Experten mit Nati-Trainer Fischer einig
Es ist richtig, dass WM-Topskorer Moy nicht zu Olympia fährt

Nati-Trainer Patrick Fischer nominiert seinen letzten WM-Topskorer Tyler Moy nicht fürs Olympia-Turnier in Mailand. Hockey-Experten sind sich einig und haben für diesen Entscheid Verständnis. Und eine Erklärung.
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Lakers-Stürmer Tyler Moy (r.) gehört zu den Silberhelden von Stockholm 2025.
Foto: Pius Koller

Darum gehts

  • Patrick Fischer nominiert Tyler Moy nicht für Olympia 2026 in Mailand
  • Experten loben Teamchemie und offensives Potenzial ohne Schweizer Topskorer Moy
  • Moy auf Pikettliste: Einzige Chance winkt bei Verletzungen von NHL-Spielern
Die künstliche Intelligenz von Blick lernt noch und macht vielleicht Fehler.
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Nicole VandenbrouckReporterin Eishockey

Das Olympia-Aufgebot von Nati-Trainer Patrick Fischer hat für Aufsehen gesorgt mit der Nicht-Nomination von Tyler Moy, dem Schweizer Topskorer der letzten Silber-WM in Dänemark und Schweden. Kann sich die Schweiz einen Verzicht auf einen Goalgetter wie den Lakers-Stürmer tatsächlich leisten? Blick hat bei einigen Hockeykennern nachgefragt.

Dabei sind sich die TV-Experten einig. Sie haben Verständnis für Fischers Entscheid und liefern die Begründung. Sven Helfenstein (43, Mysports) sagt: «Der Entscheid ist richtig. Fischer verfügt über ein gutes Team mit genug offensiv starken Spielern. In den Top 6 der Stürmer bleibt kein Platz für Moy. Die einzige Chance auf einen Olympia-Einsatz für ihn ist, wenn sich einer der NHL-Söldner verletzen sollte.» Darauf deutet der Fakt hin, dass Moy gemäss Blick-Informationen auf der Pikettliste fungieren soll. Aktuell sind Pius Suter (29, St. Louis) und Philipp Kurashev (26, San Jose) noch rekonvaleszent. Allerdings würde Helfenstein in diesem Fall Théo Rochette (23, Lausanne) bevorzugen.

Offensiver Moy nicht gut für jede Rolle

Bitter-süsser Fakt für den Lakers-Stürmer: Moy wäre – je nach NHL-Präsenz – zwar gut genug, um in den Top 6 der Nati zu spielen, aber nicht komplett genug, um eine tragende Rolle in den hinteren Sturmreihen zu erfüllen. An der letzten WM hat sich der 30-Jährige an der Seite der Devils-Söldner Timo Meier (29) und Nico Hischier (27) ins Rampenlicht gespielt, bevor Captain Hischier verletzt ausgefallen ist.

Mysports-Experte Ueli Schwarz (66) geht noch mehr ins Detail: «Es braucht gute Spieler für jede Rolle. Solche, die Energie reinbringen, Physis, die im Boxplay stark sind, Allrounder.» Denn in der Offensive gebe es genug andere, die für die Musik sorgen wie Hischier, Meier, Kevin Fiala (LA Kings), Nino Niederreiter (Winnipeg), Kurashev, Sven Andrighetto oder Denis Malgin (beide ZSC). «Ich denke, es ist kein Entscheid gegen Moy, sondern für die Gesamtchemie der Stürmer.» Schwarz hat jedoch auch schon bessere Saisons beim Klub gesehen von Moy.

Mysports-Experte und Ex-SCB-Sportchef Alex Chatelain (47) bringt noch den Punkt ins Spiel, dass sich Nati-Trainer Fischer keine längerfristigen Gedanken mehr machen muss, «sondern jetzt einfach jenes Team aufgeboten hat, das für ihn aktuell das beste ist». SRF-Experte und Ex-Nati-Stürmer Marc Reichert (45) ergänzt, dass die Konkurrenz für die Rolle, die Moy haben müsste, einfach zu gross ist.

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