Kuriose Szenen in der National League
Schiri verhindert Tor – Coach's Challenge vom Sofa aus

Tommaso De Luca rächt sich nach üblem Check von Johnny Kneubuehler. Ein Finne ist auf GM-Tour. Und kommt es im Bieler Kasten zur Wachablösung? Hier kommt das Liga-Inside.
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Schiedsrichter Mark Lemelin steht dem SCB im Weg.
Foto: Pius Koller

De Luca rächt sich an Kneubuehler

Kaum haben sie personell wieder etwas aufgestockt (Adam Boqvist verpflichtet, Jesse Puljujärvi nach Sperre zurück), schwächt sich das arg dezimierte Servette gleich wieder. Für Johnny Kneubuehler ist die Partie am Samstagabend gegen Ambri nach 16 Minuten und einem gefährlichen Kniecheck gegen Ambris Tommaso De Luca vorbei. Dieses Mal reicht es dann auch nicht mehr für Punkte – nach vier Siegen in Folge verlieren die Genfer in der Leventina erstmals wieder (3:6). Und De Luca, der sich bei der Aktion glücklicherweise nicht verletzt hat, nimmt mit zwei Toren persönlich Rache.

VA Ambri Genf Kneubuehler Restausschluss
1:05
Kniecheck gegen De Luca:Genfs Kneubuehler geht frühzeitig duschen

Schiri verhindert SCB-Tor

Zu einer kuriosen Szene kommt es beim Tatzenderby SCL Tigers – Bern (1:3). So fährt Schiedsrichter Mark Lemelin in der Schusslinie von Bern-Stürmer Waltteri Merelä vor dem Tor durch und verhindert so mit einem sauberen Block ein wahrscheinliches Tor. Schiri-Experte Matthias Kehrli klärt anschliessend auf Mysports auf: «Hätte er den Puck ins Tor abgelenkt, hätte der Treffer nicht gezählt. Es ist die einzige Regel, bei welcher der Schiedsrichter nicht Luft ist.»

VA Schiri verhindert SCB-Tor gegen Tigers
0:48
Experte klärt Regel auf:Hier verhindert Schiri Lemelin das SCB-Tor

Wachablösung? Östlund stiehlt Säteri die Show

Zum zweiten Mal erhält Biel-Ersatzgoalie Viktor Östlund am Samstag einen Einsatz von Anfang an, zum zweiten Mal gehen die Seeländer als Sieger vom Eis. Nach dem 4:3 am 3. Oktober gegen Davos mit einem 3:2 im Krisengipfel gegen die SCRJ Lakers. Findet da etwa gerade eine Wachablösung statt? Mit einer Abwehrquote von 92,63 Prozent schlägt der Schwede mit Schweizer Lizenz Stammgoalie Harri Säteri (87,90%) derzeit deutlich. Der finnische Olympiasieger und Weltmeister wurde diese Saison auch schon zweimal ausgewechselt.

EISHOCKEY, NATIONAL LEAGUE, SAISON 2026/27, SCRJ, SC RAPPERSWIL JONA LAKERS, EHC BIEL
3:47
SCRJ Lakers – EHC Biel 2:3:Supertalent Neuenschwander trifft aus spitzem Winkel

Wenn er trifft, gewinnt der SCB immer

Nach zehn Spielen hat Berns Neuzugang Rodrigo Abols mit sechs Toren und vier Assists zehn Skorerpunkte auf dem Konto. Dabei fällt auf: Bisher hat der SCB jedes Spiel gewonnen, in dem der Lette getroffen hat. Viermal war er mit dem 1:0 auch der Dosenöffner. Dazu erzielte er in Ambri den Overtime-Treffer.

EISHOCKEY, NATIONAL LEAGUE, NATIONALLIGA, NL, LN, HOCKEY SUR GLACE, SAISON 2026/27, QUALIFIKATION, SCL TIGERS, SC BERN
4:22
SCL-Tigers – SC Bern 1:3:Wie durch Butter – Merelä, Marchon und Abols zaubern

Coach’s Challenge vom Sofa aus

HCD-Goalietrainer Markus Ketterer (59) konnte am Freitag nicht mit ans Auswärtsspiel nach Lugano reisen – eine Magenverstimmung zwang ihn dazu, zu Hause zu bleiben. Dennoch hatte der Finne entscheidenden Anteil am 3:2-Sieg im Südtessin. Während des ganzen Spiels bestand eine telefonische Standleitung zu Assistenztrainer Dylan Stanley (42, Ka). Und als Luganos Aebischer das vermeintliche 2:0 schoss, löste Ketterer die Stummschaltung auf und riet quasi vom Sofa aus, die Coach’s Challenge zu nehmen. Mit Erfolg: Der Treffer wurde wegen eines vorangegangenen Offsides aberkannt.

