Lakers-Lundskog gegen Fribourg-Rönnberg
Duell der ziemlich besten Freunde

Rappis Johan Lundskog trifft im Viertelfinal mit Roger Rönnberg auf eine Trainer-Legende, die drei Jahre lang sein Chef war in Göteborg. «Von ihm habe ich viel gelernt.» Jetzt fordert der Lehrling seinen Meister heraus.
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Wer geht wem an den Kragen im Playoff-Viertelfinal zwischen Rappi und Zug?
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

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  • SCRJ Lakers treffen im Playoff-Viertelfinal auf Fribourg
  • Die befreundeten Trainer Lundskog und Rönnberg feierten 2019 zusammen ein Double
  • Lundskog war bei Frölunda der Assistent von Rönnberg, jetzt fordert er ihn heraus
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Nicole VandenbrouckReporterin Eishockey

Sie treffen erstmals in einer Playoff-Runde aufeinander – kennen sich jedoch bestens: Das Viertelfinal-Duell zwischen den SCRJ Lakers und Fribourg ist auch ein Duell der Freunde Johan Lundskog und Roger Rönnberg. Die beiden Schweden lernen sich vor zehn Jahren kennen, als Frölundas Trainer-Legende Rönnberg (54) seinem Landsmann die erste Chance an der Bande in einer höchsten Liga gibt.

In Göteborg wird Lundskog für drei Jahre sein Assistent. 2017 gewinnt der Rappi-Headcoach an der Seite von Rönnberg die Champions Hockey League, 2019 gelingt ihnen sogar das Double mit CHL- und SHL-Triumph. «Es waren tolle Jahre», sagt Lundskog nach dem Viertelfinal-Einzug. «Roger ist einer der besten Coaches in Europa, ich habe viel von ihm gelernt.»

Wer das bestätigen kann, ist Klub-Präsident Christian Lechtaler (54). Der Ex-Lugano-Assistenztrainer (2008/09) wird 2015 bei Frölunda vom Sportchef zum Präsidenten befördert und erlebt Lundskogs Einstieg ins Profi-Business mit. «Im Double-Jahr hatten wir mit Roger, Johan und Kristofer Näslund die perfekte Mischung im Trainer-Staff», so Lechtaler. Er beschreibt Headcoach Rönnberg als Heissmacher für eine starke Offensive und Lundskog als Strategen, «sie haben sich ergänzt». Dass sich zwischen den beiden eine Freundschaft entwickelt hat, ist für Lechtaler eine logische Folge, «weil gute Coaches viel Zeit miteinander verbringen, da wächst die Bindung». Ihr Viertelfinal-Duell werde er aus der Ferne verfolgen, «ich bin gespannt, wie Johan als sein einstiger Lehrling den Meister herausfordern wird».

Lundskog und Rönnberg haben letztmals wenige Tage vor der zweiten Play-In-Runde der Lakers gegen Bern miteinander telefoniert und übers mögliche Aufeinandertreffen gesprochen. «Regeln dafür legten wir jedoch nicht fest, falls das die nächste Frage gewesen wäre», sagt der Rappi-Trainer schmunzelnd.

Nach dem diskussionslosen 4:0 im Rückspiel gegen den SCB ist der 41-Jährige happy, «das ist ein bedeutungsvoller Sieg für mich». Sein Team hat sich den Playoff-Platz verdient, und er sich das Duell mit seinem Kumpel. «Darauf freue ich mich wirklich», so Lundskog, «wir haben eine enge Bindung, aber die muss für eine Weile pausieren.» Denn er schickt noch eine Ansage nach Fribourg: «Wir haben nichts zu verlieren.»

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