«Zack, zack, zack – plötzlich ist der andere alleine vor dem Tor»
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Kamberi nach FCZ-Niederlage:«Zack, zack, zack – plötzlich ist der andere alleine vor dem Tor»

Es türmen sich die Probleme
Trainer Koller erlebt chaotische Tage mit dem FCZ

Es sind chaotische Tage in Zürich Schwamendingen und im Letzigrund. Bestens in dieses wilde Bild passt das Spiel gegen YB, das die Zürcher gefühlt schon mit vier Toren verloren hatten, als sie am Ende doch noch zur Aufholjagd bliesen.
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Chris Kablan wird vom Platz gefahren. Der Rechtsverteidiger dürfte länger ausfallen.
Foto: IMAGO/Urs Ottiger

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Der FC Zürich verliert zu Hause 2:4 gegen YB, hätte aber ausgleichen können
  • Stürmer Juan José Perea nach Kabinenstreit suspendiert. Wie lange, ist noch offen
  • Captain Lindrit Kamberi spielt mit vierfach gebrochener Nase und trifft zum 2:4
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Alain KunzReporter Fussball

Arbeit allenthalben! Und nicht zu knapp. Marcel Koller (65), der Mann aus Schwamendingen, hat in seiner Heimat in den ersten Wochen als Trainer des FCZ mächtig zu tun! Nicht nur sportlich. Auch neben dem Feld türmen sich die Probleme. Da ist der Fall Juan José Perea (26), der dem Trainer nach dem 3:2-Sieg in Lausanne die Leviten lesen wollte, welch fundamentalen Irrtum dieser begehe, ihm nicht mehr Einsatzzeit zu gewähren. «Er nahm mich in der Kabine am Arm. Wir gingen ins Nebenzimmer. Es wurde laut», schildert der Coach die Szene. Und weiter: «Das geht nicht, dass einer Einsatzzeit fordert. Deshalb haben wir ihn suspendiert.» So war er im Letzigrund denn auch nicht dabei. Wie lange? «Bis auf Weiteres», sagt Koller trocken.

Dann ist da der Fall Betim Fazliji (27), dessen Transfer von St. Gallen zum FCZ aus medizinischen Gründen geplatzt ist. «Wir haben diese Untersuchungen machen lassen und mit dem Arzt geredet», sagt Koller. Das Ergebnis? «Das Risiko wäre zu gross gewesen. Und er hätte auch ein paar Wochen individuell arbeiten und aufgebaut werden müssen. Und dazu haben wir nicht die Zeit.»

Der Coach bestätigt, was sein Präsident Ancillo Canepa (73) zuvor bei Blue gesagt hatte. Schon schräg, dass einer nicht richtig verletzt ist, aber nicht fit genug in dem Moment, in dem er mitten in der Saison einen Klubwechsel vornehmen will. Um aber für St. Gallen noch im August Teileinsätze in Super League und Europacup-Qualifikation zu absolvieren, hat es gereicht. Welch höhere Anforderungen muss es da beim FC Zürich geben als bei einem Verein, der in der letzten Saison immerhin deutlich erfolgreicher war als der Zürcher Stadtklub?

Doron Lichtenstein (20) heisst der Neue auf rechts

Und dann verletzt sich auch noch Chris Kablan (31) ohne gegnerische Einwirkung nach einer halben Stunde. Die Diagnose ist niederschmetternd: Kreuz- und Seitenbandriss. «Er wurde bereits operiert und wird für die nächsten rund neun Monate ausfallen», teilt der FCZ mit. So bereitet auch die Verletztensituation Koller Kopfzerbrechen. Auf der rechten Seite bringt er den jungen Doron Lichtenstein (20). «Er hat das sehr gut umgesetzt. Umso mehr, als er vor zwei Tagen noch 60 Minuten in der U21 gespielt hat. Schon in der Vorbereitung hatte er den einen oder anderen Einsatz. Schon da ist mir aufgefallen, dass er mutig ist, Selbstvertrauen hat, ruft und dirigiert und nach vorne etwas machen kann. Das hat er hervorragend gezeigt. Auch Ilan Sauter, der am Fuss operiert werden musste, fehlt länger. Wir haben viele Junge in der Mannschaft. Jetzt ist noch einer dazugekommen. Er wird auf dieser Position bleiben.»

Bei all diesen Problemen kommt es nicht überraschend, dass sich das Spiel gegen YB nach 75 Minuten und einem 1:4-Rückstand fast schon wie eine Kanterniederlage anfühlt. Doch nach dem 2:4 versuchen die Zürcher immerhin alles, um zurückzukommen. Captain Lindrit Kamberi (26), der bei mehreren Toren schlecht ausgesehen hat, wird mit vierfach gebrochener Nase zum Vorfighter mit Maske, macht das 2:4 per Freistoss selbst und bläst damit doch noch einmal zur Aufholjagd.

Kamberi: «Wir müssen umzverrecke verteidigen wollen»

Zwei Mal trifft der FCz noch Aluminium. Kamberi, der einer der beiden Alu-Schützen war, sagt: «Wenn du immer zwei, drei oder vier Tore kassierst, ist es schwierig zu punkten. Da müssen wir bewusster werden und das Tor umzverrecke verteidigen wollen und alles hineinwerfen. Dann können wir auch unseren Offensivleuten etwas garantieren. Wenn sie das Gespür haben, dass wir hinten die Null halten können, ist es für sie einfacher.» Am Ende hätte man aber das eine oder andere Tor mehr verdient gehabt.

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Als Bonusspiel mochte der Volketswiler den Match gegen die derzeit nicht zu stoppende Berner Angriffsarmada nicht bezeichnet sehen. «Jedes Spiel ist ein Wettkampfspiel. Wir gingen nicht mit dem Gedanken ins Spiel, dass YB Favorit sei und wir uns deshalb ein bisschen zurücklehnen können. Das hat man auch gesehen.» Und jetzt kommt das Spiel, das null Komma null Bonusspiel-Charakter hat: das Derby gegen den neuen Tabellenletzten GC, der am Mittwoch gegen St. Gallen die Rote Laterne abgeben will. Kamberi eindringlich: «Jetzt gilt es, das Derby zu gewinnen. Fertig.»

Brack Super League 2026/27
Mannschaft
SP
TD
PT
1
BSC Young Boys
BSC Young Boys
6
12
14
2
FC Lugano
FC Lugano
4
10
12
3
FC Basel
FC Basel
5
3
10
4
FC St. Gallen
FC St. Gallen
4
1
7
5
FC Sion
FC Sion
4
1
6
6
FC Thun
FC Thun
4
-5
6
7
FC Zürich
FC Zürich
6
-7
6
8
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
5
-1
5
9
FC Luzern
FC Luzern
5
-4
5
10
Servette FC
Servette FC
4
-1
4
11
FC Vaduz
FC Vaduz
5
-2
3
12
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
4
-7
1
Meisterschaftsrunde
Abstiegsrunde
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