2025: Kollaps im Zähringer Derby
Man kann im Viertelfinal verlieren. Aber nicht so. Der SCB geht gegen Erzrivale Fribourg mit einem blutleeren Auftritt 1:4 unter. Erst als längst alles verloren ist, werden die Berner noch munter. Die Pleite hinterlässt tiefe Spuren – und ist der Anfang vom Ende von Trainer Jussi Tapola, der dann in dieser Saison nach einer 1:5-Heimpleite gegen Gottéron nach neun Spielen gefeuert und später durch Heinz Ehlers ersetzt wird.
2024: Genoni macht den Laden dicht
Trainer Jussi Tapola spielt in der Viertelfinal-Serie permanent Goalie-Roulette, wechselt munter hin und her. Für die letzte Partie in Zug setzt er auf Adam Reideborn, obwohl Philip Wüthrich mit einem Shutout im Spiel davor das Entscheidungsspiel erst ermöglicht hat. Der Schwede ist bei der 0:3-Niederlage schuldlos. Doch auf der anderen Seite lässt sich der Ex-SCB-Goalie nicht bezwingen.
2023: Künzles K.o.-Schlag nach 59:58
Im sechsten Viertelfinal-Spiel steht der SCB daheim mit dem Rücken zur Wand. Doch Romain Loeffel gelingt in der Endphase der 3:3-Ausgleich. Zwei Sekunden vor Ende bezwingt Biel-Stürmer Mike Künzle aber Goalie Philip Wüthrich. Das Aus für das Team von Toni Söderholm. Die Seeländer werden erst in der Finalissima in Genf gestoppt.
2022: Von Ambri auf der Ziellinie abgefangen
Innert zehn Tagen hat Ambri zehn Punkte Rückstand auf den SCB aufgeholt und sich in der letzten Runde in die Pre-Playoffs geschoben. Während Bern daheim 1:4 unterliegt, lassen die Tessiner gegen die SCRJ Lakers (6:2) nichts anbrennen. «Wir sind am Boden, ganz zuunterst», sagte Sportchef Andrew Ebbett. Sportdirektor Raeto Raffainer sagt: «Die ganze Saison war ein Geknorze.» Und CEO Marc Lüthi gibt zu: «Tonnenweise Fehler sind passiert – bei mir angefangen.» Der jetzige Rappi-Trainer Johan Lundskog übersteht das Debakel, wird dann aber in der folgenden Saison gefeuert.
2021: Bachofner löscht die Lichter in der leeren Arena
Wegen der Corona-Restriktionen, die den SCB besonders hart treffen, sind nur 50 Fans in der riesigen Postfinance-Arena präsent, als Zugs Stürmer Jérôme Bachofner mit dem einzigen Treffer der Partie die Lichter löscht. Es ist nur einer von 15 Schüssen, der aufs Tor des Teams von Mario Kogler kommt. Auf der anderen Seite pariert Leonardo Genoni alle 31 und eliminiert die Berner, wie drei Jahre später, mit einem Shutout. In den fünf Spielen davor war jeweils das Heimteam erfolgreich gewesen. Der EVZ holt sich darauf seinen ersten Titel seit 23 Jahren.
2020: Die Playoffs verpasst, die nicht stattfanden
Vor der letzten Runde braucht der SCB Schützenhilfe von Ambri gegen Lugano, um noch eine Chance zu haben, in die Playoffs zu kommen. Und der Ex-Klub von Trainer Hans Kossmann («Wenn wir die Playoffs noch erreichen, singe ich vielleicht in der Kabine La Montanara.») gewinnt tatsächlich 4:1. Das hilft aber nichts, weil die Berner in Lausanne 2:3 verlieren. So verpasst der SCB die Playoffs. Diese fallen darauf aber Corona zum Opfer.
2019: Genoni verabschiedet sich mit dem Pokal
Die Mannschaft von Kari Jalonen holt sich im Final gegen Zug den Titel. Der Treffer von Eric Blum sorgt für die Differenz. Danach hält Leonardo Genoni den Laden in seinem letzten Spiel für die Berner dicht und verabschiedet sich mit dem Pokal nach Zug. Es ist der dritte Titel des SCB innert vier Jahren. Und der vorderhand letzte Sieg in einer Playoff-Serie.
2018: Suter entthront den Doppelmeister
Der jetzige NHL-Stürmer Pius Suter (St. Louis Blues) ist es, der den SCB vom Thron stürzt. Er schiesst die ZSC Lions in der dritten Minute der Verlängerung zum 3:2-Sieg im sechsten Halbfinal-Spiel. Die Sperre von ZSC-Verteidiger Kevin Klein (Check gegen den Kopf von Luca Hischier) nach einem Rekurs der Berner sorgt dabei für atmosphärische Störung zwischen den Bossen Marc Lüthi und Peter Zahner. Die Zürcher besiegen danach Lugano im Final.
2017: SCB macht in Zug kurzen Prozess
Im sechsten Finalspiel in Zug lässt der SCB nichts mehr anbrennen. Bereits kurz nach der ersten Pause führt der Qualisieger dank Toren von Thomas Ruefenacht, Ryan Lasch, Simon Moser und Ramon Untersander 4:0. Am Schluss steht es für die Mannschaft von Kari Jalonen 5:1. Der SCB hat als erstes Team seit Kloten 1996 den Titel verteidigt.
2016: Roy krönt eine Wahnsinns-Saison
Der SCB schreibt ein Märchen. Erst kurz vor Quali-Ende sichern die Berner als achter Klub einen Playoff-Platz. Doch in den Playoffs gibts dann kein Halten mehr: Erst wird Qualisieger ZSC Lions weggefegt, dann müssen auch Davos und Lugano dran glauben. Im Final macht der SCB im Tessin den Sack zu, als Derek Roy im fünften Spiel zehn Minuten vor Schluss in Unterzahl das 3:2 erzielt. An der Bande steht Lars Leuenberger, der Guy Boucher ersetzte. Dafür hatte sich Bruder Sven Leuenberger mit seinem Abgang als Sportchef geopfert.

