Grosse Enttäuschung bei YB-Captain Benito über verpassten Europacup
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«Tut extrem weh»:Grosse Enttäuschung bei YB-Captain Benito über verpassten Europacup

«Jeder hat seinen Beitrag nicht erfüllt»
Verpasster Europacup ist die Spitze der verkorksten YB-Saison

Gerardo Seoane übernimmt nach dem historischen Europacup-Aus von YB die Verantwortung für die verkorkste Saison. Der Trainer spricht über eine schonungslose Analyse, die ansteht sowie über seine Zukunft.
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Gerardo Seoane verlässt Lugano mit gesenktem Kopf.
Foto: Claudio de Capitani/freshfocus

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • YB verpasst Europacup nach Niederlage gegen Lugano
  • Erstmals seit 13 Jahren keine internationale Teilnahme für Stadberner
  • YB kassierte historisch viele Gegentore, nur Zürcher Klubs schlechter
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Carlo Emanuele FrezzaReporter Fussball

Drei Spieltage vor Schluss ist die Saison für YB gelaufen – und das wird ausgerechnet an dem Tag klar, an dem Kantonsrivale Thun sich zum Sensationsmeister kürt. Von einem solchen Erfolg sind die Stadberner weit entfernt. Für sie ging es zuletzt noch um die Europacup-Qualifikation, doch nach der Niederlage in Lugano ist auch das nicht mehr erreichbar.

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Damit steht fest, dass im kommenden Jahr andere Super-League-Teams die Schweiz international vertreten. Erstmals seit 13 Jahren wird YB europäisch nicht dabei sein. Ein Schlag für die ganze Stadt. Die Enttäuschung ist entsprechend gross. Goalie Marvin Keller (23) spricht von einer «miserablen Saison». Captain Loris Benito (34) formuliert es ähnlich: «Es tut unglaublich weh, dass wir unser Minimalziel nicht erreicht haben. Es zeigt, dass einiges nicht gut gelaufen ist.»

Defensive das grosse YB-Problem

Alle Punkte werden an dieser Stelle nicht aufgelistet. Einer davon ist aber in der Defensive zu suchen. Gegen Lugano fiel das entscheidende Gegentor zwar spät und nach einem Standard, doch grundsätzlich war die Abwehr über die gesamte Saison die grosse Baustelle. YB kassierte so viele Gegentore wie noch nie in der Super League – nur die Keeper, der drei Zürcher Klubs FCZ, GC und Winterthur haben noch öfter hinter sich greifen müssen.

Gerardo Seoane (47) nimmt dafür sowie auch für das Verpassen des Europacups die Schuld auf sich. «Wir stehen alle in der Verantwortung – als Trainer sowieso. Wenn eine Saison so verläuft, dann hat jeder seinen Beitrag nicht zu 100 Prozent erfüllt.» Viel über das Verpassen des Minimalziels mag Seoane aber nicht sagen. Er richtet den Blick lieber nach vorne.

«Diese Frage müssen Sie anderen stellen»

Er will nämlich nichts davon hören, dass nun drei Kehrausspiele anstünden. «Es geht noch um Rangierungen. Wir wollen bis zum Schluss unsere bestmögliche Leistung abrufen», betont Seoane. Welche Rangierung er damit genau meint, bleibt offen. Zum fünften Rang des FCB fehlen allerdings acht Punkte, bei noch neun zu vergebenden Zählern. Ein Ding der Unmöglichkeit. 

Immerhin nennt Seoane einen weiteren Grund, weshalb für ihn keine bedeutungslosen Partien anstehen: Er sieht die Chance, jenen Spielern (mehr) Einsatzzeit zu geben, die er und der Klub auch in Zukunft einplanen.

Danach komme es aber zu einer tiefen und knallharten Analyse. «Da wird es um Massnahmen gehen, damit wir nächste Saison hoffentlich besser auftreten werden.» Ob Seoane dann aber noch an der Seitenlinie steht? «Die Frage müssen Sie anderen stellen. Ich habe einen gültigen Vertrag. Das ist alles, was es dazu zu sagen gibt.»

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