Duell mit Österreich steht an
Berra verrät Grund für Ausfall – herzige Kinder-Botschaften vor Hotel

Nur die Reserveleute, die Goalies und ein NHL-Star stehen am Morgen vor dem Nachmittagsspiel gegen Österreich im Warm-up auf dem Eis. Hier kommt das Nati-Inside vor Spiel 4 der Heim-WM.
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Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Reto Berra verpasste wegen Lungenentzündung erste drei Nati-Spiele in Schweden
  • Spielt Goalie Leonardo Genoni gegen Österreich?
  • Kinder malen mit Kreide Botschaften vor Nati-Hotel

Berra enthüllt Grund für Ausfall

Am Montag bestritt Reto Berra (39) das erste Training mit der Nati, nachdem er krankheitsbedingt nicht pünktlich mit dem Team einrücken konnte und die ersten drei Spiele verpasste. Danach besprach er sich mit dem Arzt, bekam grünes Licht und wurde nachgemeldet. Woran genau der Torhüter gelitten hatte, wurde am Dienstagabend auf SRF bekannt. Er enthüllt: «Ich hatte eine Lungenentzündung. Der Körper sagte mir so, dass er eine Pause braucht.» Berra wurde nach dem letzten Vorbereitungscamp in Schweden an den zwei freien Folgetagen krank. «Als die Mannschaft eingerückt ist, lag ich im Bett und trank Tee.»

Reto Berra hatte eine Lungenentzündung.
Foto: Sven Thomann

Auch Österreich ein Fall für Genoni?

Beim Warmup am Morgen vor dem Österreich-Spiel am Nachmittag (16.20 Uhr) stehen neben den drei Goalies Leonardo Genoni, Reto Berra und Sandro Aeschlimann nur NHL-Star Pius Suter und die noch nicht gemeldeten Lukas Frick und Nicolas Baechler zusammen mit Goalie-Coach Thomas Bäumle auf dem Eis, um die Keeper mit Arbeit zu versorgen. Als erster der drei Goalies verlässt Genoni das Feld, womit man aufgrund eines ungeschriebenen Hockey-Gesetzes davon ausgehen kann, dass er das Spiel heute Nachmittag beginnen wird. Der Mann aus Kilchberg ZH spielte bereits gegen die USA (3:1) und zuletzt gegen Deutschland (6:1) und dürfte dann am Donnerstag gegen die Briten (ein Fall für Berra?) pausieren. Und hinterliess dabei einen starken Eindruck.

Die Goalies Reto Berra, Leonardo Genoni und Sandro Aeschlimann sind mit Goalie-Trainer Thomas Bäumle und den Feldspielern Pius Suter, Lukas Frick und Nicolas Baechler auf dem Eis.
Foto: Stephan Roth

Liebesbekundungen vor Nati-Hotel

Die Nati-Stars geniessen an ihrer Heim-WM die Nähe zu den Fans und die besondere Hühnerhaut-Atmosphäre im Stadion. Dass sie ganz in der Nähe der Swiss Life Arena logieren, hat sich mit Sicherheit herumgesprochen, trotzdem bewegen sich die Spieler frei im und ums Hotel. Ab und an bittet ein Fan um ein Autogramm. Ganz süss sind jedoch die Bekundungen einiger Kids, die auf dem Vorplatz des Mercure mit Kreide die Namen ihrer Lieblingsspieler Meier, Andrighetto, Knak, Suter und Hischier oder den WM-Slogan «Time to shine» hingeschrieben haben.

Timo Meier erhält von Kindern viel Zuspruch.
Auch von Pius Suter sind die Kids Fan.

Heimvorteil für ZSC-Stars

Die Spieler der ZSC Lions nutzen den Heimvorteil perfekt. Von den sieben ZSC-Spielern, die an der WM in der Swiss Life Arena im Einsatz sind, haben fünf schon getroffen: der Lette Rudolfs Balcers viermal, Sven Andrighetto dreimal, der Österreicher Vinzenz Rohrer zweimal und Denis Malgin und Dean Kukan je einmal. Einzig Verteidiger Christian Marti steht bei den Lions-Schweizern noch ohne Tor da, hat aber auch schon einen Assist auf dem Konto. Der finnische Verteidiger Mikko Lehtonen ist noch torlos und hat zwei Assists gebucht. Das macht bisher elf ZSC-Tore. Am meisten Punkte haben Andrighetto, der die Turnier-Skorerliste zusammen mit dem Servette-Finnen Jesse Puljujärvi anführt, und Malgin gebucht (je fünf).

