Neuseeland-Auswanderer und Gottéron-Fan Fabian Herzog (42) ist auf dem Anflug nach Zürich, wo er von Dubai kommend nach rund 40-stündiger Reise am Mittag erwartet wird. Er wird müde, aber auch voller Adrenalin und Vorfreude sein.
Der Basler, der vor sechs Jahren mit seiner neuseeländischen Frau Sarah und seinen beiden Kindern Deia (10) und Leo (7) ans andere Ende der Welt ausgewandert war, hatte nach dem Overtime-Sieg der Fribourger im sechsten Playoff-Finalspiel gegen Davos vom Dienstag spontan Flüge gebucht und gepackt und war drei Stunden später am Flughafen in Auckland, um den möglichen ersten Gottéron-Meistertitel feiern zu können.
Dabei hatte er noch kein Ticket für den Showdown am Donnerstagabend in Davos. «Mein Kumpel und ich sind noch am Organisieren. Falls es nichts wird, gehen wir nach Fribourg und schauen im Public Viewing», sagt er.
Gobbi organisiert zwei Tickets
Es wäre zu schade, wenn Herzog das entscheidende Spiel nicht live vor Ort verfolgen könnte, wenn er schon solche Strapazen auf sich nimmt, dachte sich Blick und machte sich daran, ein Ticket für den längst ausverkauften Anlass, für den auf dem Schwarzmarkt im Internet horrende Preise verlangt werden, aufzutreiben. «Am wichtigsten ist, dass Fribourg gewinnt! Alles andere ergibt sich», schrieb Herzog derweil aus dem Flugzeug nach Dubai, bevor er sich ein bisschen Schlaf gönnte.
Am Morgen meldet sich John Gobbi, der ehemalige Verteidiger und Generaldirektor von Gottéron, mit der frohen Botschaft bei Blick: «Ich kümmere mich darum, zwei Tickets zu organisieren.» Als Blick Herzog darüber informiert, ist die Freude gross. «Sensationell», schreibt er. «Wie geil ist das denn!»
Viele Fribourg-Fans sind begeistert von Herzogs verrückter Reise und bieten an, ihm das Nachtessen zu bezahlen, wenn er sich bei ihnen meldet.
Fürs Happy End fehlt nur noch der historische Sieg von Fribourg. Da hat der 31-fache Meister HCD aber auch noch ein Wörtchen mitzureden. An seine irre Reise wird sich Herzog aber so oder so sein Leben lang erinnern.

