber in der Abstiegsrunde spielt, wird die Strafe erst in der kommenden Saison Auswirkungen haben. 

Bei den Sektorsperren handelt es sich um Massnahmen der Stufe 3 im Kaskadenmodell, das die Konferenz der kantonalen Justiz- und Polizeidirektorinnen und -direktoren (KKJPD) auf die Saison 2024/25 eingeführt hat.

Sion und Lausanne sind ab sofort für fünf Spiele auf Bewährung. Kommt es in dieser Frist zu weiteren Vorfällen, würden Massnahmen der Stufe 4 (Geisterspiele) in Betracht gezogen. 

Die Feuerwehr musste ausrücken

«Sowohl vor als auch während des Spiels setzten die Fans des FC Lausanne-Sport in grossem Umfang Pyrotechnik (Feuerwerkskörper und Knallkörper) ein», begründen die Bewilligungsbehörden der beiden Kantone den Entscheid.

«Zudem verursachten sie zahlreiche Sachbeschädigungen. Am Ende der Partie warfen sie Handfackeln auf den Rasen. Auf dem Rückweg zum Bahnhof führten Provokationen auf beiden Seiten zu einer gewalttätigen körperlichen Auseinandersetzung zwischen etwa hundert Fans des FC Lausanne-Sport und etwa sechzig Fans des FC Sion. Bei diesen Zusammenstössen wurden mehrere Fans verletzt. Die Ordnungskräfte mussten Tränengas einsetzen, um die Streitenden auseinanderzutreiben, und die Feuerwehr rückte aus, um Brände sowohl am Ufer der Rhône als auch auf dem Dach eines Gebäudes unter Kontrolle zu bringen.» 

Die beiden Klubs arbeiten an der Identifizierung der Täter. Sollte dies gelingen, drohen individuelle Sanktionen wie Stadion- oder Rayonverbote. 

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