Betim Fazliji (26) ist einer der grössten Pechvögel der St. Galler Fussballgeschichte. Schon zweimal hat sich das Mittelfeldhirn der Espen das Kreuzband gerissen. Insgesamt war er 766 Tage verletzt, verpasste über 100 Pflichtspiele für Grün-Weiss.
Seine positive Aura aber hat die Frohnatur aus dem Rheintal nicht verloren. Obwohl der Mittelfeldspieler im Cupfinal nicht zum Einsatz kommt, nimmt er sich nach der Feier Zeit und sagt zu allen Final-Helden ein paar Worte.
Lukas Watkowiak
«Unser Titan. Er hat uns gegen Wil und Rapperswil im Penaltyschiessen gerettet. Seinen Fehler im Final haben wir ihm schon lange verziehen.»
Lawrence Ati Zigi
«Unser Panther, er ist eine Katze. Kommt im Final rein, ist noch nicht mal richtig eingewärmt und zeigt, dass er einfach der beste Torhüter ist.»
Tom Gaal
«Für mich der Final-MVP. Ein mega, mega cooler Typ, eher ruhig. Ich mag ihn sehr gerne.»
Jozo Stanic
«Unser kroatischer Psycho. Ich habe noch nie einen Tag erlebt, an dem er nicht geschrien hat. Aber ich glaube, das passt sinnbildlich zu dem, was er auf dem Platz zeigt.»
Chima Okoroji
«Hat wirklich eine brutale Saison gemacht. Ein ruhiger, gelassener Typ. Aber er taut in der letzten Zeit immer mehr und mehr auf.»
Lukas Daschner
«Mein Homie, ich kenne ihn aus gemeinsamer Zeit beim FC St. Pauli. Unsere Nummer 10. Mit ihm hatte ich in Hamburg eine geile Zeit, jetzt in St. Gallen eine noch geilere.»
Hugo Vandermersch
«Unser Gigolo, der bestaussehende Aussenverteidiger, den wir haben.»
Lukas Görtler
«Unser Capitano, eine Legende, ein Fussballgott.»
Carlo Boukhalfa
«Unser Goalgetter im Mittelfeld. Hat in dieser Saison sehr viele Tore geschossen. Auf dem Platz wird er nie müde, dafür hat er meinen grössten Respekt.»
Mihailo Stevanovic
«Ich habe ihm nach dem Final gesagt, er habe wie Cancelo gespielt. Ein ganz, ganz guter Typ.»
Alessandro Vogt
«Unser Stolperi, aber trotzdem brandgefährlich. Seinen Transfer in die Bundesliga mag ich ihm von Herzen gönnen. Er hat bislang eine Bilderbuchkarriere hingelegt und ich hoffe, dass es so weitergeht.»
Aliou Baldé
«Unser Turbozünder. Ich glaube, der hat gleich viel PS wie ein Porsche.»
Christian Witzig
«Was will ich zu ihm sagen? Er ist Ostschweizer wie ich. Er hat es nicht einfach gehabt mit der Verletzung vor dem Final. Und dann macht er mit seinem ersten Ballkontakt solch einen Treffer. Wahnsinn.»
Mit Joel Ruiz, Cyrill May, Corsin Konietzke, Nino Weibel, Diego Besio und Nevio Scherrer haben die Espen sechs weitere Ostschweizer im Kader, die in dieser Saison schon Spuren hinterlassen haben. Ruiz und Weibel beispielsweise standen beim Halbfinal-Sieg gegen Yverdon in der Startelf.
Für Fazliji, der ebenfalls seit seiner Jugend grün-weiss trägt, platzt fast vor Stolz: «Ich war selber in dieser Position und ich glaube, alle haben ganz viel Respekt verdient. Aber sie müssen jetzt dranbleiben, es ist noch nichts erreicht. Alle sind auf einem super Weg, jetzt müssen sie weiter hart arbeiten.»
Damit das nächste Kapitel in der grün-weissen Vereinshistorie von Eigengewächsen geschrieben werden kann.
