«Danke St. Gallen, aber ...»
CC erfährt mit Pauken und Trompeten von der Europa-Quali

Sion ist nach neun Jahren endlich wieder europäisch. Dem FC St. Gallen sei Dank! Christian Constantin nahm das mit Pauken und Trompeten zur Kenntnis. Und Didier Tholot ist ziellos.
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Da schrieb der FC Sion eine kleine europäische Geschichte. Gegen den grossen Liverpool FC blieb man 2015 zweimal ungeschlagen. Von links: Reto Ziegler, Christian Constantin, Ebenezer Assifuah und Veroljub Salatic.

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Sion steht dank St. Gallens Cupsieg in der Conference-League-Qualifikation
  • Präsident Christian Constantin betont Herausforderung durch Qualifikation, plant gezielte Transfers
  • Mit Koeffizient 6,94 entgeht Sion starken Gegnern, aber harte Runden folgen
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Alain KunzReporter Fussball

Das ganze Wallis hat dem FC St. Gallen die Daumen gedrückt. Denn mit dem Cupsieg des Favoriten ist klar: Der Viertplatzierte der Super League nimmt an der Qualifikation für die Conference League teil.

Präsident Christian Constantin (69) ist erleichtert: «Wir sagen Danke, St. Gallen. Aber am Ende des Tages waren wir es, die den vierten Platz erreicht haben. Und dass sich St. Gallen nach dieser starken Meisterschaft mit diesem Titel belohnt, war ja auch nichts als logisch. Ohne die Rote Karte wäre das Spiel 5:0 ausgegangen.»

Dieser Pragmatismus deutet nicht auf das Entkorken von Champagner für die geschaffte Quali hin. Ganz und gar nicht. Aber CC nahm die News dennoch mit Pauken und Trompeten zur Kenntnis. «Ich war am Fanfaren-Festival in Savièse. Die haben mich eingeladen, weil ich Sponsor bin. Also habe ich das Spiel auf dem Handy geschaut.» Kein Champagner. Aber ein kleines Fläschchen Fendant, wenigstens? «Ein Gläschen gabs zum Apéro, ja.»

Brocken als Gegner sind durchaus möglich

Aber, sagt CC im gleichen Atemzug, man sei ja noch lange nicht europäisch, sondern stehe erst in der Qualifikation. Und in die Ligaphase zu kommen, werde sehr hart werden. Sion steigt – wie Lugano – in der zweiten Qualifikationsrunde ein. Und ist ganz knapp gesetzt, trotz seines haarsträubend schlechten Koeffizienten von 6,94.

Was bedeutet: Die Walliser gehen den dicken Brocken wie Ajax, Braga, Kopenhagen oder Panathinaikos in dieser Runde aus dem Weg. Es warten als stärkste Gegner Teams von einem Kaliber wie IFK Göteborg und Bate Borisov. Doch bereits in der dritten Quali-Runde kann Sion auf die Erstgenannten treffen, weil die Walliser nicht mehr gesetzt sein werden. Und in den Playoffs kann es ganz brutal werden, denn dort lauern Atalanta, Freiburg, Monaco, Brighton und Getafe.

Kein Spieler steht zum Verkauf, Boteli-Deal ist durch

Die Mission für Sion-Coach Didier Tholot (62) ist also eine schwierige. In der Meisterschaft hat er handkehrum das Saisonziel der nächsten Saison bereits in der abgelaufenen Spielzeit erreicht. Was also ist die neue Zielvorgabe für Tholot? Den Titel holen? «Also erstens mal die Ligaphase erreichen. Da hat er schon sehr früh ein erstes Ziel. Und dann will man ja in der Regel nicht schlechter abschneiden als in der letzten Saison», so CC. «Auch wenn er nun gegenüber dem aufgestellten Plan im Vorsprung ist. Wichtig ist aber vor allem, dass man weitere Fortschritte erkennt.»

Europa reizt CC. Auch deshalb sagt er: «Es steht kein Spieler zum Verkauf.» Hinzu kommt, dass Winsley Boteli (19) fix bei den Wallisern bleibt. Am Montag um 10 Uhr gabs den finalen Videocall mit Gladbach. Der Youngster unterschreibt einen Vertrag bis 2030. Neu hinzukommen werden drei Spieler: ein Verteidiger, ein Sechser und ein Offensivmann. Tholot: «Es wird ein Vorteil sein, mit einer total eingespielten Mannschaft in die Conference-League-Quali zu steigen.»

Anders als beim letzten Mal 2017. In Sion erinnert man sich ungern an diese unglückselige Qualifikation zurück, als man gegen die Fussballzwerge von Suduva Marijampole aus Litauen mit Schimpf und Schande ausschied. 

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