Teamchefs auf der Schulbank
Klassenbester Wolff – Newey durchgefallen

Blick macht das Ranking der besten Formel-1-Teamchefs. Ganz vorne steht ein bekannter Name. Hier gehts zum Inside.
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Toto Wolff (r.) – hier mit Blick-Reporter Roger Benoit – ist erneut der Klassenbeste und den F1-Teamchefs.
Foto: Lukas Gorys
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Roger BenoitFormel-1-Experte

Er ist seit Jahren unbestritten der Klassenprimus der Formel-1-Teamchefs: Toto Wolff (54). Der Wiener, am Kommandostand ein Nervenbündel und emotionales Pulverfass, hat Mercedes auch bei den radikalen Regeländerungen voll im Griff. Nur beim Duo Rosberg und Hamilton kam der Mann mit mehreren Hundert Millionen Euro auf dem Konto oft ins Wanken. Und jetzt mit den in der WM führenden Russell und Antonelli? Wolff lacht: «Da treffen zwei völlig andere Charaktere aufeinander. Kein Problem!» Noch.

Das Problem von Ferrari-Vasseur

Sehr gute Noten 2026 holte sich auf der Schulbank der Ferrari-General Fred Vasseur (57). Der Mann, der nur an Siegen und Titeln gemessen wird, hat ein Problem: Mercedes. «Wir holen auf – aber der Weg ist noch lang.» Ja, seit 30 WM-Läufen ohne Sieg (zuletzt Sainz 2024 in Mexiko). Der nervenschwache Franzose: «Ich kann jetzt nur hoffen, dass Leclerc und Hamilton nicht crashen!» Ebenfalls gute Noten für den Teamchef-Oldie Flavio Briatore (75). Der Italiener, der Michael Schumacher und Alonso mit seiner Magie zu je zwei WM-Titeln führte, erlebte mit dem letztjährigen Schlusslicht Alpine (neu mit Mercedes-Power) einen tollen Start. Gasly punktete bereits zweimal und Colapinto scheint seine alte Form wiederzufinden.

Überraschungen im Mittelfeld

Damit verlassen wir das Podest. Aber der vierte Rang gehört einem Japaner: Ayao Komatsu (50) von Haas. Ruhig führt er das finanziell unterlegene und mit knapp 500 Mitarbeitern kleinste Team zu einem Höhenflug. Dank Bearman mit bereits 17 WM-Punkten – Teamkollege Ocon hat vor dem GP Japan am nächsten Sonntag null. Wie noch sechs andere Fahrer. Rang fünf für Alan Permane (61) von Racing Bulls – überraschende zwölf Punkte. Den sechsten Platz teilen sich Andrea Stella (55) von McLaren und Laurent Mekies (48) von Red Bull. Beide haben das gleiche Problem – das Auto. Stella versucht die Öffentlichkeit mit Schönredereien zu beruhigen. Mekies muss hoffen, dass er Verstappen noch lange behält. Nach aussen fehlt immer mehr die Bullen-Stimme von Helmut Marko!

Jüngste Formel-1-Sieger

Max Verstappen (Ho): 18 Jahre und 7 Monate, Barcelona 2016, Red Bull

Kimi Antonelli (It): 19 Jahre und 6 Monate, Shanghai 2026, Mercedes

Sebastian Vettel (De): 21 Jahre und 2 Monate, Monza 2008, Toro Rosso

Charles Leclerc (Mon): 21 Jahre und 10 Monate, Spa 2019, Ferrari

Fernando Alonso (Sp): 22 Jahre und 26 Tage, Budapest 2003, Renault

Max Verstappen (Ho): 18 Jahre und 7 Monate, Barcelona 2016, Red Bull

Kimi Antonelli (It): 19 Jahre und 6 Monate, Shanghai 2026, Mercedes

Sebastian Vettel (De): 21 Jahre und 2 Monate, Monza 2008, Toro Rosso

Charles Leclerc (Mon): 21 Jahre und 10 Monate, Spa 2019, Ferrari

Fernando Alonso (Sp): 22 Jahre und 26 Tage, Budapest 2003, Renault

Durchgefallen sind Adrian Newey (68) beim Chaos-Haufen Aston Martin und Jonathan Wheatley (58) bei Audi. Die beiden Briten, einst bei Red Bull ein Traumpaar, sind klar die Verlierer 2026. Williams-Chef James Vowles (46) wird versuchen, seine Stars Sainz und Albon endlich auf die Spur zu bringen. Doch wer 20 Kilo Übergewicht hat (das Auto), muss sich hinten anstellen. Bei Neuling Cadillac bekommt der britische Chef Graeme Lowdon (60) keine Noten.

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