Darum gehts
Wer talentbefreit ist, wird nicht Fussballprofi, so viel ist klar. «Aber», so U17-Nati-Coach Luigi Pisino. «Talent steht nicht an erster Stelle. Wichtig ist die Persönlichkeit, die Mentalität, das Spielverständnis. Jene Nachwuchsspieler, die es zum Profi schaffen, müssen Dinge nicht dreimal wiederholen, bevor sie es verstehen. Sie übernehmen Verantwortung, sind mutig, besitzen die nötige Resilienz.»
Eigenschaften, die jenen sechs Schweizer Juwelen zugesprochen werden, die im Herbst an der U17-WM in Katar für die grössten Schlagzeilen sorgten.
Giacomo Koloto (18, FC Basel)
Der Überflieger! Hat sich beim FCB unter Neo-Coach Stephan Lichtsteiner einen Stammplatz im Sturm ergattert. Höhepunkt ist seine Doublette gegen Lausanne, die er im Stile eines Top-Stürmers erzielt. «Überraschend ist diese Entwicklung nicht», sagt Pisino. «Giacomo hat eine aussergewöhnliche Mentalität, er ist ein harter Arbeiter und in dieser Hinsicht schon seit längerem ein Profi.»
Mladen Mijajlovic (17, SC Freiburg)
Der Raumdeuter! Liest das Offensivspiel, sieht Räume, wo gar keine sind. Spielt seit letztem Sommer für den Nachwuchs des SC Freiburg, trifft dort in der U19-Nachwuchsliga unter anderem auf die Juwelen des FC Bayern München. Drei Tore und drei Assists in 11 Einsätzen hat der Mann aus Zofingen AG erzielt.
Jill Stiel (17, FC Zürich)
Der Stratege! Zieht an der WM im defensiven Mittelfeld die Fäden, debütiert im Januar bei der 3:4-Niederlage gegen den FCB für die erste Mannschaft. Kickt für gewöhnlich in der Promotion League und ist dort in dieser Saison in elf Spielen an sechs Toren direkt beteiligt.
Adrian Llukes (17, FC Sion)
Der Spektakelmann! Versprüht an der WM mit seinen Tricks Magie. Macht mit dem Ball Dinge, die anderen Fussballer nicht mal einfallen. Kommt in dieser Saison auf fünf Super-League-Einsätze für seinen Stammklub. Zuletzt im Kader, aber ohne Spielminuten.
Nevio Scherrer (17, FC St. Gallen)
Der Tausendsassa! Muss an der U17-WM zwischen die Pfosten stehen, weil das Wechselkontingent erschöpft ist, spielt für gewöhnlich im Sturm. Debütiert am 8. März beim 3:0-Sieg gegen den FC Basel für die erste Mannschaft und erntet Lob von Chefcoach Enrico Maassen. Sammelt zuvor 1. Liga-Erfahrung mit der U21 von Grün-Weiss.
Ethan Bruchez (17, Lausanne-Sport)
Der Pechvogel! Gilt als jenes Juwel, das den Durchbruch am ehesten schaffen könnte. Zieht in der Promotion League im defensiven Mittelfeld die Fäden, kämpft aber mit Verletzungen. An der U17-WM zieht ihn eine Schlüsselbeinverletzung aus dem Verkehr, nun fällt er mit einer Kreuzbandfraktur bis zum Saisonende aus.
Es ist ein Schicksal, das zeigt: Egal, wie viel Talent ein Spieler hat. Egal, was für eine Mentalität und Persönlichkeit. Eine Garantie, es zum Fussballprofi zu schaffen, gibt es nie.
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Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Thun | 30 | 38 | 71 | |
2 | FC St. Gallen | 30 | 23 | 55 | |
3 | FC Lugano | 30 | 10 | 50 | |
4 | FC Basel | 30 | 6 | 49 | |
5 | FC Sion | 30 | 9 | 45 | |
6 | BSC Young Boys | 30 | 5 | 45 | |
7 | FC Luzern | 30 | 2 | 36 | |
8 | FC Lausanne-Sport | 30 | -4 | 36 | |
9 | Servette FC | 30 | -8 | 33 | |
10 | FC Zürich | 30 | -17 | 31 | |
11 | Grasshopper Club Zürich | 30 | -18 | 24 | |
12 | FC Winterthur | 30 | -46 | 19 |