Darum gehts
Das 3:0 gegen einen schwachen FC Basel verbessert das Gesamtbild kein bisschen: Die Saison von YB war inakzeptabel schwach. Nun beginnt der Umbau des Teams. Im Staff ist er bereits vollendet. Für den altershalber abtretenden Gérard Castella (73) kommt neu Marc Hottiger als Ausbildungschef. Und der Vertrag von Zoltan Kadar, einem der drei Assistenten von Trainer Gerardo Seoane, wird nicht verlängert, sodass der Coach fortan mit zwei Assis arbeiten kann.
Es sollen nicht 15 Spieler verabschiedet werden
Viel schwieriger wird es, die Mannschaft qualitativ und numerisch dorthin zu bringen, wo man sie haben will. «Für den einen oder anderen wird der Weg nicht weitergehen, denn ohne das europäische Geschäft muss das Kader kleiner werden», sagt der Chief Sports, Christoph Spycher. «Das war nicht einfach für Gerry. Jetzt müssen wir ein kompaktes Kader hinkriegen. Um wieder Erfolg zu haben, müssen wir mehr eine Mannschaft sein», so Spycher gegenüber Blue weiter. «Aber wir werden nicht 15 Spieler verabschieden.» Es würden nun intensive Gespräche mit den Spielern geführt.
Der Fall Blum
Die Ausgangslage ist folgende: Von den aktuell 30 Spielern im YB-Kader laufen bloss die Kontrakte der drei Goalie-Back-ups aus und dazu jene der Leihspieler Chris Bedia, Dominik Pech und Yan Valery. Bei Pech wird man die Kaufoption ziehen, das hat der Junge nun verraten. Bei Bedia ist das ebenfalls wahrscheinlich, und sei es nur, um ihn sogleich weiterzuverkaufen. Auch im Fall Valery ist es vorstellbar, weil Ryan Andrews nach seinem Kreuzbandriss im Optimalfall erst im Oktober wieder zur Verfügung stehen wird.
Allerdings kommt mit Lewin Blum ein zuletzt an Charleroi verliehener Spieler zurück. Es sei denn, die Belgier lösen die Option ein. Was bis vor kurzem kaum vorstellbar war, weil Blum Reservist war und Charleroi eine Negativserie hinlegte. Doch nun ist Blum gesetzt, Charleroi gewinnt Spiel um Spiel und ist in den Europa-Playoffs der Jupiler Pro League plötzlich wieder voll im Rennen um einen Europacupplatz. Die Ausgangslage hat sich in den letzten Wochen komplett verändert. Wie das halt üblich ist in diesem schnelllebigen Business. Ein gutes Beispiel dafür, dass die Kaderplanung oft nicht so früh vorangetrieben werden kann, wie man das gerne hätte.
Und dann sollen auch Verstärkungen her...
Erschwerend kommt hinzu, dass weitere Leihspieler wie der frischgebackene Schweizer Meister Kastriot Imeri im Grundsatz zurückkommen. Acht Stück an der Zahl! Das Kader wird in einer ersten Phase auf dem Papier 34 Namen umfassen! Da wird es ganz, ganz viele «Lösungen» brauchen müssen, um den Umbau voranzutreiben. Denn es sollen ja auch Verstärkungen her. Gerade zum Beispiel in der Innenverteidigung.
Pech ist Males ans Herz gewachsen
Doch zurück zu «Spoiler-Pech». Trainer Seoane rüffelt den Mann aus Prag zwar für seine nicht YB-like Art der offensiven Kommunikation. Aber die war höchst erfrischend und geschah ungezwungen in der grossen Euphorie seines ersten YB-Tores. «Ein junger Spieler mit sehr gutem Potenzial», charakterisiert der Coach den Blondschopf. «Er hat grosse Entwicklungsschritte gemacht, auch bei Sachen, die nicht immer sichtbar sind. So im taktischen Bereich oder bei den Entscheidungen, die er trifft.» Und auch Darian Males, der den Tschechen quasi unter seine Fittiche genommen hat, ist voll des Lobes: «Ich verbringe viel Zeit mit ihm. Er ist mir echt ans Herz gewachsen. Ein Superjunge mit Riesenpotenzial! Und er arbeitet enorm viel an sich. Ich bin extrem stolz auf ihn, dass er solch eine Leistung hat zeigen können.» Als Belohnung kriege er noch eine spezielle Umarmung.
Und so vergrössert YB mit der ersten getroffenen Entscheidung sein Riesenkader erst mal. Die Büez wird riesig sein. Aber nicht im Hinblick auf eine frühe europäische Qualifikationsrunde, wie so oft in den letzten Jahren. Daran, dass es diese nicht gibt, muss man sich in Bern erst noch gewöhnen.
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Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Thun | 36 | 33 | 74 | |
2 | FC St. Gallen | 36 | 23 | 66 | |
3 | FC Lugano | 36 | 13 | 63 | |
4 | FC Sion | 36 | 23 | 61 | |
5 | FC Basel | 36 | 3 | 56 | |
6 | BSC Young Boys | 36 | 6 | 51 |
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Luzern | 36 | 6 | 47 | |
2 | Servette FC | 36 | 4 | 47 | |
3 | FC Lausanne-Sport | 36 | -10 | 42 | |
4 | FC Zürich | 36 | -20 | 38 | |
5 | Grasshopper Club Zürich | 36 | -29 | 27 | |
6 | FC Winterthur | 36 | -52 | 23 |
