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SCB-Boss Lüthi über sein letztes Spiel
«Ich fand es äusserst peinlich»

Schon sieben Minuten vor Schluss zog der scheidende SCB-Boss Marc Lüthi von dannen und erlebte das vierte Rappi-Tor noch auf der Treppe. Für ihn war schon nach dem 0:2 im Mitteldrittel klar gewesen, dass nichts mehr geht.
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SCB-Boss Marc Lüthi erlebte in Rapperswil-Jona ein äusserst unerfreuliches letztes Spiel nach 28 Jahren im Amt.
Foto: Thomas Oswald/freshfocus
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Stephan RothStv. Eishockey-Chef

Marc Lüthi, wie haben Sie Ihr letztes Spiel als SCB-Boss in Rapperswil-Jona erlebt?
Marc Lüthi: Jaaaa… Absteigend. (lacht) Absteigend, von Minute zu Minute.

Die Hoffnung ist langsam entschwunden, nachdem Sie positiv ins Spiel gegangen waren?
Nach dem 2:0 war der Fall klar.

Theoretisch wäre noch genug Zeit geblieben.
Wer hätte denn ein Tor schiessen sollen?

Es fiel auch keines mehr, nachdem Sie vorzeitig gegangen sind.
Ich weiss. Es war 4:0.

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Hat Sie der Auftritt wütend gemacht?
Nein, es war eine Enttäuschung. Ich fand es äusserst peinlich. Vor allem für unsere Fans. Irgendwann war der Ärger vorbei, und es blieb das Erstaunen darüber, dass jetzt das zweite Mal hintereinander das Entscheidungsspiel dermassen in die Hosen gegangen ist.

Für Sie muss es nach 28 Jahren beim SCB ein besonders bitteres Ende gewesen sein.
Es geht nicht um mich. Es ist nie um mich gegangen. Es geht um den Klub.

Im Vorfeld sagten Sie, dass es Ihnen nicht bewusst sei, dass es Ihr letztes Spiel sei. Jetzt ist es Tatsache. Was ging da in Ihnen vor?
Irgendwann war einmal das erste Spiel und irgendwann ist es das letzte. Das ist der Lauf der Zeit. Das ist nicht so schlimm. Aber ich fand das Spiel einfach peinlich und den Auftritt sehr uncool. Von dem her hat es mir leidgetan.

Die Fans haben ihren Ärger mit ihren Banderolen dann auch klar zum Ausdruck gebracht.
Das gehört dazu. Wenn man das nicht ertragen kann, ist man falsch in unserem Job.

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Was hat man aus Ihrer Sicht in dieser Saison alles falsch gemacht?
Darüber können wir am 1. Mai nach meinem letzten Tag sprechen. Einige Dinge sind schiefgelaufen, es war auch sehr viel Pech dabei. Es hat schon seine Gründe, aber ich muss es jetzt erst setzen lassen. Wir haben alles probiert, um noch einmal Schwung reinzubringen. Doch es ist nicht gelungen. Es hat aus vier Spielen nur noch ein gutes gegeben. Das ist viel zu wenig. Das sind 25 Prozent! Hallo! Es hat ein paar alte Schlachtrösser, die über den Hügel sind, und die jungen Hengste sind noch nicht ganz nach. Einige, die hätten performen sollen, haben überhaupt nicht performt. Es ist, wie es ist.

Lässt sich das alles schnell wieder reparieren?
Ja, klar. Das ist Sport. Man muss sich jetzt schütteln, nachdenken und das Richtige machen.

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