Trotz fünfter Pleite in Serie: Team steht hinter EVZ-Trainer Liniger
«Wir vertrauen unserem Coach»

Am Morgen vor dem Spiel gegen den ZSC besuchten EVZ-Fans das Training der Zuger und hatten Botschaften auf Plakaten dabei. Ein Spruchband hängten sie im Kabinengang auf.
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Nicht nur EVZ-Trainer Michael Liniger gibt seine Forderungen klar und deutlich durch...
Foto: Mike Wiss/freshfocus

Darum gehts

  • EV Zug verliert 2026 fünf Spiele in Folge, Fans fordern Einsatz
  • Captain Kovar sieht mentale Probleme und will Verantwortung übernehmen
  • Nach Zu-Null-Klatschen ist ein Aufwärtstrend erkennbar
Die künstliche Intelligenz von Blick lernt noch und macht vielleicht Fehler.
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Nicole VandenbrouckReporterin Eishockey

Als EVZ-Captain Jan Kovar nach der fünften Niederlage in Serie im Kabinengang der OYM Hall Rede und Antwort steht, hängt hinter ihm an der Wand ein langes Spruchband mit den Worten: «Ihsatz, Wille und Emotione zeige». Eine Botschaft der Zuger Fans.

Mehrere Dutzend von ihnen haben am Morgen des Matchtages das Aufwärmtraining der Mannschaft besucht. Nicht, um primär ihren Frust kundzutun, sondern um ihre Unterstützung in der Krise zu zeigen – und eben Einsatz zu fordern und eine klare Ansage zu machen.

Auch Trainer Michael Liniger (46) hat sich hingestellt und mit den Fan-Verantwortlichen ausgetauscht. Die Bilanz seines Teams in dem noch jungen Jahr sieht mies aus: 2026 stehen fünf Niederlagen und noch null Siege zu Buche. Vor allem nach der 0:4-Pleite in Ambri ist dem Team der Ärger der Fans nicht verborgen geblieben, als diese nach dem Match wütend ans Plexiglas hämmern, während sich die Spieler von ihnen verabschieden.

«Unser Selbstvertrauen hat gelitten»

Solche Auftritte verträgt es selbst bei einer dezimierten Mannschaft nicht, die mit einer 0:7-Klatsche in Lausanne ins Jahr gestartet ist. Doch, so versichert auch Captain Kovar, ein leichter Aufwärtstrend ist nun erkennbar. Sowohl gegen Fribourg (2:3 n.P.) als auch zuletzt gegen Zürich (2:3 n.V.) schnuppern die Zuger am Sieg. «Es war nicht alles nur negativ», so der Tscheche, der vorangehen und einen grossen Teil des Drucks auf seine Schultern laden möchte. «Auch ich muss mich steigern.» 

Kovar ortet das Hauptproblem im Mentalen: «Unser Selbstvertrauen hat gelitten. Wir treten nicht befreit auf, das verlangsamt unser Spiel.» Vor allem mit dem Puck. Die Folge: Die Zuger bringen kaum geordnete Angriffe oder ein Zusammenspiel zustande. «Ist man im Kopf zu langsam, sind meist auch die Entscheidungen mit dem Puck schlecht.» Ein gewisses Level an Frustration sei da, «aber es liegt nur an uns, aus diesem Teufelskreis herauszukommen». Dass Trainer Liniger infrage gestellt würde, lässt der 35-Jährige nicht zu. «Wir vertrauen unserem Coach.»

Kurioser Grant-Doppelpack sichert ZSC den Sieg
4:20
EV Zug – ZSC Lions 2:3 n.V.Kurioser Grant-Doppelpack sichert ZSC den Sieg

Für einen freien Kopf kommt das CHL-Halbfinal-Hinspiel am Dienstag gegen den in der Meisterschaft ebenfalls mit Problemen kämpfenden schwedischen Champion Lulea allenfalls wie gerufen. «Ein neuer Gegner, ein anderes System.» Ein bisschen Vorfreude kommt auf. Und weil die Mannschaft nicht wie üblich nach Spielen für die Trainings ins Leistungszentrum OYM nach Cham zurückkehrt, sondern in der OYM Hall bleibt, bleibt ihr auch die Fan-Botschaft weiterhin vor Augen. Aber an Einsatz und Wille hat es gemäss CEO Patrick Lengwiler in den letzten beiden Duellen sowieso nicht gemangelt.

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National League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
HC Davos
HC Davos
40
47
84
2
HC Fribourg-Gottéron
HC Fribourg-Gottéron
40
34
74
3
Genève-Servette HC
Genève-Servette HC
40
7
70
4
Lausanne HC
Lausanne HC
40
22
68
5
HC Lugano
HC Lugano
38
26
66
6
ZSC Lions
ZSC Lions
0:0
39
20
64
7
SC Rapperswil-Jona Lakers
SC Rapperswil-Jona Lakers
39
-8
62
8
EV Zug
EV Zug
38
-9
58
9
SCL Tigers
SCL Tigers
39
4
54
10
SC Bern
SC Bern
39
-11
51
11
EHC Biel
EHC Biel
39
-16
49
12
EHC Kloten
EHC Kloten
0:0
39
-19
47
13
HC Ambri-Piotta
HC Ambri-Piotta
39
-36
45
14
HC Ajoie
HC Ajoie
39
-61
29
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