«Ich habe erst gestern mit Patrick Fischer telefoniert», verrät Nati-Trainer Jan Cadieux (46) am Mittwochnachmittag im Rahmen einer kleinen Medienrunde im Schweizer Teamhotel Mercure Zürich City.
Der vor einem Monat wegen Fischers Entlassung vom Assistenten zum Chef aufgestiegene Cadieux hat seinem Vorgänger «viel zu verdanken», wie er betont. «Er hat mich in seinen Nati-Staff geholt und mich immer gepusht.»
Es ist ein offenes Geheimnis, dass sich Patrick Fischer (50) im vergangenen Spätherbst für Cadieux starkgemacht hat, als es bei Swiss Ice Hockey galt, seine Nachfolge auf die nächste Saison zu regeln. Schliesslich erhielt der ehemalige Servette-Meistertrainer im Dezember auch den Zuschlag. Durch Fischers Freistellung nach dem Zertifikatsfälschungsskandal steht Cadieux nun schon früher als geplant in der Verantwortung.
Gratulations-SMS von Fischer
«Ich schätze Patrick Fischer enorm, er unterstützt mich, wo er kann. Fischi gehört immer zu den Ersten, die mir nach einem Erfolg ein SMS schreiben. So war es nach meinem ersten Sieg als Nati-Trainer und auch letzte Woche, nach dem Sieg gegen Tschechien zum Abschluss der Euro Hockey Tour», erzählt Cadieux. Und sagt weiter: «Ich bin auch seinetwegen dort, wo ich jetzt bin. Wir haben immer ein sehr gutes Verhältnis gepflegt.»
Daran wird sich für den Nati-Trainer auch nichts ändern. Ob er sich auch während der am Freitag mit dem Knüller gegen die USA beginnenden Heim-WM regelmässig mit Fischer austauschen wird, lässt er offen: «Wir werden sehen. Geplant ist es nicht und wir haben auch nicht abgemacht, dass wir uns fortan jeden Tag hören. Aber klar ist, dass wir in Kontakt bleiben.»
Ihre Gespräche würden sich dabei aber nicht primär um Eishockey drehen: «Fischi hat mir zwar wertvolle Tipps als Trainer für meine erste WM gegeben und mir gesagt, ich könne ihn jederzeit alles fragen. Ansonsten sprechen wir über alles Mögliche, aber nicht über Eishockey.»

