Nati-Juwel geht nach England
Sogar Prinz William ist Fan von Manzambis neuem Klub

Nicht Newcastle dafür Aston Villa: Johan Manzambi hat einen neuen Verein gefunden. Der Klub aus Birmingham blickt auf eine grosse Historie zurück und erhält gar Unterstützung aus dem englischen Königshaus.
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Nati-Entdeckung Johan Manzambi hat einen neuen Klub gefunden.
Foto: TOTO MARTI

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Johan Manzambi wechselt für 60–70 Mio. Euro von Freiburg zu Aston Villa
  • Der Schweizer Nationalspieler spielt künftig in Zentralengland statt Newcastle
  • Aston Villa gewann 2026 die Europa League mit 3:0 gegen Freiburg
Foto Andri Bäggli.jpg
Andri BäggliRedaktor Sport

Nein, am Ende ist es doch nicht Newcastle geworden. Aston Villa ist in den Poker um die Dienste des Nati-Juwels Johan Manzambi mit eingestiegen und hat am Schluss das Rennen gemacht. Zwischen 60 und 70 Millionen Euro fliessen nach Freiburg, am Freitag machen die Villans den Wechsel offiziell. 

Somit heisst es Zentral- statt Nordengland für den Schweizer Mittelfeldspieler, der noch das bittere WM-Aus in der Verlängerung gegen Argentinien verdauen muss.

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Die Birminghamer blicken auf eine lange und prestigeträchtige Historie zurück. Dazu haben sie gar royale Unterstützung: Prinz William (44) ist bekennender Villan und schaut sich mit Sohn George (12) immer wieder Spiele vor Ort an. Ein Blick auf die Geschichte von Manzambis neuem Verein.

Truppenunterkunft während des Krieges

Gegründet wurde der Aston Villa Football Club 1874 im Birminghamer Vorort Handsworth, grösstenteils mit dem Ziel, dass sich die Cricket-Spieler von «Villa Cross» während der Wintermonate fit halten können. Die vier Gründungsmitglieder haben auch überlegt, eine Rugby-Mannschaft zu gründen, doch wie es in der Legende heisst, sei ihnen der Sport zu physisch gewesen. Der Fussball professionalisierte sich in England zunehmend und Villa holte 1887 den ersten Titel: Im Final des FA Cup bezwangen die Villans West Bromwich Albion mit 2:0.

Zwischen 1894 und 1900 wurden die Birminghamer dann quasi Serienmeister. Nur 1895 und 1898 verpasste man den Titel. Immerhin gab es 1895 und 1897 auch noch zwei Cupsiege, was Aston Villa zum ersten Doublesieger überhaupt macht.

Auch nach der Jahrtausendwende blieben die Birminghamer erfolgreich. Zwei weitere Cupsiege und eine Meisterschaft holte Villa, bevor der Erste Weltkrieg ausbrach. Die Liga und der Pokal pausierten ab 1915 bis zum Kriegsende. In der Zwischenzeit wurde das Stadion als Truppenlager der britischen Armee umfunktioniert. Gleich in der ersten Saison nach der Beendigung des Krieges gabs den nächsten Cup-Triumph.

Erster Abstieg und europäischer Triumph

Es sollte der letzte Titel für lange Zeit bleiben. Der zwischenzeitliche Tiefpunkt wurde erreicht, als der Klub 1934 abstieg. Lange blieben die Villans aber nicht in der Zweitklassigkeit. Nur zwei Jahre später übernahm Jimmy Hogan (1882-1974) den Trainerposten und führte sie zurück in die oberste Spielklasse. Hogan war zuvor unter anderem Trainer bei Lausanne, YB und der Schweizer Nati.

Der grosse sportliche Erfolg blieb aber trotzdem weiter aus. Auch nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs dauerte es über eine Dekade, bis die Fans wieder einmal einen Titel feiern konnten. 1957 stand man im FA-Cupfinal und konnte dort als Underdog den Meister Manchester United bezwingen. Nach dem Triumph verkamen die Birminghamer allerdings zur Lift-Mannschaft, ehe 1982 das Goldene Zeitalter anbrach. Aston Villa wurde zum ersten Mal Sieger des Europapokals der Landesmeister – dem Vorläufer der heutigen Champions League. Noch besser: Im Jahr darauf schlug man auch noch Barcelona im Supercup und erweiterte so die Sammlung im Trophäenschrank.

Mit Emery kommt der Erfolg zurück

Wie bereits bei der Gründung der Football League hat Aston Villa auch bei der Entstehung der heutigen Premier League einen massgeblichen Einfluss und zählt zu den Gründungsmitgliedern. Einen Cuptitel und einen Auf- und Abstieg später stösst Unai Emery (54) im Oktober 2022 als Trainer zum Klub. 2023/24 erreichte man den Halbfinal der Conference League, wurde in der Liga Vierter und qualifizierte sich für die Champions League.

Zwar schied man dort im Viertelfinal gegen den späteren Sieger PSG aus, qualifizierte sich dank eines sechsten Rangs aber erneut fürs internationale Geschäft. In der Europa League gelang dann der Coup: Souverän setzten sich die Villans durch und bezwangen im Final Manzambis Freiburg mit 3:0 – der erste grosse Titel seit Jahren. Nun spielen sie in der kommenden Saison wieder Champions League – dieses Mal aber nicht gegen, sondern mit Manzambi.

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