Auswärts eine Macht
FCSG stellt Vereinsrekord auf – Verteidiger geht

Nach dem Halbfinaleinzug ist vor dem Liga-Alltag. Kommt der FCSG mit dem Druckabfall klar? Warum ist man auswärts so stark? Und was ist besser: Acker oder Kunstrasen? Die Fragen zum Espen-Inside.
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Chima Okoroji (l.) spielt lieber auf einem Acker als auf Kunstrasen.
Foto: keystone-sda.ch
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Stefan KreisReporter Fussball

Die News der Woche

Der Abgang von Albert Vallci. 114 Pflichtspiele hat der Innenverteidiger in Grün-Weiss absolviert, sowohl auf als auch neben dem Platz war der Österreicher ein Leader – und allseits beliebt. Weil Vallci unter Enrico Maassen aber bloss zweite Wahl ist, kam er mit dem Wunsch nach einer Veränderung auf die Klubspitze zu. Sturm Graz heisst sein neuer Arbeitgeber. Nach Stephan Ambrosius verliert der FCSG in diesem Transferfenster bereits den zweiten Innenverteidiger. Was im Umkehrschluss bedeutet, dass Abwehrboss Jozo Stanic der Ostschweiz erhalten bleiben wird. Der spielt bislang eine überragende Saison und ist beim Halbfinaleinzug gegen den FCB einer der besten Spieler auf dem Platz. Klar, dass die Interessenten Schlange stehen. Acht Vereine sollen sich nach dem 26-Jährigen erkundigt haben. Maassen aber schiebt den Wechselgerüchten einen Riegel: «Er wird bleiben. Jozo weiss, was er an uns hat. Und wir wissen, was wir an ihm haben.» 

Die grosse Frage

Wie gross ist der Druckabfall? Wer im Viertelfinal den grössten noch verbliebenen Brocken eliminiert, schwebt auf einer Wolke. Die Aufgabe der St. Galler wird es nun auswärts gegen Lausanne sein, dem Druckabfall entgegen zu treten. «Wir müssen zu 100 Prozent bei der Sache sein und den Schwung mitnehmen», sagt Maassen. Der hat sich nach dem Sieg gegen den FCB ein Gläschen Rotwein gegönnt, um runterzukommen.

Gesagt ist gesagt

«Lieber Acker statt Kunstrasen.» FCSG-Verteidiger Chima Okoroji spielt lieber auf einem richtigen Fussballrasen statt auf Plastik. Auf die Frage, ob er ein Duell auf der Schützenwiese einem Auswärtsmatch in Lausanne vorziehe, antwortet der Münchner: «Ich würde den Acker nehmen.»

Mögliche Aufstellung

Zigi; May, Stanic, Okoroji; Stevanovic; Vandermersch, Daschner, Boukhalfa, Witzig; Baldé, Vogt. 

Wer fehlt?

Gaal, Görtler, Verinac (alle gesperrt). Fazliji, Owusu, Konietzke, Büttiker, Neziri (alle verletzt). 

Neben dem Platz

Noch ist der Cup-Halbfinal in weiter Ferne, gleichwohl äussert sich Enrico Maassen zum Los. «Das ist ein interessenter Gegner. Klar hätten wir gerne zuhause gespielt, aber das können wir nicht beeinflussen. Wir haben als Trainer-Team in Yverdon noch nicht gewonnen, das ist für uns eine Challenge. Wir sind zwar der Favorit und so wollen wir auch auftreten, aber uns ist bewusst, dass wir bis zum Ende kämpfen müssen.»

Hast du gewusst, dass...

... der FCSSG einen Vereinsrekord aufgestellt hat? Noch nie in seiner Super-League-Geschichte waren die St. Galler in fünf Auswärtsspielen in Folge ungeschlagen. Schon jetzt hat man in der Fremde einen Punkt mehr geholt als in der kompletten abgelaufenen Saison. Warums auswärts plötzlich läuft, kann Maassen auch nicht sagen. «Das ist die Gretchenfrage. Wir nehmen uns auswärts nichts anderes vor als zuhause und wollen auf dem selben Niveau spielen.»

Aufgepasst auf

Diego Besio. Als der erst 19-Jährige im Cup-Halbfinal für Alessandro Vogt eingewechselt wird, macht sich auf den Rängen vereinzelt Unmut breit. Dabei hat der jüngere Sohn von Ex-FCSG-Profi Claudio Besio (55) zuletzt angedeutet, was in ihm steckt. Beim 3:1-Sieg gegen Sion braucht der Gossauer nur gerade 11 Minuten für seinen ersten Super-League-Treffer. Und auch gegen den FCB macht er einen guten Job.

Die Klassenbesten

Blick-Notenschnitt nach 22 Runden (ein Spiel ausstehend):

1. Zigi 4,5
2. Vogt 4,4
3. Görtler 4,4

Hier gehts zu allen Espen-Noten.

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Der Schiedsrichter

Folgt.

Der Gegner

Jahrelang hat Chima Okoroji unter Peter Zeidler gekickt, nun steht der Ex-Espe beim Gegner an der Seitenlinie. Für den FCSG-Verteidiger ist das nicht verwirrend, wie er mit einem Schmunzeln verrät: «Wenn ich Anweisungen annehmen, dann nur von Enno.» Also von Enrico Maassen.

23

Runde

Sa., Sion – Luzern, 18 Uhr
Sa., Winterthur – Lugano, 18 Uhr
Sa., GC – YB, 20.30 Uhr
So., Servette – Thun, 14 Uhr
So., Basel – FCZ, 16.30 Uhr
So., Lausanne – St. Gallen, 16.30 Uhr

Brack Super League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Thun
FC Thun
22
22
49
2
FC Lugano
FC Lugano
22
11
40
3
FC St. Gallen
FC St. Gallen
21
14
38
4
FC Basel
FC Basel
22
8
36
5
FC Sion
FC Sion
22
6
33
6
BSC Young Boys
BSC Young Boys
22
-2
32
7
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
22
2
28
8
Servette FC
Servette FC
22
-5
25
9
FC Zürich
FC Zürich
22
-11
25
10
FC Luzern
FC Luzern
22
-3
23
11
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
22
-11
19
12
FC Winterthur
FC Winterthur
21
-31
13
Meisterschaftsrunde
Abstiegsrunde
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