«In der Garderobe gabs einen Rave – Pokal zerstört»
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Sie nahmen ihn in eine Bar:«In der Garderobe gabs einen Rave – Pokal zerstört»

Meistergoalie fehlt krank
Pasche ersetzt Berra vor WM-Auftakt

Roman Josi, Nino Niederreiter & Co. führen noch Verhandlungen um Prämien. Hier kommt Nati-Inside einen Tag vor dem Start der Heim-WM.
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Lausanne-Goalie Kevin Pasche wurde fürs Training aufgeboten.
Foto: keystone-sda.ch

Pasche vertritt kranken Berra

Nachdem er schon beim Trainings-Auftakt in Zürich ausgefallen war, fehlt am Donnerstag weiterhin jede Spur von Meistergoalie Reto Berra. Man will ja auch kein Ansteckungsrisiko eingehen. Stattdessen trainiert Lausanne-Keeper Kevin Pasche mit, um einen normalen Trainingsbetrieb mit drei Torhütern aufrechterhalten zu können. Heisst das, dass Leonardo Genoni und Sandro Aeschlimann in der Pole-Position für die ersten beiden Spiele am Freitag (gegen Weltmeister USA) und am Samstag (gegen Lettland) stehen? Bei der Nati hofft man natürlich, dass Berra bald wieder auf dem Damm ist. Aber vielleicht tut dem 39-jährigen Zürcher Unterländer eine Pause nach einer strapaziösen Saison mit Olympia und Meisterfeierlichkeiten ganz gut. «Wir melden erst zwei Goalies und schauen dann, wie es mit Reto weitergeht», sagt Nati-Coach Jan Cadieux.

Heim-Heim-WM

Für einige Spieler ist es eine Heim-Heim-WM. So rückte Pius Suter mit dem Velo im Hotel Mercure ein. «Ich habe nur fünf bis sieben Minuten gebraucht», sagt der Stürmer der St. Louis Blues. «Ich komme auch im Sommer jeweils hierher, um zu trainieren. Mit einer kleinen Gruppe mieten wir hier jeweils Eis.» Neben Suter stehen mit Leonardo Genoni, Reto Berrra, Tim Berni, Dean Kukan, Christian Marti, Sven Andrighetto, Nicolas Baechler und Simon Knak acht Zürcher im Aufgebot.

Aussortierte Spieler dürfen noch hoffen

Mit der Nomination des 25-köpfigen WM-Kaders am Dienstag platzte der Traum von Heim-Weltmeisterschaften für die aussortierten Nati-Spieler. Oder doch nicht ganz? Im Gegensatz zu Olympia können an einer WM verletzte Spieler ausgetauscht werden. Deshalb, so sagt Nati-Trainer Jan Cadieux, gibt es aus dem Kader ausgeschiedene Spieler, die auf Pikett sind und daheim trainieren: «Wir werden diese alle zwei Tage kontaktieren und ihnen jeweils ein Update geben.» Es sei aber nicht das Ziel, diese bis Turnierende auf Pikett zu halten: «Wir haben ein Enddatum definiert.» Namen dieser Spieler nannte Cadieux nicht, aber klar ist seit dem Donnerstagstraining, dass einer von ihnen Goalie Kevin Pasche ist.

Schiedsrichter im Haus

Falls Davos-Verteidiger Sven Jung wie in den Playoffs («Sind das wirklich die besten Schiedsrichter, die wir in der Schweiz haben?») den Drang haben sollte, humorig bis kritische Fragen zu stellen, ist er direkt an der Quelle. Denn die Schiedsrichter sind wie die Nati im Hotel Mercure einquartiert. Darunter auch der in der National League pfeifende Finne Mikko Kaukokari und der Schweizer WM-Debütant Cedric Borga, mit denen Jung damals nach dem ersten Finalspiel nicht zufrieden gewesen war. Mit Head Michaël Tscherrig und Linesman Dominik Schlegel sind noch zwei weitere Schweizer Unparteiische bei der Heim-WM im Einsatz. Insgesamt umfasst die 17. Mannschaft des Turniers 32 «Zebras».

Prämien-Verhandlungen im Gange

Die Prämien für die WM sind noch nicht ausgehandelt. «Die Gespräche laufen noch. Wir wollen, dass die Angelegenheit noch vor dem ersten Spiel erledigt wird», sagte Nino Niederreiter anlässlich des Medientags am Mittwoch. Der Churer gehört neben Timo Meier, Leonardo Genoni, Christoph Bertschy, Calvin Thürkauf und Captain Roman Josi zur Verhandlungsdelegation. Jeder Spieler dürfte rund 50’000 Franken für den Titel kassieren, wenn man vom Preisgeld-Prämienmodell der Vergangenheit ausgehe, berichtet «Watson» und macht den Vergleich zur Fussball-Nati, die vor vier Jahren das Zehnfache kassiert hätte, wenn sie den Titel geholt hätte.

Nati-Stars wie Raubtiere

Der Eishockey-Weltverband IIHF nimmt es sehr genau, was die Uhrzeiten anbelangt. Wenn das Training der Nati wie am Donnerstag laut Plan auf 11.30 Uhr angesetzt ist, dann beginnt dieses um 11.30 Uhr und keine Sekunde früher. Die 25 Spieler waren jedoch schon zwei Minuten zuvor bereit und so warteten sie gemeinsam an der Bande, zählten an der Uhr auf dem Stadionwürfel die Sekunden runter, bis sie sich exakt um 11.30 Uhr aufs Eis stürzten. Als wären sie Raubtiere, die aus dem Gehege gelassen werden.

Nati in der mondänen ZSC-Kabine

Als Gastgeber konnte die Nati ihre Kabine auswählen und entschied sich natürlich für die mondäne Heimat der ZSC Lions. Weltmeister USA schnappte sich derweil mit dem Zweitwahlrecht die Kabine, in der während der Meisterschaft die Gastmannschaft untergebracht wird.

Eishockey-WM 2026 Gruppe A
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Österreich
Österreich
0
0
0
1
Finnland
Finnland
0
0
0
1
Deutschland
Deutschland
0
0
0
1
Großbritannien
Großbritannien
0
0
0
1
Ungarn
Ungarn
0
0
0
1
Lettland
Lettland
0
0
0
1
Schweiz
Schweiz
0
0
0
1
USA
USA
0
0
0
Playoffs
Abstieg
Gruppe B
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Kanada
Kanada
0
0
0
1
Tschechische Republik
Tschechische Republik
0
0
0
1
Dänemark
Dänemark
0
0
0
1
Italien
Italien
0
0
0
1
Norwegen
Norwegen
0
0
0
1
Slowakei
Slowakei
0
0
0
1
Slowenien
Slowenien
0
0
0
1
Schweden
Schweden
0
0
0
Playoffs
Abstieg
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