Bangen um NHL-Star Suter
Am Montag konnte Pius Suter (wurde am Sonntag 30) mit der Mannschaft trainieren. Allerdings in einem schwarzen Trikot, um seinen Teamkollegen zu signalisieren, dass bei ihm noch kein Körperkontakt zugelassen ist. Der Mann aus Wallisellen ZH war vor acht Tagen in der Endphase des 6:1-Triumphs gegen Deutschland nach einer Charge von Kai Wissmann ausgefallen. Seither hat er nicht mehr gespielt, obwohl er am Morgen darauf im Warm-up auf dem Eis stand. «Es ist ein Fortschritt. Er konnte mit der Mannschaft trainieren. Das konnte er in den letzten Tagen noch nicht. Wir müssen in den nächsten Tagen schauen, wie es sich entwickelt», sagte Nati-Coach Jan Cadieux (46) nach dem Training. Gab es schon die Überlegung, einen Stürmer anstelle des NHL-Stars der St. Louis Blues nachzunominieren? «Ja, solche Diskussionen führen wir intern. Aber jetzt sind wir noch nicht an diesem Punkt angelangt.»
Cadieux nicht auf den Gruppensieg fixiert
Gegen Finnland geht es am Dienstagabend um den Gruppensieg. Doch Jan Cadieux will nicht von einem «Final, den man unbedingt gewinnen muss» sprechen. «Es gibt verschiedene Wege, um Grosses zu erreichen. Die USA waren letztes Jahr nicht Gruppensieger und wurden Weltmeister. Sie gewannen in den letzten Spielen vor dem Final gegen Tschechien, Finnland und Schweden», sagt der Nati-Coach, der im Vorjahr noch Assistent von Patrick Fischer war. Die Schweizer hatten damals auf dem Weg in den Final ein einfacheres Programm. «Bei allem Respekt für die Gegner, auf die wir getroffen sind: Wir haben gegen Österreich, Dänemark und davor im letzten Gruppenspiel gegen Kasachstan gespielt.»
Fussball-Prophet Meier bei WM noch zurückhaltend
Einen 3:0-Sieg hat St. Gallens Edelfan Timo Meier (29) für den Cupfinal gegen Stade-Lausanne-Ouchy vorausgesagt. Ein 3:0 ist es geworden. Seither gilt er als Fussball-Prophet. Auf die Frage des Blick-Reporters, ob er auch noch das Resultat der ersten Partie der Nati an der WM gegen Katar bekannt geben könne, damit man entsprechende Wetteinsätze platzieren kann, sagt der NHL-Star mit einem Augenzwinkern: «Das behalte ich noch für mich.»
Bertschy und seine Exoten-Freunde
Nati-Stürmer Christoph Bertschy scheint Freunde auf der ganzen Welt zu haben, auch bei den kleineren Hockey-Nationen. Nach der Partie gegen Grossbritannien fällt ihm dessen Verteidiger David Clements beim Shakehands herzlich in die Arme, gegen Ungarn ist es Goalie Adam Vay. Des Rätsels Lösung: Clements und Bertschy waren auf U16-Stufe gemeinsam an einem internationalen Camp, an dem jeweils ein Spieler von verschiedenen Nationen teilnehmen konnte. Vay und Bertschy lernten sich beim Nordamerika-Abenteuer des Freiburgers bei Iowa in der AHL als Teamkollegen kennen.
Welcher Gegner darfs denn sein?
Es gibt noch vier mögliche Viertelfinal-Gegner für die Nati: Norwegen, Schweden, die Slowakei und Tschechien. Wie haben sich die Schweizer in den letzten zehn Ernstkämpfen gegen das Quartett geschlagen? Gegen Norwegen gewann man siebenmal. Gegen Schweden konnte man nur einen Sieg einfahren und gegen Tschechien viermal jubeln. Auf die Slowaken traf die Nati bei Welttitelkämpfen erst neunmal und gewann und verlor je vier Partien, während ein Spiel unentschieden ausging.
Acht NL-Spieler bei den Finnen
Neben dem Kontingent von 13 NHL-Spielern sind bei den Finnen auch acht Stars aus der National League in Zürich am Start: Mikko Lehtonen (ZSC Lions), Vili Saarijärvi, Jesse Puljujärvi, Sakari Manninen (alle Servette), Waltteri Merelä (Bern), Hannes Björninen, Saku Mäenalanen (beide SCL Tigers) und Harri Säteri (Biel), wobei Puljujärvi mit acht Punkten der beste Skorer des Teams ist. Zudem sind mit Ville Peltonen (Ajoie, bisher Servette) und Jussi Tapola (Ambri, ex Bern) zwei NL-Trainer als Assistenten von Headcoach Antti Pennanen im Einsatz.
Bilanz gegen Finnland
An die Niederlage im Olympia-Viertelfinal von Mailand gegen die Finnen (2:3 n. V. nach 2:0) wollen wir uns lieber nicht erinnern. Doch beim letzten WM-Duell gewann die Schweiz vor zwei Jahren in Prag 3:1. Für die Tore sorgten damals zwei Spieler, die jetzt verletzt fehlen: Kevin Fiala (2) und Andrea Glauser. Unvergessen ist der vorletzte WM-Vergleich. 2018 setzte sich die Nati auf dem Weg zu Silber im Viertelfinal gegen die favorisierten Finnen 3:2 durch. Auch von den Torschützen von vor acht Jahren (Enzo Corvi, Joël Vermin und Grégory Hofmann) ist keiner mehr dabei.
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | Schweiz | 6 | 30 | 18 | |
2 | Finnland | 6 | 22 | 18 | |
3 | Lettland 3:0 | 7 | 3 | 12 | |
4 | Deutschland | 7 | 1 | 10 | |
5 | Österreich | 6 | -9 | 9 | |
6 | USA | 6 | 1 | 8 | |
7 | Ungarn 0:3 | 7 | -20 | 3 | |
8 | Großbritannien | 7 | -28 | 0 |
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | Kanada | 6 | 19 | 17 | |
2 | Norwegen 1:0 | 7 | 11 | 16 | |
3 | Tschechische Republik | 6 | 3 | 13 | |
4 | Slowakei | 6 | 4 | 11 | |
5 | Schweden | 6 | 9 | 9 | |
6 | Slowenien | 7 | -12 | 6 | |
7 | Dänemark 0:1 | 7 | -11 | 5 | |
8 | Italien | 7 | -23 | 1 |

