Nati-Goalie Andrea Brändli
Olympia-Heldin bereitet sich bei Männern auf Eishockey-WM vor

Nati-Goalie Andrea Brändli trainiert bei Swissligist Thurgau. Dort ist ihr Bruder Patrick der Sportchef. «Wenn er nicht von meinen Fähigkeiten überzeugt wäre, dürfte ich wohl kaum dabei sein», sagt die 29-Jährige, die in die Profi-Liga PWHL nach Detroit wechseln wird.
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Nati-Torhüterin Andrea Brändli ist die Bronze-Heldin von Olympia 2026 in Mailand.
Foto: Getty Images

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Frauen-WM erstmals im November, deshalb sind die PWHL-Spielerinn in der Vorbereitung dabei
  • Torhüterin Andrea Brändli trainiert mit HC Thurgau dank Bruder Patrick, der dort Sportchef ist
  • Brändli hat Dreijahres-Vertrag bei Detroit schon unterschrieben, kein Spiel für andere Teams
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Nicole VandenbrouckReporterin Eishockey

Die Frauen-WM findet zum ersten Mal ungewöhnlicherweise im November statt im April statt. Weil der Saisonstart der nordamerikanischen Profi-Liga PWHL erst danach erfolgt, stehen der Schweizer Nati die vier Spielerinnen in den monatlichen Camps zur Verfügung. Allerdings müssen die Torhüterinnen Andrea Brändli (29, Detroit) und Saskia Maurer (25, Las Vegas) sowie Alina Müller (28, Hamilton) und Nicole Vallario (25, New York) nebst den Camp-Wochen für eine optimale Vorbereitung auch sonst ein kompetitives Team finden, bei dem sie fürs Eistraining unterkommen. Ihr Ziel: die beste Trainingsmöglichkeit auf hohem Level.

Wie das bei Brändli aussieht? Die Torhüterin steht beim HC Thurgau mit den Männern auf dem Eis. Sie hat das Glück, dass ihr Bruder Patrick (31) beim Swissligisten der Sportchef ist. «Aber er ist knallhart», betont die Bronze-Heldin von Olympia in Mailand. «Wenn er nicht von meinen Fähigkeiten überzeugt wäre, dürfte ich wohl kaum dabei sein.» Grinsend ergänzt die studierte Kriminalpsychologin: «Er ist stolz auf mich, auch wenn er es nicht zugeben würde.»

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Vor dem SL-Saisonstart ist Brändli regelmässig im Thurgau-Training Gast gewesen, auch als die NHL-Stars Timo Meier (29, New Jersey) und Philipp Kurashev (26, noch ohne Team) mittrainiert haben. «Ich bin unglaublich dankbar für diese Möglichkeit», so Brändli, «es ist nicht selbstverständlich, da ich ja ihren Goalies die Schüsse wegnehme.» Das Team gehe sensationell mit ihr um, von Goalie-Coach Axel Feichter profitiere sie enorm. «Im Training mit den Männern werde ich gefordert. Meine Marotten, die es im Frauen-Hockey vielleicht noch leiden mag, werden dort entlarvt und ausgetrieben.» Detailarbeit sei wichtig, da kleinste Fehler sofort ausgenutzt werden.

Seit die SL-Saison läuft, ist Brändli sporadisch bei Thurgau auf dem Eis, dafür auch mal zweimal: im Team- und im Goalie-Training. Ansonsten bietet ihr Winterthur (MyHockey League) oder Klotens höchstes Junioren-Team auch Gastrecht. Die Trainings-Nomadin bevorzugt Männerteams für die Vorbereitung, «weil ich denke, dass deren Schüsse näher an jenen sind, die mich in der PWHL erwarten».

Und ihre drei PWHL-Kolleginnen? Stürmerin Müller findet man bei den ZSC-Frauen oder ebenfalls in Winterthur auf dem Eis, Verteidigerin Vallario darf bei Luganos Junioren mittun, und die wie Brändli ebenfalls gedraftete Torhüterin Maurer bei ihrem vormaligen Klub Bern. Mit dem SCB bestreitet sie sogar noch einige Meisterschaftsspiele in der Women’s League. Für Brändli ist das nicht möglich: Sie hat ihren Dreijahresvertrag bei Detroit bereits unterzeichnet, deshalb kann sie für kein anderes Team mehr zwischen den Pfosten stehen.

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