Darum gehts
- Mercedes wird nach Erfolgen in Australien und China kritisiert
- Konkurrenz vermutet Trickserei bei Frontflügelverstellung
- Alonso lässt 1. Training am Freitag wegen Baby aus
Klar, dass Mercedes nach zwei Doppel-Siegen in Australien und China (sowie dem Sprint-Erfolg in Shanghai) ins Kreuzfeuer gerät. Klar auch, dass die Topteams Millionen bezahlen, um eigene oder fremde Spione zu vergolden. Werksspionage gehört seit Jahrzehnten zum Alltag. Da wird akribisch jedes Detail in den Regeln beim Rivalen unter die Lupe genommen.
Es geht um Millisekunden
So wird der Brite Jonathan Wheatley (58) nach seinem schnellen Abgang als Teamchef bei Audi sicher einige Monate pausieren müssen, bevor er eine neue Stelle antreten darf. Der frühere Red-Bull-Sportdirektor kennt bestimmt einige Geheimnisse.
Bei Mercedes geht es um die Verstellung des Frontflügels. Dort darf der Wechsel vom «Straight Modus» in den «Corner Modus» nicht länger als 400 Millisekunden dauern.
Es begann mit dem Motor
Die Konkurrenz vermutet nun, dass die Verstellung in zwei Phasen durchgeführt wird. Der erste Durchgang soll 400 Millisekunden dauern, der zweite Schliessvorgang soll allerdings weitere 450 Millisekunden dauern.
Solche Dinge aufzudecken, gehen nicht ohne Spionage-Tricks – oder hat da einer nach aussen geplaudert? Das Gleiche gilt für die Verdächtigung beim Verdichtungsverhältnis, das bei voller Fahrt von 16:1 auf 18:1 erhöht werden soll.
Erste GP-Kilometer für Piastri?
Wie gesagt: Die Formel 1 kann nicht ohne Neid, Verdächtigungen und Gerüchte leben. Sie lenken meist vom wichtigsten Faktor ab: von spannenden Rennen. Ob dieses am Sonntag ab 7 Uhr MEZ (live bei Blick und auf SRFzwei) in Japan geboten wird, wer weiss es?
Die andere Frage: Kann der WM-Dritte Piastri endlich seinen ersten Grand-Prix-Kilometer 2026 unter den McLaren nehmen?
Alonso hofft auf Donnerstag
Für Formel-1-Oldie Fernando Alonso (44) heisst die Frage: Wann werde ich (nach Pérez, Hülkenberg und Verstappen) endlich Vater. Seine belgische Freundin, TV-Reporterin Melissa Jimenez (38), ist hochschwanger. Aus der Ehe mit Fussballer Marc Bartra (Ex-Barça und Dortmund) hat sie bereits drei Kinder.
Alonso reist deshalb später nach Japan und überlässt das erste freie Training am Freitag um 3.30 Uhr MEZ im Aston Martin-Honda dem US-Ersatzfahrer Jak Crawford. Bis Ende Saison muss jeder Pilot zweimal am Freitag für ein Talent aussetzen.