De Luca rächt sich an Kneubuehler
Kaum haben sie personell wieder etwas aufgestockt (Adam Boqvist verpflichtet, Jesse Puljujärvi nach Sperre zurück), schwächt sich das arg dezimierte Servette gleich wieder. Für Johnny Kneubuehler ist die Partie am Samstagabend gegen Ambri nach 16 Minuten und einem gefährlichen Kniecheck gegen Ambris Tommaso De Luca vorbei. Dieses Mal reicht es dann auch nicht mehr für Punkte – nach vier Siegen in Folge verlieren die Genfer in der Leventina erstmals wieder (3:6). Und De Luca, der sich bei der Aktion glücklicherweise nicht verletzt hat, nimmt mit zwei Toren persönlich Rache.
Schiri verhindert SCB-Tor
Zu einer kuriosen Szene kommt es beim Tatzenderby SCL Tigers – Bern (1:3). So fährt Schiedsrichter Mark Lemelin in der Schusslinie von Bern-Stürmer Waltteri Merelä vor dem Tor durch und verhindert so mit einem sauberen Block ein wahrscheinliches Tor. Schiri-Experte Matthias Kehrli klärt anschliessend auf Mysports auf: «Hätte er den Puck ins Tor abgelenkt, hätte der Treffer nicht gezählt. Es ist die einzige Regel, bei welcher der Schiedsrichter nicht Luft ist.»
Wachablösung? Östlund stiehlt Säteri die Show
Zum zweiten Mal erhält Biel-Ersatzgoalie Viktor Östlund am Samstag einen Einsatz von Anfang an, zum zweiten Mal gehen die Seeländer als Sieger vom Eis. Nach dem 4:3 am 3. Oktober gegen Davos mit einem 3:2 im Krisengipfel gegen die SCRJ Lakers. Findet da etwa gerade eine Wachablösung statt? Mit einer Abwehrquote von 92,63 Prozent schlägt der Schwede mit Schweizer Lizenz Stammgoalie Harri Säteri (87,90%) derzeit deutlich. Der finnische Olympiasieger und Weltmeister wurde diese Saison auch schon zweimal ausgewechselt.
Wenn er trifft, gewinnt der SCB immer
Nach zehn Spielen hat Berns Neuzugang Rodrigo Abols mit sechs Toren und vier Assists zehn Skorerpunkte auf dem Konto. Dabei fällt auf: Bisher hat der SCB jedes Spiel gewonnen, in dem der Lette getroffen hat. Viermal war er mit dem 1:0 auch der Dosenöffner. Dazu erzielte er in Ambri den Overtime-Treffer.
Coach’s Challenge vom Sofa aus
HCD-Goalietrainer Markus Ketterer (59) konnte am Freitag nicht mit ans Auswärtsspiel nach Lugano reisen – eine Magenverstimmung zwang ihn dazu, zu Hause zu bleiben. Dennoch hatte der Finne entscheidenden Anteil am 3:2-Sieg im Südtessin. Während des ganzen Spiels bestand eine telefonische Standleitung zu Assistenztrainer Dylan Stanley (42, Ka). Und als Luganos Aebischer das vermeintliche 2:0 schoss, löste Ketterer die Stummschaltung auf und riet quasi vom Sofa aus, die Coach’s Challenge zu nehmen. Mit Erfolg: Der Treffer wurde wegen eines vorangegangenen Offsides aberkannt.
Finnen-Sportchef auf Tour
Die NL-Finnen laufen heiss und schiessen Tore am Laufmeter. In den letzten Tagen unter Beobachtung von Jere Lehtinen. Der Ex-NHL-Stürmer (Dallas) und Weltmeister sowie Olympia-Medaillist ist seit zwölf Jahren Sportchef von Finnlands Nationalteam und befindet sich auf Schweiz-Besuch. Am Mittwoch sah der 53-Jährige im Duell zwischen Lausanne und Ajoie zwei Finnen-Tore (Suomela, Honka), in Kloten spielte am Freitag Ambris Järventie beim 5:0-Sieg mit vier Skorerpunkten gross auf, und am Samstag in Fribourg erzielte Borgström für Gottéron das 5:1 gegen Lugano. Die Anwesenheit des General Managers scheint seine Leute anzuspornen. Lehtinen selbst ist begeistert von den zahlreichen Finnen in der National League: «Das ist gut für unser Eishockey.»
Das Warten auf Verstärkung
Während der zweiten Drittelpause beim Spiel zwischen dem HCD und den ZSC Lions gibt der Davoser Sportchef Jan Alston im Interview mit Mysports zu, dass die Mannschaft mit dem Start in die neue Saison enttäuscht ist. «Wir haben momentan nicht das beste Kader. Wir beklagen viele Verletzungen», sagt Alston und begründet damit unter anderem die aktuelle Situation bei den Bündnern. Abhilfe soll Joseph Blandisi schaffen. Die Verpflichtung des Kanadiers aus der KHL wurde am Mittwoch bekanntgegeben. Spielen sollte der 32-Jährige aber erst Ende der nächsten Woche. Er wartet noch immer aufs Visum. Diese Angelegenheit sollte bis dann gelöst sein, bestätigt Alston.
Beim Fünf-Gegen-Fünf geht fast nichts
Zwischen Fribourg und Lugano werden insgesamt 15 Strafen ausgesprochen. Besonders eine davon wird den Bianconeri zum Verhängnis. Rasmus Kupari checkt Simon Seiler an der Bande in den Rücken und bekommt von den Schiedsrichtern nach dem Videostudium eine Fünfminuten-Strafe. Diese nutzen die Freiburger eiskalt mit vier Toren aus. Ohnehin klingelt es zwischen Gottéron und Lugano beinahe ausschliesslich, wenn jemand auf der Strafbank sitzt. Sechs der insgesamt sieben Treffer fallen während Überzahlsituationen.
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | ZSC Lions | 12 | 25 | 33 | |
2 | Genève-Servette HC | 13 | 3 | 24 | |
3 | HC Ambri-Piotta | 12 | 2 | 21 | |
4 | HC Fribourg-Gottéron | 12 | 14 | 21 | |
5 | Lausanne HC | 14 | 1 | 21 | |
6 | SC Bern | 11 | 4 | 20 | |
7 | SCL Tigers | 13 | 3 | 19 | |
8 | HC Ajoie | 14 | -4 | 19 | |
9 | EV Zug | 8 | 11 | 16 | |
10 | HC Davos | 13 | -7 | 16 | |
11 | HC Lugano | 12 | -3 | 15 | |
12 | EHC Biel | 12 | -6 | 13 | |
13 | SC Rapperswil-Jona Lakers | 13 | -18 | 11 | |
14 | EHC Kloten | 13 | -25 | 9 |