Fehlerorgie gegen den ZSC
So erklärt Verteidiger Frick den Davoser Tiefflug

Man versuche, das Richtige zu tun, «es gelingt uns bis jetzt aber nicht». HCD-Verteidiger Lukas Frick erklärt nach der 1:5-Pleite gegen den ZSC, was bei den Davosern gerade vorgeht.
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Die Davoser, hier Yannick Frehner (r.), sind gegen die ZSC Lions mit Jan Schwendeler arg in Schieflage geraten.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

  • Der HCD steckt laut Lukas Frick in einem Prozess fest
  • Der Verteidiger ortet die Gründe für die instabilen Auftritte
  • Davoser mit Puckverlusten zur Unzeit und Fehlentscheiden am Puck
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Nicole VandenbrouckReporterin Eishockey

Es sind ungewöhnliche und schwierige Zeiten für die Davoser. Der HCD der letzten Saison wäre imstande gewesen, einen 0:2-Rückstand gegen den ZSC zu drehen. Der HCD dieser Saison jedoch bietet den Lions mit drei individuellen Fehlern in Folge drei weitere Treffer zum 5:1-Sieg auf dem Silbertablett an.

Eine Einordnung ist ebenso schwierig. Hinten sind Stützen wie Klas Dahlbeck (Sd, zu Malmö), Michael Fora (zu Lausanne) und Nico Gross (verletzt) weggefallen, vorne Leader Matej Stransky (Pardubice) und Energiespieler Simon Knak (ZSC), Chris Egli und Rico Gredig (beide Zug). Doch Verteidiger Lukas Frick betont: «Alle, die hier sind, können Eishockey spielen.»

Bestimmt, nur zusammenpassen tut da gerade noch nicht so viel. Auch beim Nati-Spieler nicht. Frick leitet mit einem Fehlpass auf ZSC-Topskorer Denis Malgin den dritten Gegentreffer ein und kann auch beim fünften nichts mehr retten, als Kollege Dominik Egli seine Angriffsauslösung hinter dem Tor vergeigt.

«Chemie im Team ist intakt»

Wo ortet Frick die Probleme? «Die zu vielen individuellen Fehler werden eiskalt ausgenutzt. Und wir gehen zu leichtfertig mit dem Puck um.» Warum? «Wir wollen zu viel, spielen den Extrapass, statt zu schiessen.» In diesem Spiel gegen Zürich seien gute Ansätze erkennbar gewesen, «wir versuchen den Puck zu halten, und dann passieren uns genau dann Fehler, wenn sie nicht sollten». Puckverluste ohne Druck, Fehlentscheide an der Scheibe.

Der 32-Jährige sieht es als herausfordernden Prozess an, den man nur als Team bestehen könne. «Wir versuchen, das Richtige zu tun. Es gelingt uns bis jetzt aber nicht.» Insbesondere nach solchen Pleiten fänden intensive Gespräche statt in der Mannschaft. «Reden hilft, um zu verstehen, was im Spiel falsch läuft. Die Chemie im Team ist intakt.» Die namhaften Abgänge als Grund fürs Straucheln zu nennen, ist laut Frick eine zu einfache Ausrede. Dennoch ist augenscheinlich, dass aktuell auf dem Eis ein konstanter Leader fehlt, der den Karren mal aus dem Dreck ziehen könnte. Die Dynamik im Team hat sich irgendwie verändert, das ist auch für Frick noch schwierig einzuordnen. Das Selbstvertrauen des Vizemeisters HCD ist gerade mehr als angeschlagen.

National League 2026/27
Mannschaft
SP
TD
PT
1
ZSC Lions
ZSC Lions
12
25
33
2
Genève-Servette HC
Genève-Servette HC
13
3
24
3
HC Ambri-Piotta
HC Ambri-Piotta
12
2
21
4
HC Fribourg-Gottéron
HC Fribourg-Gottéron
12
14
21
5
Lausanne HC
Lausanne HC
14
1
21
6
SC Bern
SC Bern
11
4
20
7
SCL Tigers
SCL Tigers
13
3
19
8
HC Ajoie
HC Ajoie
14
-4
19
9
EV Zug
EV Zug
8
11
16
10
HC Davos
HC Davos
13
-7
16
11
HC Lugano
HC Lugano
12
-3
15
12
EHC Biel
EHC Biel
12
-6
13
13
SC Rapperswil-Jona Lakers
SC Rapperswil-Jona Lakers
13
-18
11
14
EHC Kloten
EHC Kloten
13
-25
9
Playoffs
Qualifikationsspiele
Relegation Play-Offs
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