Die ZSC-Stars Denis Malgin und Sven Andrighetto (links) feiern
Foto: Getty Images

Gegner interessiert Nati nicht

Nach den überzeugenden drei ersten Spielen gegen die USA (3:1), Lettland (4:2) und Deutschland (6:1) folgen nun mit Österreich (Mittwoch), Grossbritannien (Donnerstag) und Ungarn (Samstag) drei auf dem Papier schwächere Gegner. Wie geht die Schweiz diese Partien an, ohne in der ganzen Euphorie die Bodenhaftung zu verlieren? Nati-Topskorer Sven Andrighetto dazu: «Wir schauen es nicht so an, ob es einfachere oder schwierigere Gegner sind. Wir fokussieren uns auf unser Spiel, wollen dieses von Partie zu Partie verbessern und uns weiter steigern.» Nati-Trainer Jan Cadieux ergänzt: «Wir müssen uns auf uns konzentrieren und nichts anderes. Für uns ist wichtig, dass wir im Prozess weiter wachsen.» Einzig Niederreiter sagt: «Wir wissen, dass Österreich auch ein nerviger Gegner ist, es war immer zäh.»

Nati seit 2015 gegen Österreich ungeschlagen

Beim letzten Duell gegen Österreich, letztes Jahr im Viertelfinal in Herning, liess die Nati nichts anbrennen, gewann 6:0 und Leonardo Genoni heimste seinen dritten Shutout des Turniers ein. Die Tore erzielten dabei Christoph Bertschy, Timo Meier, Ken Jäger, Kevin Fiala, Sandro Schmid und Simon Knak. Doch in den Jahren davor gab es auch ungemütliche Momente. 2024 in Prag brauchte es einen Goalie-Wechsel nach zwei Dritteln (Akira Schmid für Reto Berra) und einen Hattrick und ein Powerplay-Tor von Nico Hischier in der Schlussminute, um den 6:5-Sieg sicherzustellen. 2019 in Bratislava lief es besser für Berra. Er verbuchte beim 4:0-Sieg einen Shutout. Wie bei den Silbermedaillen 2024 und 2025 traf man auch 2018 auf dem Weg in den Final auf den Nachbarn und gewann im Startspiel dank einem Overtime-Tor von Enzo Corvi 3:2. Die letzte Niederlage stammt aus dem Jahr 2015, als die Schweiz unter Glen Hanlon in Prag trotz dreimaliger Führung 3:4 nach Penaltyschiessen verlor. Im Tor stand Reto Berra.

2015 verlor die Schweiz (im Bild Reto Berra) letztmals an einer WM gegen Österreich.
Foto: Andy Mueller/freshfocus

Cadieux sieht Steigerungspotenzial

Trotz der neun Punkte aus den ersten drei Spielen sieht Nati-Trainer Jan Cadieux noch Steigerungspotenzial. «Wir sind auf dem richtigen Weg, aber es gibt auch noch sehr viel Arbeit. In der neutralen Zone verlieren wir noch einige Pucks zu viel und in der offensiven Zone könnten wir teilweise noch etwas geradliniger spielen», sagt er.

Am Public Viewing geht bei Kantersieg die Post ab
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Nati-Fans aus dem Häuschen:Am Public Viewing geht die Post ab
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Eishockey-WM 2026 Gruppe A
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Schweiz
Schweiz
3
9
9
2
Finnland
Finnland
3
9
9
3
Österreich
Österreich
3
7
9
4
Ungarn
Ungarn
3
0
3
5
USA
USA
3
-2
3
6
Lettland
Lettland
3
-2
3
7
Deutschland
Deutschland
3
-9
0
8
Großbritannien
Großbritannien
3
-12
0
Playoffs
Abstieg
Gruppe B
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Kanada
Kanada
3
12
9
2
Slowakei
Slowakei
3
5
8
3
Tschechische Republik
Tschechische Republik
3
3
7
4
Norwegen
Norwegen
3
7
6
5
Schweden
Schweden
3
1
3
6
Slowenien
Slowenien
3
-4
3
7
Dänemark
Dänemark
3
-11
0
8
Italien
Italien
3
-13
0
Playoffs
Abstieg
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