Darum gehts
- 29 der 36 Plätze für Champions-League-Ligaphase bereits vergeben
- Zehn Schweizer Söldner vertreten die Schweiz in Champions-League-Kadern
- Chelsea verpasste CL-Qualifikation trotz Kaderwert von 1,31 Milliarden Euro
Erst seit letztem Wochenende rollt der Ball in der Super League wieder, für den FC Thun ist die aktuelle Woche aber schon die zweite englische der Saison. Nach dem 1:1 im Hinspiel gegen Dinamo Zagreb vergangenen Dienstag gehts heute Abend um alles oder nichts – und um mehrere Millionen Euro für die Vereinskasse. Darüber hinaus träumen die Berner Oberländer nach wie vor von einem Startplatz in der Ligaphase der Champions League. 29 der 36 Teilnehmer sind bereits bekannt. Unter ihnen finden sich zehn Schweizer.
| Für die CL qualifizierte Klubs | Schweizer im Kader |
| Arsenal | / |
| Aston Villa | Johan Manzambi |
| Atletico | / |
| Borussia Dortmund | Gregor Kobel |
| Barcelona | / |
| Bayern München | / |
| Club Brügge | Yann Sommer, Andrej Vasovic, Cheveyo Tsawa |
| Como | / |
| Feyenoord | Jordan Lotomba |
| Galatasaray | / |
| Inter | Manuel Akanji |
| Leipzig | / |
| Lens | / |
| Lille | Loun Srdanovic |
| Liverpool | / |
| Manchester City | / |
| Manchester United | / |
| Napoli | / |
| PSG | / |
| Porto | / |
| PSV | / |
| Real Betis | / |
| Real Madrid | / |
| Roma | / |
| Shakhtar Donetsk | / |
| Slavia Prag | / |
| Sporting Lissabon | / |
| Stuttgart | Luca Jaquez, Leonidas Stergiou |
| Villarreal | / |
Chelsea und Milan die grossen Abwesenden
Von der Weltelite haben sich alle über ihre letztjährigen Meisterschaften qualifiziert. Arsenal und City aus der Premier League. Aus Spanien Real und Barça. Und Frankreich-Primus PSG ist ebenso dabei wie das deutsche Schwergewicht Bayern. Gleichzeitig verpassten einige grosse Vereine die Quali für die diesjährige Kampagne auf teils dramatische Art und Weise.
Richtig übel trafs die AC Milan. Die Mailänder befanden sich in der gesamten Saison nur an vier Spieltagen ausserhalb der CL-Plätze. In der allerletzten Runde versagten ihnen jedoch die Nerven und Como schob sich noch vorbei. Wie bei Juventus Turin heisst die Realität deswegen Europa League. Den Turinern wurde ein schwacher Saisonschlussspurt mit nur einem Sieg aus fünf Spielen zum Verhängnis.
Auch der FC Chelsea schaut in der Königsklasse nur zu – trotz des fünftwertvollsten Kaders der Welt (1,31 Milliarden Euro). Und obwohl die Konkurrenz in England so gross wie in keiner anderen Liga ist, wäre dies eine billige Ausrede für das CL-Out der Blues. Schliesslich verfügt nur LaLiga über gleich viele Startplätze wie die Inselnation (5). Besonders bitter: Am letzten Spieltag unterlag man Sunderland 1:2, rutschte auf Rang 10 ab und verpasste sogar die Conference League.
Manzambi-Fans drücken Thun die Daumen
Anders als bei den Klubs, wo einzig der FC Thun die Schweiz vertritt, finden sich in den Kadern der bereits qualifizierten Mannschaften diverse Eidgenossen. Die grösste Fraktion stellt Brügge aus Belgien, das mit Yann Sommer, Andrej Vasovic und Cheveyo Tsawa diesen Sommer gleich drei Schweizer verpflichtete. Besonders im Fokus steht nach seiner sackstarken WM Johan Manzambi, der erst kürzlich für bis zu 68 Millionen Euro zu Aston Villa wechselte.
Damit Manzambi, Akanji, Kobel oder ein anderer Nati-Spieler auf Schweizer Boden zur CL-Hymne aufläuft, müsste sich erst der FC Thun einen der letzten sieben Startplätze sichern. Die erste Hürde heisst Dinamo Zagreb, danach ginge es in Nordeuropa weiter. Alles noch unsichere Zukunftsmusik. Doch wenn man sich in Thun mit etwas auskennt, dann bekanntlich ja mit Märchen.



















