In Suzuka stehen natürlich die Diskussionen um die neuen Regeln immer noch im Vordergrund: Ist das die Formel 1, die die Fans wirklich sehen wollen?
Nach zwei Doppelsiegen und dem Sprint-Erfolg hat Mercedes-Chef Toto Wolff eine fast logische Ansicht: «Es stimmt nicht, dass alle Fahrer verärgert sind, sondern nur einige, die Probleme mit dem komplexen Elektronik-Management haben. Im Mittelpunkt stehen aber die Fans – und über 90 Prozent von Ihnen finden die Rennen jetzt spannend und unterhaltsam.»
Nach den ersten beiden Rennen der F1-Saison gibt es erste Regelanpassungen. «Um das angestrebte Gleichgewicht zwischen Energieeinsatz und Fahrerleistung zu gewährleisten, wurde die maximal zulässige Energieaufladung für das Qualifying an diesem Wochenende von 9,0 MJ auf 8,0 MJ reduziert», heisst es in der Erklärung der FIA. Es seien nur kleine Anpassungen, lässt der Verband verlauten – doch es könnte grosse Veränderungen für die Fahrweise der Piloten bedeuten.
Weniger Energie bedeutet weniger strategisches Abwägen und stattdessen mehr Vollgas. Diese Änderung dürfte einige Fahrer freuen, nachdem zuletzt Kritik laut geworden war. Die neuen Regeln gelten ab dem Qualifying für den Grossen Preis von Japan (Samstag, 7 Uhr).
Nach den ersten beiden Rennen der F1-Saison gibt es erste Regelanpassungen. «Um das angestrebte Gleichgewicht zwischen Energieeinsatz und Fahrerleistung zu gewährleisten, wurde die maximal zulässige Energieaufladung für das Qualifying an diesem Wochenende von 9,0 MJ auf 8,0 MJ reduziert», heisst es in der Erklärung der FIA. Es seien nur kleine Anpassungen, lässt der Verband verlauten – doch es könnte grosse Veränderungen für die Fahrweise der Piloten bedeuten.
Weniger Energie bedeutet weniger strategisches Abwägen und stattdessen mehr Vollgas. Diese Änderung dürfte einige Fahrer freuen, nachdem zuletzt Kritik laut geworden war. Die neuen Regeln gelten ab dem Qualifying für den Grossen Preis von Japan (Samstag, 7 Uhr).
Na ja, bei einer Blick-Umfrage waren es nicht einmal 50 Prozent! Wolff kontert: «Der Sport muss sich ständig verändern. Wir müssen die Meinung der Traditionalisten respektieren, die den Sport so sehen wollen, wie er einmal war, und die Zustimmung der neuen Fans: Wir mögen es so – und so muss es bleiben.»
Gratis-Lehrstunde für Starts
Das erste Training begann für alle Piloten mit einem Startversuch aus der Boxengasse. Nach jedem Training dürfen dann die Millionäre noch einmal auf der Strecke für die ersten Sekunden des Rennens üben!
Nach 15 Minuten führte Leclerc im Ferrari vor WM-Leader Russell, China-Sieger Antonelli und Piastri, der bis jetzt im McLaren noch keinen GP-Meter hinter sich hat. Dann Hadjar, Lindblad, Lawson, Verstappen und Hamilton. Auf dem letzten Platz: Weltmeister Norris. Am Ende ist er Dritter.
Alleinherrscher Binotto
Für Sauber-Nachfolger Audi geht es nach dem Schock-Rücktritt von Teamchef Jonathan Wheatley und den seltsamen Nicht-Starts in beiden Rennen darum, wieder in die Spur (und aus dem Chaos) zu finden.
Audi-CEO Mattia Binotto (56) hat jetzt auch den Job des Teamchefs übernommen – der in Lausanne geborene Italiener ist ein Machtmensch. Ob er die Boxen bald wieder verlassen wird, hängt wohl von einem Teamchef ab, der Binotto (27 Jahre bei Ferrari) nicht im Weg steht. Die bisherigen Wheatley-Nachfolger auf den sozialen Medien: Ex-Fahrer Allan McNish und Ex-Sportdirektor Beat Zehnder als Duo sowie Christian Horner dürfen ruhig in die Witzkiste abgelegt werden.
Wolff redet «Gegner» stark
Bei Halbzeit lagen dann – wie erwartet – Antonelli und Russell im Mercedes vorne. Ist das die neue Freude der 90 Prozent der Fans, wie es Silberpfeil-General Wolff meint?
Der Wiener versucht fast verzweifelt, die Mercedes-Rivalen stark zu reden und von eigenen Problemen zu sprechen. Gegner? Bis jetzt nur Ferrari in der Startphase und einigen Duellen. Dann ging es für die Roten relativ schnell auf die Positionen drei und vier – wie jetzt beim ersten Training. Bis sich die beiden McLaren auf drei und vier verbesserten.
Max seit 4 Jahren ungeschlagen
Vierfach-Weltmeister Max Verstappen (28) tut sich im Red Bull weiter schwer. Die siebte Position schmeckt ihm in Japan kaum. Denn in den letzten vier Jahren siegte der Holländer viermal – jeweils aus der Pole-Position.
Seinen grossen Auftritt hat Verstappen bei der Medienkonferenz. Er verweist einen englischen Reporter aus dem Saal, sonst hätte er keine Aussagen gemacht. Eine Szene, die nicht überall gut ankommt.
Aston Martin flop – Audi solide
Von den beiden Schlusslichtern Cadillac-Ferrari und vor allem Aston Martin-Honda nichts Neues. Sie belegen die vier letzten Positionen. Bei den «Grünen» war US-Pilot Jak Crawford, der bald Bald-Papi Alonso ersetzen durfte, sogar noch langsamer als Stroll.
Audi? Bortoleto und Hülkenberg finden wir als Elfter und Zwölfter im soliden Mittelfeld. Über eine Sekunde hinter Russell.