Die Klubkasse träumt mit
Durch die «blaue Hölle» zum Thuner Millionen-Segen?

Im Rückspiel der Champions-League-Quali trifft Thun am Dienstag in Zagreb auf Dinamo. Nach dem 1:1 im Hinspiel ist alles offen. Dabei geht es um Millionenbeträge – doch die «blaue Hölle» wartet.
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Das Stadion Maksimir wird auch «blaue Hölle» Hölle genannt.
Foto: Getty Images

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • FC Thun spielt in Zagreb um Champions-League-Qualifikation und Millionen
  • Mindestens 3,17 Millionen Euro winken für einen Sieg
  • 500 Thun-Fans treffen auf die lautstarken Dinamo-Zagreb-Anhänger im Maksimir-Stadion
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Andri BäggliRedaktor Sport

Nur drei Tage nach dem Auftaktsieg in der Super League gegen Luzern steht der FC Thun bereits wieder im Einsatz. Im Rückspiel der zweiten Qualirunde der Champions League reist der Sensationsmeister nach Zagreb (Kro), hat nach dem 1:1 im Hinspiel aber noch alle Trümpfe in der Hand. Stimmungsgeladen wird das Spiel auf jeden Fall. Denn wie lautstark die Dinamo-Fans sind, haben sie bereits im Hinspiel bewiesen. In grosser Zahl waren die Fans aus Kroatien und halb Europa angereist, um ihre Mannschaft zu unterstützen.

Zu Hause werden sie dann fast exklusiv sein. Aus Thun nehmen rund 500 Fans den Weg auf sich. Somit wird die «blaue Hölle», wie die Zagreb-Anhänger das Stadion Maksimir nennen, wohl ihrem Namen gerecht werden. Blick hat im Fanshop beim Stadion nachgefragt, dort sind keine Tickets mehr verfügbar.

Thun-Trainer bleibt gelassen

Einer zeigt sich davon aber noch nicht sonderlich beeindruckt: Thun-Coach Gian-Luca Privitelli (48). An der Pressekonferenz vor dem Spiel ist er zu Scherzen aufgelegt. Angesprochen aufs Spiel wird der Lustrinelli-Nachfolger aber ernst: «Fussball ist ein Low-Scoring-Game. Wir haben im Hinspiel schon gezeigt, was wir können. Wir werden mit breiter Brust auftreten, auch wenn Dinamo der Favorit ist.»

Ähnlich zuversichtlich zeigt sich Verteidiger Jan Bamert: «Es ist schön, vor vollen Stadien zu spielen. Aber wir kennen das ja aus der Schweiz auch, dort gibt es auch gute Fanszenen. Aber klar wird es auf der internationalen Bühne etwas anders sein.» Von Nervosität ist bei beiden aber keine Spur.

Es geht um viel Kohle

Dabei geht es für den FC Thun schon in diesem Spiel um enorm viel. Denn mit einem Sieg gegen Zagreb würde man garantiert in einer europäischen Ligaphase stehen und somit mächtig absahnen. Um genau zu sein, würden mindestens 3,17 Millionen Euro ins Berner Oberland fliessen. Diese Summe gibt es, wenn die Thuner die Ligaphase der Conference League erreichen – sollte man sogar die Europa League erreichen, würde es 4,31 Millionen einbringen.

Und es könnte sogar noch besser kommen für die Thuner. Setzt man sich gegen Zagreb durch, wartet in der 3. Qualirunde der Königsklasse ein auf dem Papier schwächerer Gegner als Dinamo: Entweder spielt man gegen Klaksvik (Färöer) oder Kauno Zalgiris (Litauen). Gewinnt Thun, würde man die Türe zur Champions-League-Ligaphase einen Spalt weiter aufstossen – und damit auch zu garantierten Einnahmen von 18,62 Millionen Euro.

Klubkasse würde es danken

Klar hätte man auch mehr Ausgaben, da unter anderem Reisekosten anfallen und Spielerprämien ausgeschüttet werden, dennoch würde es der Klubkasse enorm guttun. Noch in der letzten Saison steckten die Berner Oberländer in einer finanziellen Schieflage.

Das, weil sich vor dem Titel Grossaktionär Beat Fahrni überraschend zurückgezogen hat und der Einstieg eines weiteren Grossaktionärs nicht wie geplant über die Bühne gegangen ist. Die Thuner haben diesen Sommer ein finanzielles Loch von vier Millionen Franken decken müssen. Dank den Verkäufen von Leonardo Bertone, Ethan Meichtry und Elmin Rastoder und zurückgestellten Renovationsarbeiten der Genossenschaft Arena Thun konnte die finanzielle Krise abgewendet werden.

Trotzdem wären die Einnahmen gerne gesehen, auch weil man dann wieder etwas Spielraum hätte, das Kader in der Tiefe noch etwas zu vergrössern und die Abgänge der Schlüsselspieler aus der Meisterschaft zu kompensieren.

Bevor aber das ganz grosse Träumen von vielen weiteren magischen Nächten und des Potts voll Gold erlaubt ist, braucht es einen Sieg gegen den kroatischen Rekordmeister. Und dafür müssen die Thuner am Dienstagabend (20 Uhr) in der «blauen Hölle» alles reinwerfen.

Brack Super League 2026/27
Mannschaft
SP
TD
PT
1
BSC Young Boys
BSC Young Boys
1
2
3
2
FC Thun
FC Thun
1
2
3
3
FC Lugano
FC Lugano
1
1
3
3
FC St. Gallen
FC St. Gallen
1
1
3
5
FC Basel
FC Basel
1
1
3
6
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
1
0
1
6
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
1
0
1
8
FC Vaduz
FC Vaduz
1
-1
0
8
FC Zürich
FC Zürich
1
-1
0
10
Servette FC
Servette FC
1
-1
0
11
FC Sion
FC Sion
1
-2
0
12
FC Luzern
FC Luzern
1
-2
0
Meisterschaftsrunde
Abstiegsrunde
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