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Co-Präsidentin der KKJPD:«Die Basis soll immer der Dialog mit den Fans sein»

Massnahmen gegen Fangewalt – Behörden und Liga informieren
Kaskadenmodell im Schweizer Fussball kommt

Fangewalt im Umfeld von Fussballspielen gibt in der Schweiz immer wieder zu reden. Nun wollen die Bewilligungsbehörden das Kaskadenmodell trotz Ablehnung von Liga und Klubs einführen. Damit kommt es endgültig zum Bruch zwischen der Politik und dem Fussball.
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Hat der Schweizer Fussball ein Gewalt-Problem?
Foto: Sven Thomann

Kurvensperrungen, Kollektivstrafen, Kaskadenmodell. Immer wieder kommt es im Rahmen von Fussball-Spielen zu gewalttätigen Ausschreitungen. Die ganze Fussball-Schweiz diskutiert darum regelmässig über Fangewalt – und was dagegen zu tun ist.

Die Arbeitsgruppe Bewilligungsbehörden der Konferenz der Kantonalen Justiz- und Polizeidirektorinnen und -direktoren (KKJPD) hat unter Einbezug der Swiss Football League (SFL) im vergangenen Jahr das sogenannte Kaskadenmodell entwickelt.

Die KKJPD will das Kaskadenmodell gegen Fangewalt auf die nächste Saison hin in Kraft setzen. Und zwar trotz Ablehnung der Swiss Football League (SFL) und ihrer Klubs. Dies teilten sie am Donnerstag vor den Medien mit.

SFL und Klubs gehen auf die Barrikade

Gemeinsames Ziel aller Beteiligten sei allerdings, dass das Modell gar nicht zur Anwendung kommen müsse, teilte die Arbeitsgruppe der Bewilligungsbehörden mit. Und trotzdem: Für den Fall, dass der Dialog und die weiteren präventiven Mittel Ausschreitungen nicht verhindern, müssten die Behörden auf ein Instrumentarium zurückgreifen können, das ihnen eine verhältnismässige Reaktion erlaube.

Die SFL und die Fussballklubs lehnten das Modell einstimmig ab. Sie erachten es in der Praxis als nicht zielführend, einseitig und unverhältnismässig. Es vermische Prävention und Repression und fokussiere nicht auf die Verhinderung zukünftiger Gewalttätigkeiten, wie es das vor 15 Jahren eingeführte «Hooligan-Konkordat» vorsehe.

Ebenfalls kritisierten Liga und Klubs, dass unter Berufung auf das Kaskadenmodell einzelne Elemente bereits mehrfach angewendet wurden, obwohl das Modell noch nicht verabschiedet beziehungsweise eingeführt war.

Bewilligungsbehörden enttäuscht

Karin Kayser-Frutschi (57), Co-Präsidentin der KKJPD, zeigte sich enttäuscht über die ablehnende Haltung von SFL und Klubs. Die Justizdirektorenkonferenz halte dennoch an der Einführung des Kaskadenmodells fest: «Die Öffentlichkeit und auch friedliche Fussballfans würden nicht verstehen, wenn die Behörden auf massive Ausschreitungen lediglich mit einer Intensivierung des Dialogs reagieren», sagte sie.

Das Kaskadenmodell umfasst neu vier Eskalationsstufen, die je nach Vorfall automatisch entsprechende Konsequenzen nach sich ziehen. Sie reichen von einem verpflichtenden Dialog zwischen Klubs und Fans mit den Behörden (Stufe 1) bis zu einem Geisterspiel (Stufe 4). (oco)

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Maissen über Fan-Gewalt:«Mit Kollektivstrafen würden Vereine besser achtgeben»
Brack Super League 2026/27
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Lugano
FC Lugano
11
25
31
2
BSC Young Boys
BSC Young Boys
11
17
25
3
FC Sion
FC Sion
11
7
22
4
FC Zürich
FC Zürich
11
-3
17
5
Servette FC
Servette FC
11
2
16
6
FC St. Gallen
FC St. Gallen
11
-4
16
7
FC Basel
FC Basel
11
-3
14
8
FC Luzern
FC Luzern
11
-6
12
9
FC Thun
FC Thun
11
-11
10
10
FC Vaduz
FC Vaduz
11
-1
9
11
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
11
-13
9
12
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
11
-10
6
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