Darum gehts
- Team Haas seit 2016 in Formel 1, unterstützt von Ferrari und Toyota
- Olli Bearman 2026 mit 17 Punkten auf Platz fünf der WM
- Bearman könnte 2027 oder 2028 im Ferrari um Punkte kämpfen
Es ist bis jetzt die erfreulichste Geschichte der neuen Formel 1: Das US-Team von Milliardär Gene Haas (73) erlebt im elften Jahr – nach 216 Rennen – wieder mal einen Höhenflug. Vor allem dank Oliver Bearman (20).
2016 wurde das Team mit dem knorrigen Teambesitzer Haas und dem polternden Teamchef Günter Steiner (60) ins kalte Formel-1-Wasser geworfen. Man begann sich schnell freizuschwimmen, weil Ferrari vom Start weg mit dem Motor und einem kleinen Werk in Maranello den Rettungsring bereitstellte.
Das Bahrain-Feuer 2020
Mit Magnussen und Grosjean ging es los. Zwei heisse Typen mit Crash-Potential. Der Däne blieb 145 Rennen, der schweizerisch-französische Doppelbürger Grosjean stand 2020 mit dem Haas in der Weltöffentlichkeit und in Flammen. Das Wunder von Bahrain: Nach 27 Sekunden kam Grosjean mit leicht verbrannten Händen aus der Feuerhölle.
2021 und 2022 träumte Deutschland mit Mick Schumacher von einer grossen GP-Karriere. Doch Steiner hatte andere Pläne und setzte 2023 dessen Landsmann Hülkenberg ins Auto. Und jetzt stolpert der Weltmeister-Sohn in der Indycar-Serie kaum erfolgreich in ein neues Abenteuer.
Haas mit Komatsu und Toyota
2024 wurde Steiner durch den Japaner Ayao Komatsu (50) ersetzt. Und neben Ferrari half jetzt auch Toyota beim kleinsten Team mit kaum 500 Mitarbeitern und dem kleinsten Budget mit. Bereits steht Toyota auch im Teamnamen!
2025 versuchte Haas mit Oliver Bearman und Esteban Ocon (31, 2021 immerhin Ungarn-Sieger) einen neuen Start. Bearman schlug sofort ein, Ocon stand zu oft neben den Reifen (wie auch 2026), und bekommt im Zirkus immer mehr einen wilden Ruf.
Das Superduo Kimi und Olli
2026, mit dem neuen Reglement, schoss sich dann Olli Bearman mit bisher 17 Punkten in den drei Rennen ins Rampenlicht und auf den sensationellen fünften WM-Platz.
Seit Jahren hatten die Experten den Briten und den Italiener Kimi Antonelli (19), stets für Prema Racing unterwegs, als mögliche Weltmeister gehandelt. Auch wenn 2024 für beide die Formel-2-Saison in die Hosen ging.
Wenn Ferrari-Sitz frei wird …
Doch Mercedes (Antonelli) und Ferrari (Bearman) hatten ihre Zukunft mit den Rohdiamanten längst geplant und entschieden. Denn das Duo hat in seiner Altersklasse keine Konkurrenz. Ausser vielleicht Gabriel Bortoleto (21) bei Audi.
Und ein Transfer ist bereits Tatsache: Bearman (bereits zweimal roter Ersatzpilot) wird sofort im Ferrari um Punkte kämpfen, wenn dort ein Platz frei wird. 2027 oder spätestens 2028. Antonelli hat schon jetzt einen silbernen Vertrag bis 2029.