Darum gehts
- Basel zittert um Europa-Teilnahme, YB verpasst Europa
- Letztes Mal ohne YB und Basel in Europa: vor 25 Jahren
- Leihspieler Pech äussert sich zu seiner YB-Zukunft
Seit letzter Woche wusste man: YB kann die europäischen Plätze nicht mehr erreichen. Seit gestern weiss man: Der FC Basel hat auch nur noch eine minime Chance. Dass gleich beide Schwergewichte des Schweizer Fussballs in diesem Jahrtausend nicht europäisch sind, gabs zuletzt vor 25 Jahren. Das 3:0 der Berner gegen ein nach der Pause schwaches Basel könnte also Historisches begründen.
Klar: Arithmetisch ist noch nichts fix. Allerdings muss nun das formstarke Sion, das gegen Thun zum fünften Mal in Folge gewann und zum fünften Mal zu Null, seine beiden verbleibenden Spiele gegen Lugano und in Bern verlieren. Und Basel muss gegen St. Gallen und in Lugano bei der Dernière im Cornaredo siegen. Beides in Anbetracht der Formstände unwahrscheinlich.
Glaubt denn der Coach noch daran? «Jetzt brauchts ein kleines Wunder», sagt Stephan Lichtsteiner. Und wie siehts tief in seinem Inneren aus? «Du kennst mich. Ich gebe nie auf. Nie! Aber es wird sehr schwer.» Zumal es einmal mehr nach einer guten Leistung gegen Thun (3:1) gleich wieder einen Rückfall gab. Mit einer anständigen ersten Halbzeit, und einer schlechten zweiten, die gleich mit zwei YB-Topchancen beginnt, bevor Dominik Pech (19) das Skore eröffnet. Lichtsteiner: «Da haben wir es nicht geschafft, dagegenzuhalten.»
«Es ist noch nicht hundertprozentig»
Apropos Pech: Der talentierte Tscheche, der mit diesem Namen auch noch mit der Nummer 13 aufläuft, ist der Glücksbringer. Und er liefert gleich noch einen kleinen Spoiler, als er nach dem Spiel zuerst sagt, dass er sich grossartig fühle nach seinem ersten Tor für die Berner. Er ist ja von Slavia Prag ausgeliehen, YB hat aber eine Kaufoption. Bleibt er in Bern? «Ich habe mit den Verantwortlichen geredet. Ich werde bleiben.»
Aha. Also wird die Option eingelöst? «Es ist noch nicht hundertprozentig. Aber ich dürfte in diesem grossartigen Klub bleiben. Und wir werden eine viel bessere Saison hinlegen», verspricht er gleich noch. Trainer Gerado Seoane bestätigt nichts, sagt aber erstaunt: «Wie auf dem Platz: Auch da hat er noch einiges zu lernen … Nämlich dass er Informationen nach Glücksgefühlen aus erster Hand nicht sofort kommuniziert.»
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Thun | 36 | 33 | 74 | |
2 | FC St. Gallen | 36 | 23 | 66 | |
3 | FC Lugano | 36 | 13 | 63 | |
4 | FC Sion | 36 | 23 | 61 | |
5 | FC Basel | 36 | 3 | 56 | |
6 | BSC Young Boys | 36 | 6 | 51 |
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Luzern | 36 | 6 | 47 | |
2 | Servette FC | 36 | 4 | 47 | |
3 | FC Lausanne-Sport | 36 | -10 | 42 | |
4 | FC Zürich | 36 | -20 | 38 | |
5 | Grasshopper Club Zürich | 36 | -29 | 27 | |
6 | FC Winterthur | 36 | -52 | 23 |
