Darum gehts
- Leonardo Genoni wird erneut bester WM-Torhüter, Ambühl gratuliert herzlich
- Genoni hat bereits vier WM-Silbermedaillen und würde alle tauschen für Gold
- Er beeindruckt mit 97,1 % Fangquote und 0,56 Gegentoren pro Spiel
Es ist eine rührende Szene: Nati-Torhüter Leonardo wird – einmal mehr – zum besten Spieler des WM-Finals gekürt. Doch diesmal steht auf dem Podest mit Nati- und HCD-Legende Andres Ambühl (42) ein langjähriger Weggefährte, der ihm die Auszeichnung übergibt. «Büeli» umarmt Genoni für einen Moment innig und flüstert ihm ein paar Worte zu.
Sie kennen sich bereits seit gemeinsamen Zeiten beim HC Davos vor bald 20 Jahren. Haben dort drei Meistertitel (2009, 2011, 2015) zusammen gefeiert und in ihren Klub- sowie Nati-Karrieren so manch bitteren Moment geteilt. Wie vor einem Jahr in Stockholm. Der WM-Final 2025 ist das letzte Spiel von Ambühl vor dessen Rücktritt. Nach der 0:1-Overtime-Niederlage gegen die USA fährt Genoni sofort zu Ambühl und drückt ihn an sich. Danach erzählt der Silberheld Blick: «Es tut mir vor allem leid für Büeli. Es tut weh, sehr weh. Ein Sieg hier in Stockholm, das wäre so schön gewesen für ihn.» Er hätte ihm Gold gewünscht zum Abschied.
Genoni: «Es tat ihm wirklich leid»
Ein Jahr später in Zürich ist es umgekehrt. Es scheint, als würde Ambühl diesmal Genoni trösten. Was er zu ihm gesagt hat? Ambühl dazu kurz und bündig, wie man ihn kennt: «Ich sagte ihm, schade, dass es nicht geklappt hat.» Für viel mehr sei keine Zeit geblieben. «Es tat ihm wirklich leid», verrät der beste Torhüter dieses WM-Turniers, «er verfolgte unsere Spiele intensiv und sagte, dass es so verdient gewesen wäre für uns. Und wenn Andres Ambühl das sagt, widerspricht man nicht.»
Ein kleines Lächeln huscht über das Gesicht des 38-Jährigen, der auch im Moment der riesigen Enttäuschung sagen kann: «Es waren die schönsten zwei Wochen, die ich hier erlebt habe.» Dass die Nati eine solche Euphorie entfachen könne, hätte er nicht gedacht und noch nie erlebt. Genoni ist einer der Pfeiler dieser erfolgreichen Nati-Generation. Es ist sein viertes WM-Silber (2018, 2024, 2025, 2026). «Morgen habe ich vielleicht Freude daran, direkt nach dem Spiel tut es noch weh.» Dass er sämtliche Meistertitel und Auszeichnungen für Gold eintauschen würde, betont er regelmässig. Zum dritten Mal in Serie ist er der WM-Keeper mit der besten Fangquote (97,1 %) und dem mit Abstand tiefsten Gegentore-Schnitt (0,56).
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | Schweiz | 7 | 32 | 21 | |
2 | Finnland | 7 | 20 | 18 | |
3 | Lettland | 7 | 7 | 12 | |
4 | USA | 7 | 4 | 11 | |
5 | Deutschland | 7 | 1 | 10 | |
6 | Österreich | 7 | -12 | 9 | |
7 | Ungarn | 7 | -24 | 3 | |
8 | Großbritannien | 7 | -28 | 0 |
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | Kanada | 7 | 20 | 20 | |
2 | Norwegen | 7 | 11 | 15 | |
3 | Tschechische Republik | 7 | 2 | 13 | |
4 | Schweden | 7 | 11 | 12 | |
5 | Slowakei | 7 | 2 | 11 | |
6 | Dänemark | 7 | -11 | 6 | |
7 | Slowenien | 7 | -12 | 6 | |
8 | Italien | 7 | -23 | 1 |

