Duma-Abgeordnete Swetlana Schurowa im Blick-Interview
«Putin? Möglich, dass er bei Sion-Spiel im Stadion ist»

Swetlana Schurowa (53) aus der Oblast Leningrad war 2006 Olympiasiegerin im Eisschnelllauf über 500 Meter. Heute sitzt sie für die Putin-Partei «Einiges Russland» im russischen Parlament, der Duma. Sie beantwortet für Blick fünf Fragen zum Spiel in St. Petersburg.
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Swetlana Schurowa ist Duma-Abgeordnete und war während den Olympischen Winterspielen in Sotschi Bürgermeisterin des Austragungsortes.
Foto: Keystone

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Swetlana Schurowa verteidigt Spiel zwischen FC Sion und Zenit St. Petersburg
  • Schurowa betont, Sport sollte neutral sein und nicht von Politik beeinflusst werden
  • Putin könnte beim Spiel anwesend sein, hat aber eine enge Agenda
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Alain KunzReporter Fussball

Blick: Das Spiel des FC Sion in St. Petersburg – das ist doch reine Russen-Propaganda?
Swetlana Schurowa:
Das ist Propaganda für den Sport! Für normalen Sport, wie er sein sollte. Es gibt keinen politischen Hintergrund. Einzig Sport. Einzig Fussball. So wie es laut Olympia-Charta sein sollte, die besagt, dass Politik im Sport nichts zu suchen hat. Ich bin glücklich, dass es noch Länder und Mannschaften gibt, die pro Sport sind. Die ehre ich.

Will Russland mit solch einem Spiel aufzeigen, dass im eigenen Land alles normal ist?
Alles ist normal in Bezug auf Sport und wir sind bereit zu kooperieren und uns mit anderen zu messen. Denn das müssen wir, um unsere Skills nicht zu verlieren.

Verstehen Sie die Gründe für die Kritik aus der Schweiz?
Ich verstehe sie insofern, als die Menschen aufgeheizt werden. Wenn es keine Befehle dazu geben würde, müssten wir diesen Diskurs nicht führen. Gewöhnliche Fans sind doch alle für den Sport. Fans, die überzeugt sind, dass es keine Teilung aufgrund von Nationalität und keine Diskriminierung aufgrund von Hautfarbe, Religion oder Nationalität geben dürfte. Das sind die richtigen Fans, die sich nicht aufblasen, nicht hassen, nicht übertreiben.

Wladimir Putin ist Fan von Zenit St. Petersburg. Wird er vielleicht sogar an diesem Spiel sein?
Ich weiss nicht. Alles ist möglich. Man muss seine Agenda anschauen. Am Ende des Tages ist er unser Präsident, also hat er sicher wichtige Staatsdinge zu erledigen. Wenn es eine Gelegenheit gibt, ist er vielleicht im Stadion. Aber seine Agenda ist wie gesagt sehr eng.

Ich gehe davon aus, dass Sie die Sanktionen von Fifa und Uefa gegen ihre Nationalmannschaft und die russischen Klubs als nicht korrekt erachten?
Das ist richtig. Da wird mit verschiedenen Ellen gemessen. Es gibt auch Konflikte in anderen Staaten, auch bewaffnete. Doch das IOC und die internationalen Verbände sagen in diesen Fällen: Das sind andersartige Konflikte. Können Sie mir sagen, inwiefern? Ich will damit nicht sagen, dass auch diese Staaten sanktioniert werden sollen, unter gar keinen Umständen. Es soll auch keine Sanktionen gegen Athleten aus Israel, Palästina oder dem Iran geben. Aber dann heben Sie bitte jene gegen die Russen auf! Sport sollte ein neurales Betätigungsfeld sein. Athleten sollten nicht für etwas bestraft werden, das komplett falsch ist. Was ist denn das für eine Art Bestrafung?

(Dieses Interview fand schriftlich mit Hilfe von Denis Butyrsky von RB Sports statt) 

Brack Super League 25/26 - Meisterrunde
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Thun
FC Thun
38
28
75
2
FC St. Gallen
FC St. Gallen
38
25
70
3
FC Lugano
FC Lugano
38
17
67
4
FC Sion
FC Sion
38
23
63
5
FC Basel
FC Basel
38
-3
56
6
BSC Young Boys
BSC Young Boys
38
11
55
Champions League-Qualifikation
Conference League Qualifikation
Brack Super League 25/26 - Relegationsrunde
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Luzern
FC Luzern
38
10
53
2
Servette FC
Servette FC
38
8
53
3
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
38
-14
42
4
FC Zürich
FC Zürich
38
-23
38
5
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
38
-26
33
6
FC Winterthur
FC Winterthur
38
-56
23
Relegation Play-Offs
Abstieg
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