Unai Emery überzeugte ihn
Die Hintergründe zum Rekord-Deal von Nati-Juwel Manzambi

Johan Manzambi wechselt für bis zu 68 Millionen Euro zu Aston Villa und ist damit der teuerste Schweizer Fussballer der Geschichte. Der Genfer erfüllt sich zudem seinen grossen Traum von der Champions League.
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Darum gehts

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Carlo Emanuele FrezzaReporter Fussball

Nach der WM wollte Johan Manzambi noch vor den Ferien Klarheit über seine Zukunft schaffen. Nun hat er sie. Sein Wechsel vom SC Freiburg zu Aston Villa ist seit Freitagabend offiziell. Damit hat die Schweiz gleichzeitig einen neuen Rekordtransfer. Die fixe Ablösesumme beträgt 63 Millionen Euro und kann durch erfolgsabhängige Boni auf bis zu 68 Millionen Euro ansteigen.

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Johan Manzambi ist ein neuer Spieler von Aston Villa.
Foto: Aston Villa FC via Getty Images

Damit stösst der Transfer in neue Dimensionen vor – für den Bundesligisten ebenso wie für einen Schweizer Fussballer. Bislang hielt Granit Xhaka (33) den Rekord: Sein Wechsel von Borussia Mönchengladbach zu Arsenal ging vor zehn Jahren für rund 45 Millionen Euro über die Bühne. Manzambi hat diese Marke mit seinem ersten grossen Transfer im Profifussball deutlich übertroffen.

Ex-Klub kriegt auch einen Teil der Ablösesumme

Mitverdienen darf auch Servette. Zwar nicht dank einer Weiterverkaufsbeteiligung, sondern über die übliche Ausbildungsentschädigung. Nach Blick-Informationen fliessen so mehr als eine Million Euro nach Genf.

Spätestens seit der WM gehört Manzambi zu den begehrtesten Spielern auf dem Transfermarkt. Zahlreiche Klubs bekundeten in den letzten Monaten ihr Interesse. Am Ende lief alles auf ein Duell zwischen Aston Villa und Newcastle hinaus. Lange schienen die Magpies die besseren Karten zu haben. Mit Freiburg war man sich bereits einig – einzig die Zusage des Spielers fehlte noch.

Der Traum der Champions League

Dann griff Aston Villa entschlossen ein. Die Engländer, die im Europa-League-Final ausgerechnet Freiburg dominiert hatten, einigten sich sowohl mit dem Klub als auch mit Manzambi und schnappten Newcastle den Shootingstar auf der Zielgeraden noch weg. Ausschlaggebend war unter anderem die Aussicht auf die Champions League – ein Wettbewerb, von dem Manzambi schon als Kind träumte.

Das verriet sein Bruder Holly kürzlich im Gespräch mit Blick. Er erinnerte sich an eine Szene nach Johans Heimdebüt für Freiburg gegen Bayern München im Europa-Park-Stadion. Auf die Frage, wie er sich nach diesem besonderen Moment fühle, habe Johan nur geantwortet: «Normal.» Holly wollte wissen, wie er das sagen könne, schliesslich sei das doch ein Traum gewesen. Manzambis Antwort fiel unmissverständlich aus: «Nein, das ist nicht mein Ziel. Ich will in der Champions League spielen.»

Emery überzeugte Manzambi persönlich

Diesen Traum wird sich Manzambi ab der kommenden Saison erfüllen. Einen grossen Anteil daran hat auch Trainer Unai Emery (54). Der Spanier spielte eine Schlüsselrolle beim Transfer und überzeugte den Schweizer persönlich von seinem Projekt.

Entscheidend war auch der Europa-League-Final. Aston Villa konnte Manzambi dabei nochmals aus nächster Nähe beobachten. Gleichzeitig erhielt der Genfer einen direkten Eindruck davon, wie die Mannschaft spielt und welches Niveau und welche Anforderungen ihn künftig erwarten.

Reha statt echte Ferien

In Birmingham wird Manzambi nach der schweren Kreuzbandverletzung von Amadou Onana sowie den Abgängen von Morgan Rogers (zu Chelsea) und Youri Tielemans (zu Manchester United) dringend gebraucht. Sein Premier-League-Debüt könnte er am 23. August geben, wenn Villa bei Brighton gastiert.

Zuvor stehen für Manzambi nach seiner ersten kompletten Profisaison mit 51 Pflichtspielen eigentlich Ferien an. Nur Erholung wird es aber wohl nicht geben. Nach seiner Knieprellung startet er umgehend sein Reha-Programm. Danach beginnt bei Aston Villa das nächste Kapitel seiner Karriere.

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