«Nur gedacht: Oh Shit!»
Hülkenberg erfuhr von spezieller Person vom Wheatley-Abgang

Formel-1-Neuling Audi rückt durch den Abgang von Wheatley nach gerade einmal zwei Grands Prix noch mehr in den Fokus. Die beiden Piloten Hülkenberg und Bortoleto äussern sich über den Ex-Teamchef.
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Der Abgang von Audi-Teamchef Jonathan Wheatley (l.) kam für Nico Hülkenberg (r.) «natürlich unerwartet».
Foto: Lukas Gorys

Nico Hülkenberg (38) mag zwar ein Formel-1-Veteran sein. Aber das, was der deutsche Pilot von Sauber-Nachfolger Audi vergangene Woche erlebte, dürfte auch für den 251-fachen Grands-Prix-Teilnehmer speziell gewesen sein.

Denn vom Abgang von Audi-Teamchef Jonathan Wheatley (58) nach dem zweiten GP der noch jungen Saison erfuhr Hülkenberg von seiner Mama. «Ich sass gerade im Simulator, da hat mir meine Mutter einen Link zu einem Artikel geschickt», erzählt er vor dem Japan-GP in Suzuka (Sonntag um 7 Uhr Schweizer Zeit) gegenüber «Auto Motor und Sport». «Ich habe auf mein Handy geschaut und nur gedacht: Oh Shit!»

Hülkenberg weiter: «Der Wechsel kam natürlich unerwartet, aber insgesamt liegen wir voll auf Kurs.» Es sei nicht so, dass Audi jetzt plötzlich ohne Plan dastehen würde. «Wir haben mit Mattia einen erfahrenen Anführer.» Mit Mattia ist Mattia Binotto (56) gemeint, für den sich Audi als CEO und Oberaufsichtsrat entschlossen hat. Hinter den Kulissen gerieten sich der Italiener Binotto und der Brite Wheatley wegen der Kompetenzengrenze in die Haare.

Angeblich persönliche Gründe

«Wenn es mit bestimmten Personen ein Problem gibt, dann muss man handeln. Und hier gab es offenbar ein Problem», sagt Hülkenberg. «Ich kenne aber nicht alle Details, weil ich noch nicht mit ihm gesprochen habe.» Offiziell hat Wheatley, der am 1. April 2025 von Red Bull für Sauber freigegeben wurde, das Team «aus persönlichen Gründen» verlassen.

«Ich hatte nur ein kurzes Gespräch nach der Ankündigung», erklärt Hülkenbergs brasilianischer Teamkollege Gabriel Bortoleto (21) gegenüber dem «Motorsport-Magazin». «Da es persönliche Dinge sind, bin ich natürlich nicht ins Detail gegangen, was genau diese Probleme sind.»

Apropos Probleme: In Suzuka hofft Audi darauf, endlich mit beiden Autos am GP-Start stehen zu können. Beim Auftakt in Australien musste Hülkenberg im Vorfeld Forfait geben, in China traf es Bortoleto.

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