HCD-Goalietrainer Markus Ketterer (l.) riet von zu Hause aus zur Coach's Challenge.
Foto: keystone-sda.ch

Finnen-Sportchef auf Tour

Die NL-Finnen laufen heiss und schiessen Tore am Laufmeter. In den letzten Tagen unter Beobachtung von Jere Lehtinen. Der Ex-NHL-Stürmer (Dallas) und Weltmeister sowie Olympia-Medaillist ist seit zwölf Jahren Sportchef von Finnlands Nationalteam und befindet sich auf Schweiz-Besuch. Am Mittwoch sah der 53-Jährige im Duell zwischen Lausanne und Ajoie zwei Finnen-Tore (Suomela, Honka), in Kloten spielte am Freitag Ambris Järventie beim 5:0-Sieg mit vier Skorerpunkten gross auf, und am Samstag in Fribourg erzielte Borgström für Gottéron das 5:1 gegen Lugano. Die Anwesenheit des General Managers scheint seine Leute anzuspornen. Lehtinen selbst ist begeistert von den zahlreichen Finnen in der National League: «Das ist gut für unser Eishockey.»

Das Warten auf Verstärkung

Während der zweiten Drittelpause beim Spiel zwischen dem HCD und den ZSC Lions gibt der Davoser Sportchef Jan Alston im Interview mit Mysports zu, dass die Mannschaft mit dem Start in die neue Saison enttäuscht ist. «Wir haben momentan nicht das beste Kader. Wir beklagen viele Verletzungen», sagt Alston und begründet damit unter anderem die aktuelle Situation bei den Bündnern. Abhilfe soll Joseph Blandisi schaffen. Die Verpflichtung des Kanadiers aus der KHL wurde am Mittwoch bekanntgegeben. Spielen sollte der 32-Jährige aber erst Ende der nächsten Woche. Er wartet noch immer aufs Visum. Diese Angelegenheit sollte bis dann gelöst sein, bestätigt Alston.

HCD-Sportchef Jan Alston spricht über die bisherige Saison seiner Mannschaft.
Foto: keystone-sda.ch

Beim Fünf-Gegen-Fünf geht fast nichts

Zwischen Fribourg und Lugano werden insgesamt 15 Strafen ausgesprochen. Besonders eine davon wird den Bianconeri zum Verhängnis. Rasmus Kupari checkt Simon Seiler an der Bande in den Rücken und bekommt von den Schiedsrichtern nach dem Videostudium eine Fünfminuten-Strafe. Diese nutzen die Freiburger eiskalt mit vier Toren aus. Ohnehin klingelt es zwischen Gottéron und Lugano beinahe ausschliesslich, wenn jemand auf der Strafbank sitzt. Sechs der insgesamt sieben Treffer fallen während Überzahlsituationen.

FRIBOURG - LUGANO
3:08
Fribourg – Lugano 6:1:Rasmus Kupari stürzt Lugano mit seiner Strafe ins Verderben
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National League 2026/27
Mannschaft
SP
TD
PT
1
ZSC Lions
ZSC Lions
12
25
33
2
Genève-Servette HC
Genève-Servette HC
13
3
24
3
HC Ambri-Piotta
HC Ambri-Piotta
12
2
21
4
HC Fribourg-Gottéron
HC Fribourg-Gottéron
12
14
21
5
Lausanne HC
Lausanne HC
14
1
21
6
SC Bern
SC Bern
11
4
20
7
SCL Tigers
SCL Tigers
13
3
19
8
HC Ajoie
HC Ajoie
14
-4
19
9
EV Zug
EV Zug
8
11
16
10
HC Davos
HC Davos
13
-7
16
11
HC Lugano
HC Lugano
12
-3
15
12
EHC Biel
EHC Biel
12
-6
13
13
SC Rapperswil-Jona Lakers
SC Rapperswil-Jona Lakers
13
-18
11
14
EHC Kloten
EHC Kloten
13
-25
9
Playoffs
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