Darum gehts
- Boris Cespedes' Dopingsperre von 24 auf 15 Monate verkürzt
- Der Spieler wurde im März 2025 positiv auf Acetazolamid getestet
- 19-facher bolivianischer Nationalspieler ab August 2026 wieder spielberechtigt
Teilerfolg für Boris Cespedes (30): Die Dopingsperre gegen den bolivianischen Nationalspieler mit Vergangenheit bei Servette, Yverdon und Étoile Carouge wurde von 24 auf 15 Monate verkürzt. Somit ist der Mittelfeldspieler ab August wieder spielberechtigt. Der Internationale Sportgerichtshof CAS hat die ursprüngliche Strafe der Fifa-Disziplinarkommission reduziert.
Der einstige Schweizer Junioren-Nationalspieler wurde im März 2025 nach dem Länderspiel von Bolivien gegen Uruguay, das er selbst von der Bank aus beobachtet hatte, positiv auf das verbotene Acetazolamid getestet. Laut dem Spieler geht die Einnahme der Substanz auf ein Medikament zurück, das ihm der Teamarzt aufgrund einer Höhenkrankheit gegeben habe. Das Spiel fand in El Alto auf fast 4100 Metern über Meer statt.
Acetazolamid lindert Symptome wie Kopfschmerzen oder Übelkeit und verbessert die Schlafqualität in der Höhe. Weil es jedoch die Wasserausscheidung des Körpers beschleunigt, steht es als sogenanntes Maskierungsmittel auf der Liste der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA). Die Einnahme kann die Nachweisbarkeit anderer verbotener Substanzen verhindern.
Seit Ende April 2025 (mit Yverdon gegen Basel) hat Cespedes kein Spiel mehr absolviert. Dennoch kämpft er weiter um die Fortsetzung seiner Karriere. Dass er das Fifa-Urteil an den Internationalen Sportgerichtshof weitergezogen hat, hat sich nun gelohnt. Gut möglich also, dass der 19-fache Nationalspieler, der während seiner ganzen Karriere in der Schweiz gespielt hat, in der neuen Saison auf die hiesigen Fussballplätze zurückkehren wird – wenn er denn einen Klub findet.

