Totale Verunsicherung
Zug wird von Ambri überrollt

Der EVZ kassiert die nächste Zu-Null-Pleite. Zug ist vorne zu harmlos und hinten zu langsam. Da frohlocken die Leventiner.
Kommentieren
Ambri nützt das Zuger Tief aus.
Foto: Marusca Rezzonico/freshfocus
RMS_Portrait_AUTOR_413.JPG
Nicole VandenbrouckReporterin Eishockey

Drittes Spiel im neuen Jahr, dritte Niederlage für die Zuger, die 2026 erst einen Treffer zustande gebracht haben. Offensive Impotenz, allgemeine Verunsicherung, defensive Unzulänglichkeiten. So die Kurzfassung, auch des Duells gegen Ambri.

Die Leventiner wittern ihre Chance darin, den EVZ konsequent unter Druck zu setzen. Der in der Vergangenheit meist blasse und einflusslose Formenton kommt zu gefährlichen Möglichkeiten, die er in den letzten Spielen zusammengezählt nicht gehabt hat. Die Zuger laufen auf den Felgen und lassen ihre wenigen guten Chancen aus, so steigt der Frust.

Als Verteidiger Sklenicka zu spät dran ist, den alleine losstürmenden Formenton regelwidrig stoppt und so einen Penalty verursacht, macht EVZ-Captain Kovar seinem Ärger verbal Luft und muss dafür in die Kühlbox. Von dort sieht er, wie Joly seinen Goalie Genoni bezwingt. Der Meisterkeeper ist es, der die Zuger vor einem grösseren Rückstand bewahrt. Bei den Gegentoren Nummer zwei und drei ist aber selbst er machtlos.

Als nach dem Bully die Scheibe zu Zwerger prallt, enteilt der Ösi leichten Fusses, selbst Zugs sonstiger Tempostürmer Hofmann hat das Nachsehen. Zwergers Lupfer über Genonis Fanghand zum 2:0 löst Glücksgefühle aus in der Leventina. Manix Landry tut es ihm gleich, er überläuft bei seinem Treffer zum 3:0 einfach EVZ-Verteidiger Stadler. Und auch Formenton wird noch zum Torschützen, irgendwie, denn versenkt hat der Kanadier die Scheibe nicht im von Genoni verlassenen Kasten. Sklenicka hindert ihn am Abschluss, ihm wird ein technisches Tor zugesprochen. So endet für Ambri die Niederlagenserie nach sechs Spielen.

Und der EVZ? Erwartungen und Realität klaffen auseinander. Wie dieses Zug zurück in die Spur finden soll, wird für Trainer Michael Liniger zur grossen Bewährungsprobe.

Fans: 6185.
Tore: 34. Joly 1:0 (Penalty). 48. Zwerger 2:0. 50. M. Landry (DiDomenico, Heed) 3:0. 60. Formenton 4:0 (technisches Tor ins leere Tor).

16-17_Strichkampf2_20260106221145328.jpg
1:17
Zwerger über sein Tor:«Hatte zuerst keine Ahnung, was ich mache»
National League 2026/27
Mannschaft
SP
TD
PT
1
ZSC Lions
ZSC Lions
10
18
27
2
Genève-Servette HC
Genève-Servette HC
11
4
21
3
SCL Tigers
SCL Tigers
11
7
19
4
HC Fribourg-Gottéron
HC Fribourg-Gottéron
11
9
18
5
HC Ajoie
HC Ajoie
11
-3
16
6
HC Ambri-Piotta
HC Ambri-Piotta
10
-6
15
7
HC Lugano
HC Lugano
10
3
15
8
Lausanne HC
Lausanne HC
11
-4
15
9
SC Bern
SC Bern
9
1
14
10
EV Zug
EV Zug
7
10
13
11
HC Davos
HC Davos
11
-4
13
12
SC Rapperswil-Jona Lakers
SC Rapperswil-Jona Lakers
11
-14
11
13
EHC Biel
EHC Biel
10
-4
10
14
EHC Kloten
EHC Kloten
11
-17
9
Playoffs
Qualifikationsspiele
Relegation Play-Offs
Was sagst du dazu?
Heiss diskutiert
    Meistgelesen