Plötzlich alle Sorgen weg?
Hinter Thun-Aufstieg stecken kräftige Finanzspritzen

In seiner letzten Super-League-Ära kämpfte der FC Thun Jahr für Jahr um die Existenz. Bei der Rückkehr in diesem Sommer sind die Vorzeichen ganz anders. Warum?
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Am 2. Mai floss der Champagner: Verteidiger Dähler und seine Teamkollegen feiern den Aufstieg.
Foto: Pius Koller

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Simon StrimerReporter & Redaktor Sport

Im Trubel geht fast unter: Der FC Thun hat gegen Aarau nicht nur filmreif die Rückkehr in die Super League geschafft – ganz nebenbei ist auch ein ambitionierter Dreijahresplan aufgegangen. Als der Klub 2022 Trainer Mauro Lustrinelli (49) ins Boot holte, sagte man forsch: 2025 sind wir zurück in der höchsten Liga. Erfüllt.

Lustrinelli hat mittlerweile bis 2028 unterschrieben. Zudem könnte man das Gefühl bekommen, dass das Geld im Berner Oberland plötzlich auf Bäumen wächst. Sind sowohl sportlich wie wirtschaftlich auf einmal alle Sorgen weg? So einfach ist es nicht.

Dickes Portemonnaie und grosse Pläne

Der Verlust des Jahres 2024 ist so gross, wie lange nicht mehr. Minus 2,85 Millionen Franken! Über eine Million mehr als in den Jahren davor, wo er zwischen 1,5 und 1,8 Millionen pendelte.

Nachdem man Jahr für Jahr um die Existenz und jeden Rappen kämpfte, stopft seit 2024 in erster Linie Beat Fahrni grosszügig die Löcher. Und bereinigt Altlasten aus der Bilanz – daher rührt auch die zusätzliche Million Verlust. Fahrni ist ein Unternehmer aus der Region, bestens vernetzt im Sport, mit seinen Firmen unter anderem beim SCB und YB präsent. Er krempelt den FC Thun um, um ihn möglichst wirtschaftlich aufzustellen. Gleichzeitig investiert er kräftig und besitzt neu 31,4 Prozent der Aktien.

Die frischen Thuner Pläne (Super-League-Mittelfeld, Integration Frauenteam, Top-Nachwuchs) verschlingen viel Geld. Fahrnis erste Finanzspritze vor gut einem Jahr: überlebenswichtige 2 Millionen Franken. Für die zweite Charge im November holte er eine anonyme Institution aus der Region ins Boot: weitere 2,5 Millionen. Und mitten in diesem Aufstiegsfrühling ist es wieder Fahrni selber, der nochmals 870'000 Franken in den FC Thun steckt, um die Lizenz zu ermöglichen. Ist er ein Engel? «Retter, Engel, beides möglich», meinte Präsident Andres Gerber (52) im Aufstiegsjubel.

«Jetzt kann uns keiner auf den Kopf hauen»
2:56
Thun-Präsident Andres Gerber:«Jetzt kann uns keiner auf den Kopf hauen»

So tickt der Engel, der Thun Flügel schenkt

Annelis Straubhaar ist seit Januar CEO des Klubs. Wie Fahrni und praktisch die gesamte Thun-Führung stammt sie aus der Region. Im Gespräch mit Blick direkt vor dem Aarau-Spiel sagt sie, wie sie ihn erlebt: «Er hört das Gras wachsen, hat ein unglaubliches Gespür für Dinge, von denen andere nicht einmal ahnen, dass sie existieren. Und sein riesiges Netzwerk ist Gold wert für den Klub.»

Schon im Dezember sagte Fahrni, dass Thun nicht bloss in die Super League aufsteigen, sondern da im gesicherten Mittelfeld ohne Abstiegssorgen spielen soll. Mögliche Direktkonkurrenten sind Klubs wie Yverdon, Lausanne oder GC mit vielen ausländischen Mitteln. Solche müsste Thun übertrumpfen, um das Ziel zu erreichen. Hört Fahrni auch diesbezüglich schon das Gras wachsen?

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Challenge League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Vaduz
FC Vaduz
27
27
62
2
FC Aarau
FC Aarau
27
21
62
3
Yverdon Sport FC
Yverdon Sport FC
1:1
28
16
48
4
FC Stade-Lausanne-Ouchy
FC Stade-Lausanne-Ouchy
0:1
28
8
39
5
Neuchatel Xamax FCS
Neuchatel Xamax FCS
27
-1
36
6
FC Wil
FC Wil
1:0
28
-16
30
7
FC Rapperswil-Jona
FC Rapperswil-Jona
27
-12
29
8
FC Etoile Carouge
FC Etoile Carouge
27
-9
28
9
FC Stade Nyonnais
FC Stade Nyonnais
27
-7
27
10
AC Bellinzona
AC Bellinzona
1:1
28
-27
19
Aufstieg
Aufstiegsspiel
Abstieg
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