Bei diesem Befreiungsschlag wird Kovar getroffen
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Vom eigenen Teamkollegen:Bei diesem Befreiungsschlag wird Kovar getroffen

Kovar lacht über Puck-Treffer
«Auf der Strafbank fühlte ich mich bisher sicher»

Nur sieben Sekunden sitzt EVZ-Captain Jan Kovar in der Kühlbox – dann muss er in die Kabine und sich nähen lassen. Was passiert ist? Der Tscheche, der es auch am Tag danach kaum glauben kann, wurde tatsächlich vom Puck getroffen.
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Das Duell gegen Fribourg wird hitzig, mittendrin ist EVZ-Captain Jan Kovar.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • EVZ-Captain Jan Kovar wird von Puck im Gesicht getroffen.
  • Der Puck trifft ihn auf der Strafbank, der Schuss kam von einem Teamkollegen.
  • Kovar musste geplatzte Lippe nähen lassen, spielt aber im Schlussdrittel weiter.
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Nicole VandenbrouckReporterin Eishockey

Die Zuger haben gegen Fribourg soeben zum 1:1 ausgeglichen, da wird es kurz hitzig. EVZ-Captain Jan Kovar und Gottéron-Verteidiger Yannick Rathgeb geraten aneinander, verkeilen sich und fallen um. Der Zuger bekommt eine Strafe aufgebrummt und wandert in die Kühlbox. Doch nur sieben Sekunden später, als sich Mike Künzle nach seinem irregulären Befreiungsschlag über die Bande zu ihm gesellen möchte, sitzt Kovar nicht mehr da.

Auf die Nachfrage von Ref Alex Dipietro sieht man auf den TV-Bildern, wie der EVZ-Offizielle ihm zu verstehen gibt, dass Kovar in die Kabine gegangen ist. Dabei zeigt er sich auf den Mund. Denn eingefangen wird die fatale Szene sonst von keiner Kamera.

Doch was ist passiert?

Puck lässt Kovar die Lippe platzen

Kovar kann es erklären – aber auch am Folgetag noch nicht wirklich glauben. «Das Spiel lief in der weiteren Ecke, ich konnte es nicht sehen und habe auf den Videowürfel geschaut. Da bemerkte ich im Augenwinkel etwas, drehte meinen Kopf, und schon traf mich der Puck. Er kam aus dem Nichts.» Es ist tatsächlich Künzles Schuss, der Kovar – wohlbemerkt hinter dem Zeitnehmer-Häuschen – die Lippe platzen lässt. Der 35-Jährige spürt sofort, dass es genäht werden muss, «es war ziemlich schmerzhaft und hat stark geblutet». Der Helfer auf der Strafbank habe es direkt mit der Angst zu tun bekommen, weil er so nahe gesessen sei.

Senteler-Solo übers ganze Feld zum Ausgleich
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EV Zug – Fribourg 1:3:Senteler-Solo übers ganze Feld zum Ausgleich

Kovars Glück im Unglück: Der Puck schlägt genau an jener Stelle des Mundes ein, wo ihm schon ein Zahn fehlt – er verliert keinen weiteren. Aber er braucht fünf Stiche, bevor er im Schlussdrittel wieder ins Spiel zurückkehren kann, welches der EVZ noch mit 1:3 verliert. Mittlerweile kann der Tscheche zwar wieder lächeln, schüttelt aber gleichzeitig den Kopf: «Der Puck hätte mich am Helm treffen können oder an der Schulter, aber dort hinter dem Plexiglas genau am Mund? Die Chance, im Lotto zu gewinnen, ist sicher grösser.»

Wie es passiert ist, sorgt bei einigen Teamkollegen, die es von der Spielerbank aus gesehen haben, unweigerlich für Schmunzler. Nur Schütze Künzle ist es nicht recht, «er hat sich entschuldigt», so Kovar, «obwohl er das nicht hätte tun müssen. Wer geht schon von sowas aus». Mit Routinier und Rückkehrer Raphael Diaz (40) unterhält er sich nach dem Spiel darüber, beide kommen zum Schluss, dass man auch nach so vielen Jahren im Hockey noch etwas Neues erleben könne. Kovar schiebt noch witzelnd hinterher: «Auf der Strafbank fühlte ich mich bisher immer sicher.»

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