Sechs Tore in zwei WM-Spielen gegen Deutschland. Vier beim 5:1-Triumph vor einem Jahr in Herning (Dä) und nochmals zwei am Montagabend bei der 6:1-Gala. Es ist eine unfassbare Bilanz, die Sven Andrighetto (33) gegen den Erzrivalen abliefert. Der ZSC-Leitwolf ist der personifizierte Deutschland-Schreck.
«Es ist wahrscheinlich einfach Glück», sagt Andrighetto zu seiner Ausbeute gegen den Nachbarn, «das Wichtigste ist, dass wir gegen die Deutschen gewinnen. Wir kennen alle die herrschende Rivalität, es sind immer coole und heisse Spiele. Ich bin froh, wenn ich der Mannschaft helfen kann, dass wir diese Spiele gewinnen.»
«Immer speziell gegen sie»
Als die Schweizer den Deutschen im zweiten Drittel innert 13 Minuten fünf Tore einschenkten, fünf von neun Schüssen im Netz zappeln liessen, konnten diese einem fast schon leidtun. Verspürte da nicht auch Andrighetto eine Spur Mitleid? «Überhaupt nicht. Es ist Deutschland – die tun dir nie leid.»
Es ist zu spüren – gegen den Erzrivalen, gegen den Andrighetto seit er als 15-jähriger Junior ins Nationalmannschaftsprogramm des Verbandes aufgenommen wurde, auf verschiedenen Stufen so oft gespielt hat, ist er besonders heiss. «Es ist immer speziell gegen sie», sagt er.
Keine Sympathie für Deutschland
Doch wie hält er es sonst so mit Deutschland? Beispielsweise im Fussball? «Da bin ich für die Schweiz, immer für die Schweiz», hält er mit Bestimmtheit fest. Und wenn die Schweiz mal nicht oder nicht mehr dabei ist? «Nicht für Deutschland, da habe ich keine Sympathie.»
Die hat der Dübendorfer dafür für seine Nati-Kollegen und dies ausgiebig. «Wir haben 25 Weltklasse-Spieler in unserer Mannschaft», sagt Andrighetto. Dass er selbst Teil dieses WM-Teams sein kann, hing bis vor zehn Tagen an einem seidenen Faden, nachdem er in den Playoffs erstmals in seiner Karriere eine Gehirnerschütterung erlitten hatte und erst im letzten WM-Vorbereitungsspiel gegen Tschechien einen erfolgreichen Belastungstest absolvieren konnte. Zuvor befand er sich in einem Wettlauf gegen die Zeit, musste viel bangen und investieren, ohne zu wissen, ob es noch klappt.
Aktuell Topskorer der WM
«Darüber möchte ich jetzt nicht mehr sprechen, ich habe in letzter Zeit genug dazu gesagt. Es ist für mich längst abgehakt, ich fühle mich sehr gut und schaue nach vorne», so Andrighetto. Der ganze Aufwand hat sich für ihn und die Nati aber definitiv gelohnt. Und wie: Der ZSC-Stürmerstar ist nicht nur erneut der Deutschland-Schreck, sondern mit seinen drei Toren und zwei Assists zusammen mit dem Finnen Jesse Puljujärvi von Servette auch der aktuelle WM-Topskorer.
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | Finnland | 3 | 9 | 9 | |
1 | Schweiz | 3 | 9 | 9 | |
3 | Österreich | 2 | 5 | 6 | |
4 | Lettland | 2 | 0 | 3 | |
5 | USA | 3 | -2 | 3 | |
6 | Ungarn | 2 | -5 | 0 | |
7 | Großbritannien | 2 | -7 | 0 | |
8 | Deutschland | 3 | -9 | 0 |
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | Kanada | 3 | 12 | 9 | |
2 | Tschechische Republik | 3 | 3 | 7 | |
3 | Slowakei | 2 | 4 | 6 | |
4 | Norwegen | 2 | 3 | 3 | |
5 | Schweden | 3 | 1 | 3 | |
6 | Slowenien | 2 | -3 | 2 | |
7 | Italien | 2 | -9 | 0 | |
8 | Dänemark | 3 | -11 | 0 |


