Neue Details zum Finanzwirbel
Bald-Meister Thun muss 4-Millionen-Loch stopfen

In der Woche vor der Nati-Pause überschlagen sich beim Super-League-Leader FC Thun neben dem Platz die Ereignisse. Der Klubretter zieht sich aus der Geschäftsführung zurück, und neues Geld kommt.
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Es gab einige Unklarheiten über der Stockhorn Arena. Wird die Situation bald durchsichtiger? (Archivbild)
Foto: Keystone

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Thun reagiert: Es musste eine Finanzlösung her
  • Die Wunder-Saison beschert Einnahmen – aber noch nicht jetzt
  • Wer steckt dahinter? Neue Firma gegründet
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Simon StrimerReporter & Redaktor Sport

Was die kommende Saison angeht, kann der FC Thun fürs Erste durchatmen. «Die finanzielle Stabilität für die Saison 2026/27 ist gesichert», schreiben die Berner Oberländer. Doch die letzten Tage haben neben dem Platz viel Staub aufgewirbelt.

Die öffentliche Mitteilung des FC Thun am Freitag erfolgt aufgrund einiger Berichte und Spekulationen, die den Super-League-Leader in diesen Tagen beschäftigen. Der Blitz-Rückzug des Klubretters Beat Fahrni (58) von der operativen Führung hat viele Fragen aufgeworfen. Bestätigt wird nun: Thun muss ein 4-Millionen-Loch überbrücken.

Neuer Investoren-Einstieg hat nicht geklappt

Wegen des sensationellen sportlichen Höhenflugs kann zwar damit gerechnet werden, dass das Loch ab dem kommenden Sommer gestopft werden kann. Durch absehbare Transfers aufgrund der Wertsteigerung vieler Spieler ist vorstellbar, dass Thun mehrere Millionen einnimmt und im Herbst bei der verschobenen Generalversammlung vielleicht sogar schwarze Zahlen präsentieren kann. Der Haken ist aber, dass bereits im April die Lizenzgesuche beurteilt werden, und die Eingabe schon erfolgen musste.

Das Problem in Thun war: «Der für Januar geplante Einstieg eines weiteren Grossinvestors konnte nicht wie vorgesehen abgeschlossen werden», schreibt der Klub. Eine neue Lösung musste her. Sieht so aus: Die Genossenschaft Arena Thun stellt Renovationsarbeiten zurück, um die dafür vorgesehenen Mittel vorübergehend als Darlehen dem FC Thun zur Verfügung zu stellen.

Im vergangenen Sommer hat die genannte Genossenschaft die Stockhorn-Arena der Versicherungsgruppe Visana verkauft. Der Übernahmepreis betrug eine Million Franken. Die Visana war zu diesem Zeitpunkt bereits Hauptsponsorin des FC Thun und weitete die Partnerschaft mit dem Fussballklub durch den Stadion-Deal stark aus.

Ein neues Unternehmen ist im Spiel

Wer nun genau hinter dem neuen Darlehen steckt, ist nicht offensichtlich. Ein neuer Anhaltspunkt wird sein: die Berner Oberland United AG. «Diese wurde gegründet, um geplante Investitionen lokaler Investoren in die FC Thun AG zu bündeln», schreibt der Klub.

«Inside Paradeplatz» berichtete bereits über die frisch gegründete Firma, die für die finanzielle Überbrückung beim FC Thun sorgen soll. Das Portal nahm die Spekulationen auf, dass Manager Angelo Eggli noch anders mit dem Fussballklub in Verbindung stehen könnte als über die Funktion als CEO der Visana, die Hauptsponsorin und Stadioninhaberin ist. Auf Blick-Anfrage wiesen die Visana und der FC Thun Spekulationen in diese Richtung jedoch klar zurück.

Geheimniskrämerei geht weiter

Immer noch unklar bleibt, welcher zweite Grossaktionär neben Beat Fahrni den Höhenflug und den wahrscheinlich baldigen Meistertitel des Super-League-Aufsteigers mitfinanziert.

Im November 2024 ist die angebliche «Institution aus der Region» beim FC Thun eingestiegen und hat 2,5 Millionen Franken eingebracht. Es war ein Millionensegen, der immer noch den Beigeschmack hat, dass man nicht weiss, wer dahintersteckt – und was die Gründe für das Versteckspiel sind. Es wurde Stillschweigen vereinbart, und die Hintergründe wurden bei Nachfragen stets geheim gehalten. Noch ist nicht ganz klar, wer alles hinter dem Thuner Fussballwunder steckt.

Brack Super League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Thun
FC Thun
30
38
71
2
FC St. Gallen
FC St. Gallen
30
23
55
3
FC Lugano
FC Lugano
30
10
50
4
FC Basel
FC Basel
30
6
49
5
FC Sion
FC Sion
30
9
45
6
BSC Young Boys
BSC Young Boys
30
5
45
7
FC Luzern
FC Luzern
30
2
36
8
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
30
-4
36
9
Servette FC
Servette FC
30
-8
33
10
FC Zürich
FC Zürich
30
-17
31
11
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
30
-18
24
12
FC Winterthur
FC Winterthur
30
-46
19
Meisterschaftsrunde
Abstiegsrunde
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